Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
äugeln
äugeln , blicken, blinken, zumal freundlich, liebäugeln, ein gutes, erst seit dem 16 jh. eingeführtes wort: der feiste küster, äugelte keck nach uns durchs lange rohr. Klopstock 2, 232 ; wir schenken aufs wol der weiblein uns voll und äugeln mit ihnen. Voss 4, 116 ; ziemt es sich, Hans, liebkosend mit händedrücken und äugeln mir die braut zu bethören, da wir nun eben getraut sind? Luise 3, 489 ; purpurisch zuckt durch düstrer tannen ritzen das junge licht und äugelt aus dem strauch. Schiller 8 a ; sie äugelt nach dem spiegel hin, belauschet meine neckerein. Bürger; in den blättern äugelte gold…