Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Zipperlein n.
Zipperlein n.
Zipperlein n. ‘Gicht’, vornehmlich ‘Fußgicht, Podagra’, frühnhd. (obd.) zipperlin, zypperlein (2. Hälfte 15. Jh.), zipperle, zipperli, (md.) zipperlein (16. Jh.), anfangs Mask. (bis Anfang 17. Jh.), neutraler Gebrauch setzt im 16. Jh. ein. Der Ausdruck zeigt md. -pp- und obd. Deminutivsuffix -lein. Zugrunde liegt lautmalendes (mundartliches) zippern ‘mit kurzen Schritten und langsam gehen, trippeln’, so daß Zipperlein eigentlich als ‘Trippelgang’ zu verstehen ist; vgl. mhd. zipfen ‘in kleinen Schritten gehen, trippeln’, zippeltrit ‘Trippelschritt’.