Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
zadel m.
zadel , m. 1 1) fehler, mangel, gebrechen; ein nur hochdeutsches wort, ahd. als zadal oder zâdal ( über stammhaftes a oder â vgl. Müllenhoff-Scherer denkm. 3 2, 442) mit den verbalbildungen zâdalôn und firzâdalôn nicht unhäufig bezeugtes wort ( Graff 5, 639 ), ebenso gewöhnlich in mhd. quellen als zadel oder zâdel, noch bis zum 16. jahrhundert in oberdeutschen schriftquellen, auch als zodel ( nachwirkung der länge des stammvocals, s. den beleg nachher ) erscheinend, um nachher völlig zu verschwinden; nur im schwäbischen zadel, zaudel, zaundel, mangel ( Schm. 2 2 , 1085 ; Schmid 541 ) ist sein …