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wuth

nhd. bis sprichw. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Herder
Anchors
3 in 3 Wb.
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Eintrag · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

Wuth

Bd. 5, Sp. 754
Wuth s. Manie und Hundswuth.
43 Zeichen · 2 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wuth

    Adelung (1793–1801)

    Die Wuth , plur. car. eine mit heftigen Bewegungen verbundene Abwesenheit des Bewußtseyns, sie rühre nun von einer völli…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Wuth

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

    Wuth s. Herder Manie und Herder Hundswuth .

  3. Sprichwörter
    Wuth

    Wander (Sprichwörter)

    Wuth 1. In der Wuth thut niemand gut. Lat. : Indomitus furor cito periculi obliviscitur. ( Philippi, I, 193. ) 2. Geistl…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wuth

45 Bildungen · 5 Erstglied · 38 Zweitglied · 2 Ableitungen

wuth‑ als Erstglied (5 von 5)

wuthaft

DWB

wuth·aft

wuthaft , adj. , seltener als die gleichbedeutende längere form wuthaftig ( s. d. ): wie da die eltern keine linderung an der vermerckt, hab…

wuthaftig

DWB

wut·haftig

wuthaftig , wüthaftig , adj. , ' in wesen und handeln von wut ( im sinne heftiger aggressiver erregung ) geprägt '. die umgelautete form her…

Wuthahn

PfWB

wuth·ahn

Wut-hahn m. : 1. 'Wiedehopf (Upupa epops)', Wuthahⁿ [ BZ-Kapswey ]; vgl. PfWB Kothahn ; Syn. s. PfWB Wiedehopf . — 2. nur Pl. Neckname für d…

Wuthkraut

Adelung

wuth·kraut

Das Wuthkraut , des -es, plur. inusit. in einigen Gegenden, ein Nahme des Gauchheils, Anagallis Linn. weil es die Melancholie und Raserey he…

wuthund

DWB

wuth·und

-hund , m. , ' tollwütiger hund ': der henker schickt seinen wuthund in die gassen, auf dasz er die andern hunde beisze, und dasz gewinn fli…

wuth als Zweitglied (30 von 38)

Bekehrungswuth

Campe

bekehrungs·wuth

○ Die Bekehrungswuth , o. Mz. der blinde, unvernünftige Eifer Andere zu bekehren; auch die Bekehrwuth. Ir Priester, voll Bekehrungswuth. Voß…

Bekehrwuth

Campe

Die Bekehrwuth , s. Campe Bekehrungswuth.

Berserkerwuth

Wander

berserker·wuth

Berserkerwuth Mit Berserkerwuth kämpfen. – Wurzbach II, 19. Von einem Ingrimm, der den gewöhnlichen Zorn weit übertrifft. Nach der skandinav…

Bienenwuth

Adelung

bienen·wuth

Die Bienenwuth , plur. car. eine epidemische Krankheit der Bienen im May, wobey sie wüthend aus dem Stocke dringen, eine Zeit lang herum sch…

biwuth

KöblerMnd

biwuth , Sb. nhd. Ernte E.: Herkunft ungeklärt? L.: Lü 56a (biwuth)

Bücherwuth

Campe

buecher·wuth

○ Die Bücherwuth , o. Mz. der stärkste Ausdruck, eine unmäßige und unvernünftige Bücherliebhaberei zu bezeichnen (Bibliomanie).

Dolmetscherwuth

Campe

dolmetscher·wuth

○ Die Dolmetscherwuth , o. Mz. die Wuth, die unmäßige Sucht zu dolmetschen, zu übersetzen; die Dolmetschersucht. Jen. Lit. Zeitung.

Erklärungswuth

Campe

erklaerung·s·wuth

○ Die Erklärungswuth , o. Mz. die Wuth alles erklären zu wollen. »Der Hunger des Mannes nach dem System (dem Lehrgebäude), seiner Erklärungs…

fieberwuth

DWB

fieber·wuth

fieberwuth , furor febrium: gar mancher steht lebendig hier, den euer vater noch zuletzt der heiszen fieberwuth entrisz, als er der seuche z…

flammenwuth

DWB

flammen·wuth

flammenwuth , f. sie erlöst Anchises laren als die glut sein haus umfieng, sie aus tausend meergefahren was der flammenwuth entgieng. Bürger…

heldenwuth

DWB

helden·wuth

heldenwuth , f. : eine heldenwuth, wie der norde sie berserkerwuth benennt. Göthe 48, 89 .

hirnwuth

DWB

hirn·wuth

hirnwuth , f. tobender wahnsinn, tobsucht, raserei: ein totaler raptus, eine art hirnwuth. Brentano die lust. musikanten s. 21 .

höllenwuth

DWB

hoellen·wuth

höllenwuth , f. 1 1) höllische, ungeheure wut. 2 2) bei Rompler furie: die hölle-wuhten kommen, Alekto stost den brand dief in das sündig he…

Hundswuth

Adelung

hunds·wuth

Die Hundswuth , plur. inus. die Wuth, worein die Hunde zuweilen zu gerathen pflegen. Ingleichen, diejenige Art der Wuth, worein Menschen ger…

jagdwuth

DWB

jagd·wuth

jagdwuth , f. ungemessene begierde zur jagd: die jagdwuth des königs überwältigte seine ermüdung. Arnim kronenw. 1, 311 .

knechtswuth

DWB

knecht·s·wuth

knechtswuth , f. fanatischer knechtssinn, bei Seume : trennung, eigennutz und knechtswuth haben allen öffentlichen sinn begraben. an das deu…

liebeswuth

DWB

liebes·wuth

liebeswuth , f. : ( da Rezia ) den arm in liebeswuth um den geliebten schlingt und in die wilde flut ihn mit sich reiszt. Wieland 23, 136 ( …

Mutterwuth

Adelung

mutter·wuth

Die Mutterwuth , plur. car. bey einigen Ärzten, ein Nahme der Liebeswuth oder des in Wuth und Unsinn ausgearteten Liebesfiebers; Furor uteri…

parteiwuth

DWB

partei·wuth

parteiwuth , f. wuth, fanatismus einer partei, der parteien gegen einander: eine laune, die der parteiwuth, wovon sie noch besessen waren, u…

pfaffenwuth

DWB

pfaffen·wuth

pfaffenwuth , f. : die abscheulichen gemählde ( bühnendarstellungen ) heidnischer pfaffenwuth lehrten uns religionshasz vermeiden. Schiller …

reimwuth

DWB

reim·wuth

reimwuth , f. wuth zu reimen, scherzhaft: dagegen hatte sich eine gewisse reim- und versewuth, durch lesung der damaligen deutschen dichter,…

reisewuth

DWB

reise·wuth

reisewuth , f. die wuth, das übermäszige verlangen zu reisen: er hat eine förmliche reisewuth.

schmerzenwuth

DWB

schmerzen·wuth

schmerzenwuth , f. : hinter wolken verstecket, höhnt sie ( Latona ) herab auf Niobens schmerzenwuth. Fr. Müller 2, 267 .

siegeswuth

DWB

siege·s·wuth

siegeswuth , f. : er ( gott ), er bot zum triumph auf! die drommet' hallt siegswuth, wo gott ausmasz! Klopstock 6, 250 ( Mess. 20, 456).

tollwuth

DWB

toll·wuth

tollwuth , f. , junge, erst bei Campe (1810) gebuchte zusammensetzung; früher getrennt tolle wut ( vgl. DWB tolle sucht oben sp. 647 unter t…

Ableitungen von wuth (2 von 2)

Bewuthen

Campe

○ Bewuthen , v. trs. in Wuth versetzen. »Man bedenke nur die Menge Bier, um die ganze Rheinarmee (das ganze Heer am Rhein) damit zu bewuthen…

Verwůthen

Adelung

Verwůthen , verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, aufhören zu wüthen, ein im Hochdeutschen seltenes Wort, austoben, vertoben, ausrasen…