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Wiede

nhd. bis sprichw. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
8 in 6 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Wiede

Bd. 4, Sp. 1530
Die Wiede, plur. die -n, in der Landwirthschaft, eine Art Bandes von gedreheten biegsamen und zähen Ruthen, z. B. von den Ruthen der Haseln, der Weiden, des Faulbaumes, u. s. f. So werden z. B. die Bäume in den Gärten mit Wieden an die Pfähle oder Spalliere gebunden. Daher heißt auch an den Ernte- und andern Wägen der breite eiserne Bügel mit zwey Ringen, in deren einem die Leiste, und in dem andern die Runge steckt, die Leiter daran zu hängen, die Wiede, weil sie an den gemeinen Bauerwägen eine wahre Wiede ist. Sonst wird sie auch der Leistbügel genannt. Ob die Wiede, ein an beyden Enden ausgezacktes Holz an dem Weberstuhle, und besonders an dem Kammblatte und den Tritten, einen ähnlichen Grund der Benennung hat, ist mir unbekannt. Anm. Wiede ist ein sehr altes Wort, und bedeutete ehedem binden überhaupt. Schon bey dem Ulphilas ist withan, Engl. to with, binden. S. Weide, welches gleichfalls daher stammet. Das Lat. vieo, ich biege, Wend. viem, ist genau damit verwandt.
994 Zeichen · 21 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wiede

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Wiede , plur. die -n, in der Landwirthschaft, eine Art Bandes von gedreheten biegsamen und zähen Ruthen, z. B. von d…

  2. modern
    Dialekt
    Wiede

    Südhessisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    Wiede Band 6, Spalte 523-524

  3. Sprichwörter
    Wiede

    Wander (Sprichwörter)

    Wiede 1. Wenn man die Wiede zuviel umdreht, so bricht der Knebel. – Simrock, 11587 a . Wirkung der Gewaltthätigkeiten; g…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wiede

950 Bildungen · 944 Erstglied · 6 Zweitglied · 0 Ableitungen

wiede‑ als Erstglied (30 von 944)

Wiedehopf

SHW

Wiede-hopf Band 6, Spalte 525-526

Wiedebam

LothWB

wiede·bam

Wiedebam [wídəbâm Ri. ; –baum Bo. ; –bôm Lix. ; wípoïmən Falk. ; wiləbam Ha. Schw. ] m. Weidenbaum.

Wiedebaum

Adelung

wiede·baum

Der Wiedebaum , des -es, plur. die -bäume, in einigen Gegenden, ein Nahme des Faulbaumes, weil seine Zweige zu Wieden sehr brauchbar sind.

Wiᵉdefrūe

WWB

Wiᵉde-frūe f. [verbr.] Witwe. — Sprichw.: Beäter ne junge Wïerfrau at ne olle Juffer ( Dor Wl ). Dei rike Wiitfrau lachet miit eenem Oge un …

wiedehopf

DWB

wiede·hopf

wiedehopf , m. , upupa epops, ein vogel. herkunft und form. ahd. witihopfa, wituhoffa, f., witohopfo, m. ( u. ähnl. ); mhd. wit(e)hopf(e), w…

wiedehopfauge

DWB

wiedehopf·auge

wiedehopfauge , n. ( beim falschschwören verwendet ) H. Grosz strafbare handlungen (1909) 69 . —

wiedehopfenkraut

DWB

wiedehopf·en·kraut

wiedehopfenkraut , n. , onobrychis viciaefolia Scop. Tabernämontanus (1588) bei Pritzel-Jessen volksn. d. pflanzen 251 ; Nemnich dt. wb. d. …

wiedehopf(en)nest

DWB

wiedehopf·en·nest

wiedehopf(en)nest , n. : dann stinckt er wie ein widhopff-nest Hans Sachs 4, 241 lit. ver. spöttisch für einen modischen hut: wiedehoppen-ne…

wiedehopfenstein

DWB

wiedehopf·en·stein

wiedehopfenstein , m. : quirin haizt withopfenstain. den vindet man in der withopfen nest. der ist ain meldær haimleicher ding in dem slâf u…

wiedehopfsherz

DWB

wiedehopf·s·herz

wiedehopfsherz , n. Prätorius glückstopf (1669) 294 ; widhopffenhertz Hohberg georg. cur. 1 (1682) 425 . —

Wiᵉdehup

WWB

wiede·hup

Wiᵉdehup m. [verstr.] Wiedehopf (Upupa epops). ⟨ Wī(e) - [ Tek Mün Olp], ›Wī‹- [Hfd] ⟩ ¶ RhWb 9,488: Widhopf (unter Wide III ‘Wald, Holz, Br…

Wiedekraut

Campe

wiede·kraut

† Das Wiedekraut , — es, Mz . u. ein Name der Zaunwinde (Convolvulus sepium L .).

wiedelsilber

DWB

wiedel·silber

wiedelsilber , n. , gezogenes silber; wahrscheinlich von seiner biegsamkeit, wo es zu wiede gehören würde Campe 5 (1811) 706 .

wiedemacher

DWB

wiede·macher

wiedemacher , m. , hersteller von binderuten: restio wyedemacher (15. jh., md. ) Diefenbach gl. 495 b .

Wiedemännlein

PfWB

wiede·maennlein

Wiede-männlein n. : 'brustbeklemmendes gespenstisches Wesen', Wiedemännel [ LA-Wollmh ]; Syn. s. Alb . Das W. hot en g'hatt [ LA-Wollmh ]. V…

Wiᵉdeman

WWB

wied·eman

Wiᵉde-man m. [verstr.] Witwer. — Sprichw.: ’n Wïedemann krich licht ne Frau wier, män de Kinner kine Moder ( Bek Al ). Wenn uese Hiärrguott …

Wiᵉdeme

WWB

wie·deme

Wiᵉdeme f.n. [ Min Tek Hfd Lippe Hal HPaderb Dor Hellweg Mes Bri, sonst verstr. (Rek)] 1. Pfarrgut, Kirchengut. — 2.1. Pfarrhaus, -wohnung, …

wiede als Zweitglied (6 von 6)

Flōßwiede

Adelung

floss·wiede

Die Flōßwiede , plur. die -n, eine Wiede, oder ein gewundener junger Fichtenstamm, womit die Zimmerflöße verbunden wird.

Grêndelwiede

Adelung

grendel·wiede

Die Grêndelwiede , plur. die -n, eine Wiede, d. i. gedrehte und geflochtene Weide, deren man sich in leichten Äckern anstatt der Grendelkett…

jochwiede

DWB

joch·wiede

jochwiede , f. eine wiede die gebraucht wird um das joch der zugochsen mit der deichsel zu verknüpfen. ebenda 2, 318 a als besonders schwarz…

langwiede

DWB

lang·wiede

langwiede , f. ( wie langbaum, langwagen, langwelle) das lange holz, das vorder- und hintergestell eines rüstwagens verbindet; alt lancwid, …