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Wettbewerb

nhd. bis spez. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Wettbewerb

Wettbewerb

Wette f. ‘Abmachung, daß derjenige, dessen Behauptung oder Vorhersage zutrifft, vom Verlierer einen Gewinn erhält, mit Geldeinsatz verbundene Vorhersage’. Das (ursprünglich neutrale) Substantiv entstammt alter Rechtssprache. Ahd. wetti n. ‘Pfand, Pfandvertrag’ (8. Jh.), mhd. wet(t)e, wet n. ‘Pfandvertrag, Rechtsverbindlichkeit, Gesetz, Pfand, Einsatz bei einem Wettspiel, Bezahlung einer Schuld, Vergütung eines Schadens, Geldbuße’, asächs. weddi n. ‘Pfand’, mnd. wedde ‘Wette, dem Richter zu erlegendes Strafgeld, Strafe, Strafurteil’, mnl. nl. wedde ‘Pfand, Besoldung’, aengl. wed(d) n. ‘Übereinkunft, Pfand, Versprechen’, engl. (älter) wed ‘Pfand, Wetteinsatz’, anord. veð n. ‘Pfand, (Spiel)einsatz, Sicherheit’, schwed. vad ‘Wettvertrag’, got. wadi n. ‘Pfand’ führen auf germ. *wadja- n. Dieses läßt sich mit lat. vas (Genitiv vadis) m. ‘Bürge’ und wohl auch mit lit. vãdas ‘Pfand, Bürge’, vadúoti ‘auslösen, loskaufen, für jmdn. eintreten’ auf eine Wurzel ie. *u̯adh- ‘Pfand, Pfand einlösen’ zurückführen. Die gemeingerm. Bedeutung ‘Pfand’ (im Schuldrecht) wird im Mhd. erweitert zu ‘Strafgeld, Geldbuße’ (im Strafrecht) und im Bereich der Hanse zu ‘Ratsbehörde, die die Strafgelder einzieht’ (14. Jh.). Die dem heutigen Gebrauch entsprechende Verwendung im Sinne von ‘Pfandeinsatz (beim Spiel oder Meinungsstreit), der der gewinnenden Partei zufällt, Wettstreit’ verbreitet sich in Verbindung mit den mittelalterlichen ritterlichen Kampfspielen, wobei Wette die Sphäre der Rechtssprache verläßt. Der Übergang zum fem. Genus zeigt sich zuerst im Spätmhd. (14. Jh.), entsprechend im Mnl. Vgl. formelhaftes es gilt eine Wette (17. Jh.), was gilt die Wette? (18. Jh.), um die Wette (18. Jh.), älter in die Wette (15. Jh.), mhd. in wette, enwette. – wetten Vb. ‘eine Wette abschließen’, ahd. wettōn ‘als Pfand nehmen, ein Versprechen geben, als Pfand- oder Wetteinsatz setzen’ (um 1100), mhd. wetten ‘Pfand geben, durch ein Pfand sichern, ein Pfand einsetzen’, mnd. mnl. wedden ‘Strafgeld zahlen, Pfandbesitz nehmen, einen Vertrag eingehen, einen Einsatz geben’, aengl. weddian ‘einen Vertrag machen, versprechen, verheiraten’, engl. to wed ‘(ver)heiraten’, anord. veðja ‘zum Pfand setzen, wetten’, got. gawadjōn ‘verloben’ (durch Bürgschaft). Wettbewerb m. ‘Kampf um bessere Leistungen (besonders in der Wirtschaft)’ (19. Jh.), älteres Konkurrenz (s. konkurrieren) teilweise ablösend. Wettkampf m. ‘Leistungskampf’ besonders bei Spiel und Sport (16. Jh., geläufig seit 18. Jh.). Wettlauf m. ‘Lauf um den Sieg’ (15. Jh.). Wettrennen n. ‘Wettlauf, Pferde- und Wagenrennen’ (16. Jh.), substantiviert aus wett(e)rennen Vb. ‘um die Wette rennen’ (16. Jh.). Wettstreit m. ‘das Bestreben, andere zu übertreffen, den Vorrang zu gewinnen’ (16. Jh.).
2744 Zeichen · 88 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    wettbewerbm.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    wettbewerb , m. , konkurrenz. neubildung des 19. jhs. für frz. concurrence ( vgl. älteres wettwerben, sp. 685, mitbewerb…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Wettbewerb

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Wettbewerb , s. Konkurrenz und Unlauterer Wettbewerb .

  3. Spezial
    Wettbewerb

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Wett|be|werb m. (-[e]s,-e) 1 (Kampf um die beste Leistung) concurs (-sc) m. 2 (Wettkampf) gara (gares) f. , competiziun …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wettbewerb

11 Bildungen · 11 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von wettbewerb 2 Komponenten

wett+bewerb

wettbewerb setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

wettbewerb‑ als Erstglied (11 von 11)

wettbewerben

DWB

wett·bewerben

wettbewerben , vb. , nur vereinzelt als part. präs. begegnend : dasz die nationale producktion ... stärker belastet werden müsse, als die we…

wettbewerber

DWB

wett·bewerber

-bewerber , m. : ' konkurrent wett-, mitbewerber, mitwerber. als verdeutschung für konkurrent gilt wett-, häufiger mitbewerber oder mitwerbe…

wettbewerbsfähig

DWB

wettbewerb·s·faehig

-bewerbsfähig , adj. : um die ... kleinbetriebe mit ihren meist ... sehr unwirtschaftlichen feuerungsanlagen wieder wettbewerbsfähig zu mach…

Wettbewerbsrecht

DERW

wettbewerb·s·recht

Wettbewerbsrecht, N., ›Gesamtheit der den Wettbewerb betreffenden Rechtssätze‹, 20. Jh., s. Wettbewerb, Recht

Wettbewerbsverbot

DERW

wettbewerb·s·verbot

Wettbewerbsverbot, N., ›Verpflichtung einer Person keinen gewerblichen Wettbe- werb zu einem Unternehmer zu betreiben‹, 20. Jh., s. Wettbewe…

wettbewerbung

DWB

wettbewerb·ung

-bewerbung , f. , wie wettbewerb: aber was wir seitdem in Frankreich gesehen haben, ist nicht dazu angethan, uns von einer wettbewerbung abz…