Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
westerhemd n.
westerhemd , westerhemdlein, -chen , n. , taufhemd ( auch bei glocken ), glückshaube. seit dem spätmhd. bezeugtes kompositum zu 1 wester ' taufe '. vgl. mnd. westerhemede. 1 1) taufhemd. die sitte, dem täufling nach vollzogener taufe ein weiszes kleid überzustreifen, die schon Tertullian ( um 200) erwähnt ( vgl. lex. f. theol. u. kirche 9, 1014 Buchberger ) und die das mittelalter durch überziehen einer haube über den kopf des täuflings erweitert ( s. westerhaube 1), bezeugen spätmhd. belege: alsus bî keiser Heinrîch wart Ungern Pôlân zuo der kristen ê geschart, die von got unt von im sich all…