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weislich

nhd. bis sprichw. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
10 in 9 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

weislich

weislich

weise Adj. ‘wissend, lebenserfahren, klug’, ahd. wīs und die Weiterbildung (ja-Stamm) wīsi (8. Jh.), mhd. wīs, wīse ‘verständig, erfahren, klug, kundig, gelehrt’, asächs. mnd. aengl. wīs, mnl. nl. wijs, engl. wise, anord. vīss, schwed. vis, got. -weis (z. B. unweis ‘unwissend’), germ. *weis(s)a- gehören zu der unter wissen (s. d.) dargestellten Wurzel ie. *u̯eid-. Dabei ist entweder von einer Partizipialform ie. *u̯eidto- auszugehen oder aber von ie. *u̯eidso-, das sich als adjektivische Weiterbildung eines alten s-Stammes *u̯eides- (z. B. in aind. vḗdas- ‘Kenntnis, Einsicht’) erklären läßt. Die Ausgangsbedeutung des Adjektivs ist ‘wissend’, zunächst ‘im Hinblick auf eine Sache kundig, erfahren’, dann auch ‘klug, intelligent, verstandesmäßig begabt’, heute ‘durch Erfahrung und Bemühung verständig, einsichtig, den Zusammenhang verstehend, maßvoll’, vornehmlich als Merkmal eines alten Menschen geltend (vgl. mhd. die wīsen, die getageten und die grīsen). – Weisheit f. ‘(im Laufe eines Lebens gewonnenes) Wissen, Erfahrung, Einsicht’, eigentlich ‘Zustand des Weiseseins’, ahd. (9. Jh.), mhd. wīsheit. Weisheitszahn m. hinterster Backenzahn, meist im Plur. Weisheitszähne, Übersetzung (17. Jh., zuvor zehne der vernunft und weisheit, 16. Jh.) von medizin.-lat. dentes intellectus bzw. dentes sapientiae, nach griech. sōphronistḗres (σωφρονιστῆρες), zu griech. sṓphrōn (σώφρων) ‘besonnen, weise, klug’. Die Zähne entwickeln sich erst im Erwachsenenalter, wenn der Mensch weise ist. weismachen Vb. ‘jmdm. etw. Unwahres (als Wahrheit) sagen, jmdn. anführen, ihn zum Narren halten’ (16. Jh.), mhd. wīs machen ‘wissend machen, belehren, kundtun, beibringen’ (in diesem Sinne noch im 18. Jh.). weislich Adj. ‘weise, klug, wissend’, ahd. wīslīh (8. Jh.), mhd. wīslich; noch geläufig in wohlweislich Adv. ‘aus gutem Grund, bewußt, in berechnender Absicht’ (18. Jh.).
1868 Zeichen · 68 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Weislich

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Weislich , adv. auf eine weise, d. i. den rechtmäßigen Absichten, den Umständen angemessene Art. Etwas weislich verschwi…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    weislich

    Goethe-Wörterbuch

    weislich [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    weislich

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    weislich s. wislich

  4. Sprichwörter
    Weislich

    Wander (Sprichwörter)

    Weislich 1. Der thut gar weislich und klug, der scheut den Trunk und Krug. Frz. : Sagement fait et se gouverne, qui fuit…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit weislich

9 Bildungen · 0 Erstglied · 5 Zweitglied · 4 Ableitungen

Ableitung von weislich

weis + -lich

weislich leitet sich vom Lemma weis ab mit Suffix -lich.

weislich als Zweitglied (5 von 5)

unbeweislich

DWB

unbe·weislich

unbeweislich , adj. adv. , älter als das syn. unbeweisbar, heute unerweislich, das Adelung für edler und gewöhnlicher erklärt. Heynatz antib…

Unerweislich

Adelung

Unerweislich , -er, -ste, adj. et adv. was sich nicht erweisen lässet, für das minder übliche unbeweislich, und das Oberdeutsche unerfindlic…

unweislich

DWB

unweislich , adj. adv. , nicht weislich ( s. d. ). mhd. unwîslich, -lîchen; mnd. unwîslik; mnl. onwiselijc, -like, nl. onwijslijk, dän. uvis…

wohlweislich

DWB

wohl·weislich

-weislich , adv. , klugerweise, aus guter berechnung: er schweigt wohlweislich — weil er musz Schiller 1, 252 G.; er hütete sich ... wohlwei…

Ableitungen von weislich (4 von 4)

beweislich

DWB

beweislich , probabilis, erweislich: in ihren schulen schreibt cardinalis cameracensis selbst, es sei beweislicher, das brot nicht verwandel…

erweislich

DWB

erweislich , adv. , diese behauptung ist erweislich falsch.

unweislich

DWB

unweislich , adj. adv. , nicht weislich ( s. d. ). mhd. unwîslich, -lîchen; mnd. unwîslik; mnl. onwiselijc, -like, nl. onwijslijk, dän. uvis…

verweislich

DWB

verweislich , adj. , in frühnhd. zeit ziemlich häufig: Haltaus 1913 ; Frisius 878 a ; 881 b ; 1061 a ; Maaler 437 d ; Calepinus VII ling. 3 …