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weihe

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

weihe m.

Bd. 28, Sp. 647
weih, weihe,m. milvus. ahd. wîo Graff 1, 643, mhd. mnd. wîe mhd. wb. 3, 624a; Lexer 3, 876; Schiller-Lübben 5, 708, mnl. wouwe Verdam 699a, nl. wouw Franck 2804b, norw. lom-, langvie, isl. lang-, hringvîa 'lomme' Falk-Torp 654. die nl. formen vermittelt Franck über anl. *wîwôn mit den hd.n wie nl. spuwen, spouwen mit ahd. spîwan 'speien'. hd. tritt uuiuuo seit dem 10. jahrh. auf: Suolahti vogeln. 356, während uuiio ahd. glossen 3, 6, 60 schon aus dem voc. Sti. Galli des 8. jahrh. zu belegen und uuio im 9./10. jahrh., auch bei Notker ps. 62, 8 die herrschende form ist, umspielt auch von schreibungen wie wigio, wigo, wiho ahd. glossen 3, 25, 6. die schreibung mit h ist zu jung und zu selten, als dasz man mit Stöber els. neujahrsbl. auf 1846 s. 314 und J. Grimm gesch. d. d. spr. 50 f. an germ. wîha- 'heilig' anknüpfen könnte, die ältesten formen führen vielmehr zurück auf wî-wo und wî-jo. daneben steht (wie ähnlich ahd. zwëho 'zweifel' neben zwîvo) ahd. wëho 'loaficus, ibis' th. 13, 1908 nam. als 2. worttheil von wanno-wëho 'thurmfalke', dessen ë vor h und suffigiertem o lautgerecht durch brechung aus ĭ entstanden sein kann Kluge urgerm.3 121. weiterbildung zu wëho ist nach Suolahti 340 wehel, wihil 'alchiones aves marinae' ahd. glossen 4, 31, 9, dazu mit gramm. wechsel wegel, wigil das. und 4, 129, 45, so dasz die namen einer ganzen gruppe von vögeln zum germ. stamm wi gebildet erscheinen. nicht alle sind raubvögel, so dasz sich anknüpfung an wîhan, wîgan 'kämpfen' verbietet. nicht alle haben den für den gabelweih charakteristischen gespaltenen schwanz, so dasz die von Hellquist etym. bemerk. i und H. Schröder idg. forsch. 22, 193 befürwortete deutung aus idg. *wei-o 'aus zwei bestehend' zu idg. vi 'zwei', aind. vayā 'zacke', lat. vi(ginti), die auch die vorhandenen nebenformen erklärbar machen würde, schwierig bleibt und eine (immerhin bei vogelnamen recht wol mögliche) übertragung voraussetzte. wegen des umfassenden charakters der namengruppe darf man ferner mit O. Richter idg. forsch. 9, 199 und Hirt idg. ablaut § 546 aind. vês, víṣ 'vogel', vayas 'geflügel', avest. vī, lat. avis vergleichen und zum bed.-übergang auf das entspr. paar gr. ὄρνις, ahd. aro verweisen. aber gerade nach seiten der bedeutung empfiehlt es sich doch eher, von einem engeren sinn auszugehen und an gr. ἱέραξ, -ᾱκος 'habicht, falke, sperber', dor. βείρακες Schrader bei Hehn kulturpfl. 7376 zu erinnern, denn dieses gehört nach Robert noms des oiseaux (diss. Basel 1911) 122f. mit ερός 'behend' zu Ϝεμαι 'eile'. damit ist aber unter 2weide sp. 545 die germ. wurzel wi 'auf fang gehen' vermittelt, zu der Kluge etym. wb. 8483a weih stellt. 'jäger, fischer' ist eine für alle vögel der gruppe passende ausgangsbed. verbreitung. durch die ganze hist. zeit des deutschen bleibt das wort lebendig: von 134 lit. belegen gehören 28 in die zeit vor 1500, 40 ins 16. jahrh. dann sinkt das wort auf 14 lit. belege im 17., 12 im 18. jahrh. von den classikern bietet es nur Schiller in dem offenbar durch das wort königsweih beeinfluszten vers: wie im reich der lüfte könig ist der weih, durch gebirg und klüfte herrscht der schütze frei 14, 337. durch diese stelle ist das wort neu belebt, so dasz es in der zeit seit 1804 auf 40 belege steigt. im 19. jahrh. ist es zu dichtern gelangt, deren heimatmundart es fremd zu sein scheint, sofern das schweigen der idiotika nicht täuscht: Fr. Müller 1, 26. 3, 144; Brentano 5, 19. 6, 444; Droste-Hülshoff 2, 479. 3, 79; Strachwitz ged. 188; Rückert 5, 70. 8, 151. sonst ist räumlich die geltung des wortes stets zurückgegangen. in alter zeit wird es von autoren gebraucht, in deren landschaft es jetzt längst verklungen ist. z. b. fehlt es, wie die weihenarten selbst, in den gebirgigen theilen Österreichs, findet sich aber Vorauer genes. 12, 20 Diemer und bei bruder Wernher minnes. 2, 230b v. d. Hagen. für das schles. finden sich die letzten belege bei Opitz Sidneys Arc. 160 und Steinbach 2, 988, für das ostfränk. Hugo v. Trimberg renner 9147 Ehrismann; Megenberg b. d. nat. 179, 3. 193, 6. 204, 10 ff.; voc. theut. (Nürnb. 1482) bei Diefenbach gloss. 339c. 370b, für das hess. Alberus fab. 2, 39. 17, 2 ff.; Waldis Esopus 1, 39 Kurz; Kirchhof wendunm. 1, 79 Österley, für den Niederrhein Schueren teuth. 508b Verdam. dagegen ist in mundarten vornehmlich des deutschen südens und westens das wort heute noch so weit verbreitet wie der vogel selbst: bibo Schmeller cimbr. 173; weier Schmeller bair. 2, 825; hünerwei Fischer schwäb. 3, 1901; wei Stalder schweiz. 2, 441; Hunziker aarg. 290; Seiler basl. 313a; wεi mündlich aus Sunthausen und Ottenheim in Baden; wèj Martin-Lienhart els. 2, 777a; wéij jb. für Els.-Lothr. 22, 254 aus Hagenau; das. 11, 42 aus dem Westrich; wéi Follmann lothr. 535; wai Lenz vgl. wb. d. Handschuhsheimer dial. 76b; Meisinger rapp. 224; wích Hertel thür. 256; gawl-, pįləwai Hentrich eichsf. 84 f. der älteste nd. beleg stammt von Braunschweig 1456: dat de wye wedder queme boven de kuken script. rer. Brunsv. 3, 254 Leibniz. seitdem ist dort wîke f. fest geworden: Klein prov.-wb. 2, 232; Schambach gött. 297b; d. mundarten 2, 125 a. Hildesheim. weiter östl. gilt wî: Danneil altmärk. 246; Sibeth mekl. 107a. sonst scheinen die mundarten weih nur als lehnwort aus dem schriftdeutschen zu kennen. zur form. weih ist, wie die namen aller groszen raubvögel (J. Grimm d. gramm. 3, 361) von alters masc. die flexion ist schwach. starkes masc. findet sich daneben vom 15. bis 18. jahrh. bei Md.n, zuerst acc. plur. wyge in der Gothaer papierhs. von H. v. Veldegges Eneit 178, 28 Ettmüller, sodann stets bei Luther: gen. sing. weyhes 23, 577, 5; acc. sing. wey 10 i 1, 283; nom. plur. weyhe 281 Weim. auch weiter sind die starken formen wesentl. md.: theatr. diab. 2, 191a; Selneccer christl. psalmen 50; Fleming vollk. t. jäger 269; Musaeus volksm. 4, 5; Rückert 5, 70, bei Obd.n erst im 19. jahrh.: Pfeffel poet. vers. 1, 151. 171. 182; Kirchhofer schweiz. sprichw. 301; Pfizer br. zweier Deutschen 303. die immer in der überzahl stehenden schwachen formen konnten, artikellos oder im plur., für feminina gehalten werden. von da hat sich, im unterbewusztsein durch weihe 'sanctio' gestützt, ein fem. weihe entwickelt, zunächst bei autoren, deren mundart der vogelname fremd ist: D. v. d. Werder Ariost 2, 39, 1; Schwan n. dict. 3 (1783) 1021a. im 19. jahrh. wird die weihe von naturforschern u. sonst von gelehrten für die schriftdeutsche form gehalten: Ritter erdk. 16, 485; Naumann nat.-gesch. d. vögel 1, 359; J. Grimm Reinh. Fuchs CXXXIV; Weigand d. wb. 2 (1878) 1073; Rudolph Schillerlex. 2, 545. auszerdem: der himmlischen weihe flügelschlag Platen 131 (festges.); wo man nur die drossel und die weihe hörte Bismarck briefe an braut u. gattin 327. ganz vereinzelt steht die neutr. form wüeich M. Schultze nordthür. 46. stets masc. ist die nebenform weiher, deren zus.-setzung aus weih-aar schon Schmeller 4 (1837) 3 richtig erkannt hat. insofern steht weiher parallel zu adler. gestützt wird die form durch den gleichklang mit reiher, neben dem sie sich bes. gern einstellt: Franck chron. 437a; Eppendorf Plin. 10, 139; Leipz. aventurier 2, 121. zufrühst steht weir im 14. jahrh.: Suolahti 357, seitdem in allen theilen des sprachgebiets: weyher Frischlin nomencl. (1586) 61a; weiher Heuszlin vogelb. 260a; Schönsleder promt. Nn 4c; Widmann Fausts leben 108 Keller; Micraelius a. Pommerl. 6, 510; allg. haush. lex. 3, 600, zuletzt noch Ritter erdk. 8, 431. mundartl. ist wír allein in theilen des els. lebendig: Martin-Lienhart 2, 777b. eine graph. scheidung gegen weihen v. ist nur im ansatz vorhanden: zu unterscheiden sind: (ich) weihe sacro. der weyhe milvus Bellin rechtschr. (1657) 137; entspr. Seume kl. t. lex. 279. bedeutung. der name umfaszt falkenvögel und habichte. 11) die wissenschaftl. scheidung der beiden heimischen milvusarten (milan, m. migrans, und königsweih, m. regalis) von den beiden deutschen feldweihen (kornweih, circus cyaneus, und rohrweih, c. aeruginosus) ist auf das leben unseres wortes ohne einflusz. was man sprachlich an den weihen beobachtet, gilt meist von allen arten gleichmäszig. sie schreien im flug: dâ was ruofen unde schrîen alse kraniche unde wîen herz. Ernst 3372 Bartsch; seitdem ist der reim wîen: schrîen stehend bis ende des 15. jahrh.: gute frau 1867, Haupts zs. 2, 447; Stricker frauenehre 94, das. 7, 478; hist. volksl. 2, 133 Liliencron. sie gelten für überwiegend schädlich: das netz wirdt nit gespannen weder dem happich noch dem weyhen, die uns schaden thuond Boltz Terenz 143a, ihr geruchsinn ist scharf: die weyhen schmecken basz (als der mensch) Eppendorf Plinius 8, 94; sie können in die sonne blicken: es ist auch nicht wahr, das der adeler allein in die sonne siehet, sondern es thuns ... reyer, weyhen, falcken G. Rollenhagen ind. reisen 263, sind zugvögel: die weyhen kriegen gar das podagra nach der sonnenwende Prätorius winterfl. d. sommerv. 7, und fressen mäuse: der frosch ... wolt die maus ertrencken. inn dem aber die maus sich weret ... fleuget ein weyh daher und erhasschet die maus Luther fab. 3, 8 Thiele. weih dient als stehende übersetzung von lat. milvus: in der ersten d. bibel, bei Luther und in der Zürcher bibel 3. Mos. 11, 14; 5. Mos. 14, 13; Jes. 34, 15; Stainhöwel Äsop 74 Österley; Albertinus hirnschl. 89. man stellt den vogel ohne feinere systematik zu seinesgleichen: die weihen gehören auch unter das geschlecht der habicht Heyden Plinius 417; der gierfalk, sperber und bsshart der weyhe, blawfusz gleicher art W. Spangenberg gansk. v. 82; kein sperber, habicht, ahr oder weyh wird ihm nicht schaden Schupp schr. 838. dem adler gegenüber erscheint er minderwerthig, der abstand ist jedem geläufig und kann in politischer satire verwerthet werden: der adelar wil sich verkeren und newen: er ist worden zu einem wewen M. Beheim ged. z. gesch. Österreichs 10, 69. der weih wird zum kleinen raubzeug gerechnet: von schlechten raubgeflügel gehöret noch zum kleinen weydwerk: sperher, weyhen Heppe aufr. lehrpr. 167; das schlimmste war, dasz das unzeug sich in ihnen (den forsten) mehrte, weihen und falken, die in den wipfeln horsteten Storm 6, 136. 22) nur gelegentlich läszt sich erkennen, dasz eine bestimmte art gemeint ist. unzähmbar sind nur die feldweihen, von ihnen gilt: man versuche nur einen raben, weihen oder andere dergleichen vögel zu zähmen falconaria (1617) 2. häufiger werden durch dergl. beobachtungen die feldweihen ausgeschlossen: der rohrweih läszt sich zur beizjagd auf enten abrichten, beide feldweihen sind schlechte flieger und in der gefangenschaft schwer zu erhalten. milvus ist also gemeint mit: wer sich baitzens under wint mit ainem wygen, der befint selten des rayels liedersaal 3, 519, 34 Lassberg; des wigen fluc, des visches fluʒ, des slangen sluf, des donres schuʒ, und wie geraten süln diu kint, die straʒe uns allen fremede sint Freidank 128, 6 Grimm; da sah er, wie von der anderen Oderseite her ein weih über den strom kam Fontane I 6, 400; ein junger weih, welchen ich erwarb, war (in meiner phantasie) der grosze königsadler G. Keller 1, 100. von den milvusarten friszt vorwiegend der milan aas, von ihm gilt: steigen ab uff tode esel und ander thier, die gleichen sich der natur der wihel oder wihe Petr. de Crescentiis 186b; und lockt den adler, weih' und geier mit der gemordeten geruch Schubart ged. 2, 333. sein erscheinen ist darum ominös: nimb war, wand hörst ein rappen schreien und gen dir flügen sichst eyn weihen, so stath dein unglück zuo dem höchsten Wickram 4, 31 Bolte; die raben schienen auf mich herabzukrächzen, die weihen sich über mir zu kreiszen Schubart leben 1, 284. 33) die gröszte rolle spielt doch nach diesen abstrichen der königsweih. ihn musz man mit lebender lockspeise fangen: dann sie dem weihen oder küchleindiebe ein mausz ... oder vogel setzen Aitinger jagdb. A 4a, denn er nährt sich mit vorliebe von kleineren vögeln: wenn sy (die wachteln) uff das land kummen, so nimpt allzeit der weyhe die erste Eppendorff Plinius 10, 152; als blitzschnell ein groszer weyhe auf sie (die elster) darflog Bräker 2, 243. er drängt sich vor allem als hühnerdieb in den gesichtskreis des menschen: hæt ich junc hüener, diu æʒen mir die wîgen meisterl. d. Colmarer hs. 140, 10 Bartsch; es was ein junger fogel, ein wey, der die jungen hünlin isset Pauli schimpf u. ernst 188 Österley; der teuffel ... reiszet dich hin, wie der weihe das kuchle Luther 28, 138 Weim.; schalt den weihen ein hünerdieb und stal im keins Fischart Garg. 200 neudr.; narren setzen weyhen zun hünern Lehman flor. pol. 3, 243; Wegener volkst. lieder a. Norddeutschl. 1, 91. darum ist er gefürchtet und gehaszt zunächst bei seinen opfern: erschröckt der schwebend schatt des hünerdiebs, des weihen, die kücklein ungefähr, dasz sie getukkelt schreien Rompler v. Löwenhalt 1, 104; wie eine gluckhenne, wenn der weyh hoch über dem dache in den lüften schwebt ... mit ängstlichem gluchsen vorerst ihre küchlein in den sicheren hühnerkorb lockt Musäus volksm. 1, 44 Hempel; schnell wie der tauben feiges volk zerstiebt, erscheint der weih' am fernen horizonte Raupach ernste dramen 7, 197. aber auch die menschen verabscheuen den weihen: des pösen volk kam vil zu hauff, und waren in peschreien, alz die peurinn ainn weien M. Beheim buch v. d. Wienern 261, 20 Karajan; wurdst verhasset wie ein weyhe Eberlin 3, 139 neudr. die thierdichtung gibt ihm von seiner räuberei den namen: greyffzu der weyhe Rollenhagen froschm. G 8a, läszt ihn auch bei säugethieren verhaszt erscheinen: feyendschafft ... zwüschen dem fuchs und dem weyen Stumpf Schwytzerchron. 608a, und bildet ihn zum typischen sünder aus: den weihen, den weihen den tetens etwas zeihen Uhlands volksl. nr. 10 B str. 25. von da konnte der vogelname zum glimpfnamen des beflügelt gedachten teufels werden: der höllische weih' verwandelte sich augenblicklich in einen vogel greif Musäus volksm. 1, 86 Hempel. mit anderer wendung wird der weih zum bilde äuszerer gefahr, die die einzelnen zwingt, innere zwistigkeiten ruhen zu lassen: ihr herren all im teutschen land, last stillstan unter euch ewer hadern, ihr habt den weihen ufm gatern hist. volksl. 4, 296, 326 Liliencron als hühnerdieb wird er ins kinderspiel des südwestens eingeführt: wèj, wèj, hüenerdieb, has dr mutter d hüener ghüet, has ire d halwe gstole, dr kukuk söll dich hole, singen die kinder vor dem zaun, hinter dem sich ein anderes versteckt hält und am schlusz des verschens hervorspringt, um einen andern weih zu fangen Martin-Lienhart els. 2, 777; entspr. Follmann lothr. 535; lit. geworden bei Scheffel Junip. 21. zusammensetzungen: aar-, band-, blasz-, blau-, brand-, feld-, fisch-, frost-, gabel-, har-, hühner-, königs-, korn-, kür-, moos-, rohr-, rötel-, rüttel-, schilf-, schwalben-, schwebe-, steppen-, sumpf-, weisz-, wiesenweih.
14965 Zeichen · 400 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    WeiheDie

    Campe (1807–1813) · +6 Parallelbelege

    1. Die Weihe , Mz. — n , ein Name, mit welchem man nach Ad. im gemeinen Leben die Geier, und in der Naturbeschreibung ei…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Weihe

    Goethe-Wörterbuch

    Weihe [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Weihe

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Weihe , s. Benediction , Consecration, Dedication.

  4. modern
    Dialekt
    Weihe

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Weihe wai usf. [ Eup we], meist Pl. -ə(n) f.: aus der Kirchenspr., Kirchenw., Priesterw. Allg.; Krutwīə Kräuterweihe Sel…

  5. Sprichwörter
    Weihe

    Wander (Sprichwörter)

    Weihe 1. Der Weihe verfolgt die Tauben, den Raben thut er nichts. – Petri, II, 112. 2. Die Weihen ziehen nicht immer in …

  6. Spezial
    Weihe

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Wei|he f. (-,-n) 1 (Konsekration) consacraziun (-s) f. 2 (Priesterweihe) ordinaziun (-s) f. 3 (Einsegnung) benedisciun (…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit weihe

215 Bildungen · 196 Erstglied · 16 Zweitglied · 3 Ableitungen

weihe‑ als Erstglied (30 von 196)

Weihe I

SHW

Weihe I Band 6, Spalte 381-382

Weihe II

SHW

Weihe II Band 6, Spalte 381-382

Weihefeuer

SHW

Weihe-feuer Band 6, Spalte 381-382

weiheact

DWB

weihe·act

weiheact , m. vom hl. abendmahl: Tholuck vorgesch. d. rationalism. 1, 171 . —

weihebedeutung

DWB

weihe·bedeutung

weihebedeutung , f. : die tättowierung hat wohl auch bei den weibern ihre weihebedeutung Ratzel völkerk. 2, 86 . —

weihebrüchig

DWB

weihe·bruechig

weihebrüchig , adj. zur verdeutschung von lat. sacrilegus: er ist ein eebrecher, ein wihebrüchiger, oder ein Turck Joh. Adelphus des Erasmus…

weihedienst

DWB

weihe·dienst

weihedienst , m. heiliges verhältnis des ritters zu einer dame: Stucken Gawan (1909) 63 . —

weiheduft

DWB

weihe·duft

weiheduft , m. heiliger rauch, dunst: und ihn mit aller kraft des herzens, allen trieben der seel', und wie dich selbst den nächsten auch zu…

weihefest

DWB

weihe·fest

weihefest , n. zuerst in der form weihfest E. Th. A. Hoffmann 2, 147 Grisebach; Grillparzer 8, 42 . sonst in dreisilbiger form: sie drückte …

weihefeuer

DWB

weihe·feuer

weihefeuer , n. feuer, das am karsamstag beim friedhof geweiht wird und mit dem man herd, backofen und felder segnet: Unger-Khull steir. 625…

weiheformel

DWB

weihe·formel

weiheformel , f. wie weihespruch, als wort der modernen volkskunde: Unger-Khull steir. 625 a . —

weihefrühling

DWB

weihe·fruehling

weihefrühling , m. für lat. ver sacrum: nicht wird er ( der gott ) senden günst'gen vogelflug, wenn ihr ihm nicht den weihefrühling zollt Uh…

weihegebrauch

DWB

weihe·gebrauch

weihegebrauch , m. culthandlung: Herder 23, 500 ; ihre kleidung ist nicht jene, deren sie sich bei zauberischen weihegebräuchen bedient Göth…

weihegedenken

DWB

weihe·gedenken

weihegedenken , n. : diese blätter wollte ich aber nicht ohne ein bescheidenes weihegedenken an einzelne persönlichkeiten ... hinauslaufen l…

weihegefühl

DWB

weihe·gefuehl

weihegefühl , n. wie hochgefühl: er ging jedoch nicht umher im überschwang eines lebensfrohen jünglings, den das weihegefühl der irdischen w…

weiheglanz

DWB

weihe·glanz

weiheglanz , m. ' gloriole ' J. V. Widmann maikäferkom. (1911) 170 . —

weihegöttin

DWB

weihe·goettin

weihegöttin , f. durch gelübde gestiftetes standbild einer göttin: Ed. Gebhard akad. abh. 2, 43 . —

weihegott

DWB

weihe·gott

weihegott , m. gottheit, der man ein gelübde gethan hat: Uhland ged. 2, 112 . —

weihegruft

DWB

weihe·gruft

weihegruft , f. heilige begräbnisstätte: Immermann 19, 207 Hempel. —

weihegrusz

DWB

weihegrusz , m. begrüszung, die eine heilige kraft übermittelt: ich liebe dich! himmlischer weihegrusz reiner seelen Gutzkow ritter v. geist…

weihegusz

DWB

weihegusz , m. das feierliche ausgieszen der opferspende am altar: zu welchen volksaltären wird er opfernd nahn, bei welchem weihgusz seinem…

weihehandlung

DWB

weihe·handlung

weihehandlung , f. nur bei B. Auerbach : von abergläubischen gebräuchen 2, 188 ; von der feierlichen übergabe eines gutes 13, 125. —

weihehymne

DWB

weihe·hymne

weihehymne , f. festgesang: der gesangverein mit einer eigens für das fest componirten weihehymne Rosegger II 14, 261. —

weiheih

KöblerAhd

weih·eih

weiheih , st. F. (i) nhd. Stecheiche? ne. holly? ÜG.: lat. ilex Gl Q.: Gl (12. Jh.) E.: s. eih

weihekraft

DWB

weihe·kraft

weihekraft , f. von der segnenden kraft des zum herd gebrachten weihfeuers ( s. d. ): Rosegger I 4, 232. —

weihe als Zweitglied (16 von 16)

Jugendweihe

RDWB1

Jugendweihe f hist. в бывшей ГДР обряд посвящения во взрослые

Aarweihe

Adelung

aar·weihe

Die Aarweihe , plur. die -n, eine Art Weihen oder Geyer, welche dem Aaren oder Adler ähnlich ist; ein Benennung, welche größten Theils nur i…

eschweihe

DWB

esch·weihe

eschweihe , m. nach Frisch 1, 232 c nennen so die raschmacher einen der in ihr handwerk pfuscht. weihe kann den raubvogel meinen, aber esch?

Haferweihe

Adelung

hafer·weihe

Die Haferweihe , plur. inus. in der Römischen Kirche, die Einweihung des für die Pferde bestimmten Hafers, welche in einigen Gegenden am S. …

johannisweihe

DWB

johannis·weihe

johannisweihe , f. kirchliche weihe des weines, der zum abschiedstrunke gebraucht wird, im namen Johannis des evangelisten. Frisch 1, 490 b …

Kirchweihe

Adelung

kirch·weihe

Die Kirchweihe , plur. die -n. 1) Die feyerliche Einweihung einer Kirche. 2) Das jährliche Fest, welches in einer Kirche zum Andenken ihrer …

krautweihe

DWB

kraut·weihe

krautweihe , kräuterweihe , f. himmelfahrt Mariae, 15. aug., wo in der kath. kirche allerlei kräuter geweiht werden, die man zu mancherlei a…

Māßweihe

Adelung

mass·weihe

Die Māßweihe , plur. die -n, eine in einigen Gegenden übliche Benennung des Goldgeyers, wo das Wort aus Mosweihe verderbt ist, weil sich die…

palmweihe

DWB

palm·weihe

palmweihe , f. das weihen der palmzweige am palmsonntage ( s. palme 3): cerimonie der palmweihen Baumann quellen 2, 5. 12 .

priesterweihe

DWB

priester·weihe

priesterweihe , f. , mhd. priesterwîhe, die weihe zum priesteramte: die heilige priesterwîhe. B. v. Regensb. 1, 305, 3 ; den gröszern sun wi…

Salzweihe

DRW

salz·weihe

Salzweihe, f. auch -weihen n. kirchliche Weihe von Salz; ein katholischer, im Grunde aber magischer Brauch (geweihtes Salz zu werfen soll zB…

Taufweihe

DRW

tauf·weihe

Taufweihe, f. wie Taufweihen abergleubige ceremonien, ob die wol alt weren, soll man abschaffen als ... kirchweihe, taufweihe 1583 Magdeburg…

Teufelskirchweihe

DRW

teufels·kirchweihe

Teufelskirchweihe, f. wie Hexensabbat vgl. Kirchweihe daß er [Sechsjähriger] von seinen eltern sey auff solche teuffels kierb gefuͤhret word…

würzweihe

DWB

wurz·weihe

würzweihe , f. , wurzweihe, bezeichnung des tages von Mariä himmelfahrt (15. august ), von dem brauch her, an diesem tage kräuter zu weihen,…

Ableitungen von weihe (3 von 3)

Geweihe

RhWB

Ge-weihe -wai, –węi, –wę.i., Pl. -ər n.: nach dem Nhd.; mdl. Hörner.

unweihe

DWB

unweihe , f. , mit un IV B üble weihe: die weihe, da man messepfaffen weihet ..., ist eine u. und unordenung des leidigen teufels Luther 65,…

urweihe

DWB

urweihe , f. ( einer kapelle, ur- C 4 c) R. H. Bartsch frau Utta 101 . —