Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
wahte stf.
a. das wachen, der zustand des wachens, besonders um sich oder andere zu sichern. sîn vleisch was verswunden gar von vasten und von wahte Servat. 1101. daʒ in der slâf die wahte brach krone 363. a Sch. daʒ zittern an der wahte das. 45. b. — dô schuof der künic wahte Servat. 2071. Lanz. 2147. der wahte pflegen Parz. 624,4. diu wahte werte zwô naht und zwêne tage H. zeitschr. 8,190. der wahtære blies gegen dem tage die waht Türl. Wh. 65. b. waht Ludw. kreuzf. 7448. — unser herre Jêsus Cristus, der heldet dise drîer hande wachte. die êrste ist trôst der siechen u. s. w. Leys. pred. 52,15. an der jungistin wachti am jüngsten tage Diemer 102,15.
b. der platz, wo gewacht wird. die tôten ûf den bâren truoc man zuo der wahte Wigal. 5240.
c. eine abgabe für den wachtdienst. von einem ieglîchen der wahte und stiure gît H. zeitschr. 6,427. 417. die hân ouch vor alder wachte gegeben Gr. w. 3,365.