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wässerig

nhd. bis spez. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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6 in 6 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

wässerig

wässerig

Wasser n. geruch-, geschmack- und farblose Flüssigkeit. Der Bildung mit r-Suffix westgerm. *watar, ahd. waʒʒar (8. Jh.), mhd. waʒʒer, asächs. watar, mnd. mnl. wāter, nl. water, afries. weter, aengl. wæter, engl. water (germ. *watr-) stehen nordgerm. und ostgerm. Bildungen mit n-Suffix wie anord. vatn, schwed. vatten, got. watō (germ. *watn-) gegenüber. Sie repräsentieren ein ie. Paradigma, das in seiner Flexion r-Stamm (ursprünglich im Nominativ und Akkusativ Sing., vgl. hethit. watar) und n-Stamm (ursprünglich in den übrigen Kasus, vgl. hethit. weten-) vereinigt. Nächstverwandt sind aind. udán, griech. hýdōr (ὕδωρ) ‘Wasser’, lat. unda ‘Welle, Woge’, air. u(i)sce ‘Wasser’, aslaw. voda, russ. vodá (вода) ‘Wasser’. Alle Formen werden auf ie. *aud-, *u̯ed-, *ū̌d- ‘Wasser’, eine Dentalerweiterung der Wurzel ie. *au- ‘benetzen, befeuchten, fließen’, zurückgeführt. Verwandt sind auch die unter Auerochse und 1Otter m. (s. d.) angegebenen Formen. Vielfach redensartlich etw. abgraben ‘zu verhindern suchen, zunichte machen’ (15. Jh.), danach jmdm. das Wasser abgraben ‘jmds. Pläne durchkreuzen, jmdm. seine Möglichkeiten nehmen’ (um 1900); stille Wasser sind tief ‘ruhige, verschlossene Menschen sind schwer zu durchschauen’ (16. Jh.); in trübem Wasser fischen ‘in unredlicher Weise seinen Vorteil suchen und nutzen’ (17. Jh.); Wasser auf seiner Mühle haben, auf jmds. Mühle geben ‘neuen Auftrieb, Bestätigung geben’ (18. Jh.); ein Schlag ins Wasser ‘vergeblich, unnütz’ (19. Jh.), älter mhd. das waʒʒer slahen. – wässerig Adj. ‘wie Wasser, wasserhaltig, dünn, gehaltlos’, ahd. waʒʒarīg (Hs. 12. Jh.), mhd. weʒʒeric, waʒʒeric, auch ‘feucht’. wässern Vb. ‘mit Wasser versehen, für längere Zeit in Wasser legen, Wasser absondern’, mhd. weʒʒern. Wasserkopf m. durch krankhafte Ansammlung von Gehirnflüssigkeit aufgetriebener Kopf (18. Jh.), übertragen ‘unverhältnismäßig große Ausdehnung’ (z. B. der Verwaltung u. ä., 19. Jh.). Wasserstoff m. nichtmetallisches chemisches Element, Bestandteil des Wassers (1791, Girtanner), Übersetzung von gleichbed. frz. hydrogène, nlat. Hydrogenium. Wassersucht f. ‘krankhafte Ansammlung von Flüssigkeit im Körper’, ahd. waʒʒarsuht (10. Jh.), mhd. waʒʒersuht.
2198 Zeichen · 91 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wässerig

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Wässerig , -er, -ste, adj. & adv. 1. Mit Wasser angefüllt, nur in der im gemeinen Leben üblichen figürlichen R. A. jeman…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    wässerig

    Goethe-Wörterbuch

    wässerig [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. Spezial
    wässerig

    Russ.-Dt. Übers. (de-ru)

    wässerig см. RDWB1 wässrig

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit waesserig

4 Bildungen · 2 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von waesserig 2 Analysen

waesser + -ig

waesserig leitet sich vom Lemma waesser ab mit Suffix -ig.

Alternativen: wass+-er+-ig

Zerlegung von waesserig 2 Komponenten

wasse+rig

waesserig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

waesserig‑ als Erstglied (2 von 2)

wässerigkeit

DWB

waesserig·keit

wässerigkeit , f. im 15., 16. jahrh. auch wasserigkeit Ortolff von Bayrlandt 73 c . voc. theut. ll 4 b . Ercker miner. ertzt (1580) 65 a , w…

Ableitungen von waesserig (2 von 2)

unwässerig

DWB

unwässerig , adj. , nicht wässerig ( s. d. 1); ags. unwæterig, engl. unwatery: die dürren unwässerigen stett Keisersberg postill 2, 54 b ; c…

wässerige

DWB

wässerige , f. wässerigkeit, nur bei Paracelsus auftretend: so nemmen sie das blut fur, dasselbig zu urtheilen: ein theil in der farben, ein…