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Vesta

GWB bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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6 in 5 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Vesta

Bd. 20, Sp. 126
Vesta, die der griech. Hestia (s. d.) in Namen wie Wesen entsprechende italische Göttin des Herdfeuers, die wie jene neben Verehrung auf dem Hausherd noch einen besondern Staatskult hatte. In dem kleinen Rundtempel der V., am Fuße des Palatinischen Hügels, der als Mittelpunkt der Stadt galt, stand kein Bild der Göttin, sondern der Staatsherd mit dem ewigen, zur Bereitung der Staatsopfer bestimmten Feuer, dessen Erhaltung Hauptobliegenheit der Vestalinnen (s. d.) war. Jeden 1. März wurde es erneuert; sein Erlöschen galt für ein großes Staatsunglück, und die schuldige Vestalin wurde vom Pontifex gegeißelt; nen entzündet wurde es in uralter Weise durch Reiben eines Holzstückes von einem fruchttragenden Baum. In ihrem Dienst durfte nur Quellwasser gebraucht werden, das die Vestalinnen zu früher Zeit selbst aus dem Quell der Egeria holten, und einfaches Tongeschirr. Im Innern des Tempels befand sich der Penus (die Vorratskammer) Vestae, ein mit Teppichen verhängtes Allerheiligstes, in dem sich neben andern geheimen Heiligtümern das angebliche troische Palladium (s. d., S. 334) befinden sollte. Diesen Raum durften nur die Vestalinnen und der Pontifex betreten, den Tempel auch Frauen in den Tagen vom 7.–15. Juni, wo die große Tempelreinigung vorgenommen wurde. An ihrem Staatsfest, den Vestalia, 9. Juni, brachten ihr die Matronen Speisopfer dar; auch Müller und Bäcker hielten zur Erinnerung an die Zeit, wo der Herd auch zum Brotbacken diente, Feiertag. Als Göttin des Opferfeuers wurde V. wie Janus bei jedem Gottesdienst mit verehrt und, wie jener zuerst, so sie zuletzt genannt. Während ihr Privatkult später hinter den Penaten zurücktrat, blieb ihre Stellung als Hauptvertreterin der altrömischen Religion bis in die letzten Zeiten des Heidentums unangetastet. Über ihre Darstellung in der Kunst vgl. Hestia. Vgl. Preuner, Hestia-Vesta (Tübing. 1864).
1874 Zeichen · 28 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Vesta

    Goethe-Wörterbuch

    Vesta [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    VESTA

    Hederich (Mythologie, 1770) · +3 Parallelbelege

    VESTA , æ, Gr . Ἑστία, ας, ( Tab. IX .) 1 §. Namen . Einige leiten den lateinischen Namen von vis , Gewalt , und stare ,…

  3. modern
    Dialekt
    Vestaf.

    Mecklenburgisches Wb.

    Vesta f. dass. : Vesta Pa Plauerh ; Sporn; Schw Holth ; Vester Lu Grab ; Gür; Wa Kieve .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit vesta

10 Bildungen · 10 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

vesta‑ als Erstglied (10 von 10)

vestafeuer

DWB

vesta·feuer

vestafeuer , n. , das heilige feuer der Vesta; übertragen: das uralte Vestafeuer aller zivilisation, den staat, vertheidige ich mit ihnen La…

vestale

DWB

vest·ale

vestale , f. , aus vestalis gebildet, jungfräuliche priesterin der Vesta, hüterin des heiligen feuers. doppelsinnig: in unserem vaterland he…

vestalenmäszig

DWB

vestalenmäszig , adj. : das völlige gegentheil von der vestalenmäszigen und endlich bis zu einem lächerlichen, ja sogar unanständigen überma…

vestalentracht

DWB

vestale·n·tracht

vestalentracht , f. : eine maske in einfacher vestalentracht, mit weiblicher begleitung, zog meine aufmerksamkeit auf sich Bauernfeld ges. s…

vestalin

DWB

vest·alin

vestalin , f. , s. vestale, f., das jetzt durch vestalin verdrängt ist. vestalin, ' bei den Römern eine priesterin der Vesta; uneigentlich e…

Vestalinnen

Meyers

vesta·linnen

Vestalinnen ( vestalische Jungfrauen ), die sechs Priesterinnen der Vesta (s. d.), Vertreterinnen der Hausfrau am römischen Staatsherd. Erfo…

vestalinnengesicht

DWB

vestalinnen·gesicht

vestalinnengesicht , n. , gesicht mit dem ausdruck der keuschheit: denn wie's nicht unmöglich ist, auf den galeeren Regulusköpf', und im zuc…

vestalisch

DWB

vesta·lisch

vestalisch , adj. , s. vestale und vestalin; gewöhnlich in übertragenem gebrauch: sie schienen beide ein paar echte vestalische schwestern z…

vestatempel

DWB

vesta·tempel

vestatempel , m. : die lebendige in den prytaneen und Vestatempeln unterhaltene flamme C. A. Böttiger kleine schriften (1837/38) 1, 399.