Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
verspil swv.
1. verderbe durch spiel. mit der mâcschaft verspilte Minne vil maneges herzen sinne täuschte sie, der sich nie keineʒ kunde entstân wieʒ umb ir liebe was getân Trist. 13009.
2. verliere durch spiel. du solt ir guot niht andern wîben geben noch verspiln noch vertrinken Bert. 319,17. Griesh. pred. 1,73. swaʒ man in dem prett verspilt über IX dn, des sol niemant gelten Münch. str. 344. der verspilt sîne besten zît altd. bl. 1,63. ir habt mir mangel vor gezilt und mîner ougen ecke alsô verspilt, daʒ ich iu niht getrûwen mac Parz. 292,10. wenn hier bei ecke an würfel zu denken ist, so ist der sinn: ihr habt meine augen im spiel verlieren lassen. vgl. 248,12: umbe den wurf der sorgen wart getoppelt, dô er den grâl vant, mit sînen ougen, âne hant und âne würfels ecke. — si begunden ein ander gern vil vientlîche mit den spern. der wart iewedereʒ verspilt (wurde in dem kampfspiel verloren) ûf die ringe durch den schilt daʒ man diu stücke hôhe sach ûf springen Karl 11939 B. oder ist hier verspilt part. von verspilden?