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Verleumden

mhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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11 in 10 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Verleumden v., trs

Bd. 5, Sp. 327b
Verleumden, v. trs. unverdient und durch falsche oder doch unerwiesene Thatsachen, die man erzählt, in einen bösen Leumund, d. h. in ein böses Gerücht, in bösen Ruf bringen und dadurch die Ehre angreifen. Einen Menschen verleumden. Feinde haben ihn bei seinen Vorgesetzten verleumdet. Verleumden druckt einen geringern Grad der Ehreschändung aus als verlästern, und es kann unvorsetzlich geschehen, da hingegen das Lästern immer vorsetzlich geschieht, das Anschwärzen geschieht auch durch falsche Beschuldigungen, welche man vorsetzlich macht. Afterreden, sagt weniger, es braucht dabei keine böse Absicht zu Grunde zu liegen, und das Böse oder Nachtheilige, was man von Andern sagt, kann wahr oder auch nur sehr gering sein; allein es ist den Gesetzen der Weisheit und Güte entgegen. Eberhard. I weiterer Bedeutung gebraucht man verleumden noch in den Gerichten einiger Gegenden ≠ für berüchtigen. Ein verleumdeter Dieb, ein berüchtigter, besonders ein solcher, welcher schon die Folter ausgestanden hat. D. Verleumden. D. — ung. S. d.
1042 Zeichen · 18 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    verleumden

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    ver-leumden s. verliumunden.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Verleumden

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Verleumden , verb. reg. act. in einen bösen Leumund, in ein böses Gerücht, in einen bösen Ruf bringen, so daß ver hier e…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    verleumden

    Goethe-Wörterbuch

    verleumden [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    verleumdenschw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    ver-leumden schw. : wie schd., umgspr., ve (r) leimde [verbr.], -leumde [verbr. mittl. VPf]. Syn.: anschwärzen , auskehr…

  5. Sprichwörter
    Verleumden

    Wander (Sprichwörter)

    Verleumden 1. Verleumd vnd leug ohn alle Schew, allzeit ja etwas hafft dabey. – Petri, III, 12. Dän. : Bagtal frit, der …

  6. Spezial
    verleumden

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ver|leum|den vb.tr. scraié fora, baié fora, descredité (-tëia), difamé (-mëia), calunié (-iëia), roviné l’inom (la reput…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit verleumden

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Cotta, M. (2026). „verleumden". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/verleumden/campe
MLA
Cotta, Marcel. „verleumden". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/verleumden/campe. Abgerufen 19. May 2026.
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Cotta, Marcel. „verleumden". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/verleumden/campe.
BibTeX
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