Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
verkuppeln
verkuppeln
kuppeln Vb. ‘beweglich miteinander verbinden’ (Fahrzeuge, Wagen), älter auch ‘mit Riemen, Stricken aneinanderbinden’ (besonders Tiere), mhd. kuppeln, Variante neben gleichbed. koppeln (s. d., wo Weiteres zur Herkunft). Auch im Sinne von ‘(gegen Entgelt) geschlechtliche Beziehungen vermitteln, arrangieren’ (14. Jh.) steht kuppeln zunächst unterschiedslos neben koppeln, doch setzt sich hier die u-Form (seit etwa 17. Jh.) in der Literatursprache durch. Sie gilt ferner für aus Kupplung (s. unten) rückgebildetes kuppeln ‘die Kupplung (eines Kraftfahrzeugs) betätigen’. – Kuppler m., Kupplerin f. ‘Vermittler(in), Stifter(in) von amourösen Beziehungen, Eheschließungen’, spätmhd. kuppelære, kuppelærinne, mnd. koplerinne. Kuppelei f. ‘Vermittlung, Begünstigung amouröser Beziehungen (gegen Entgelt)’ (17. Jh.), älter Kupplerei (15. Jh.). verkuppeln Vb. ‘ein Paar zu einer Liebesbeziehung zusammenbringen, eine amouröse Beziehung ermöglichen’, auch ‘eine Heirat stiften’ (15. Jh.). Kuppelpelz m. ‘Lohn für Vermittlungsdienste’ (18. Jh.), zunächst wahrscheinlich in Gestalt eines Pelzes, später jede Form der Entlohnung für entsprechende Dienste; geläufig sich einen Kuppelpelz verdienen ‘erfolgreiche Vermittlungsdienste leisten, ein Paar zusammenbringen’ (18. Jh.). Kupplung f. ‘lösbare Verbindungsvorrichtung an Maschinen, Maschinenteilen, Kraftfahrzeugen’ (19. Jh.).