Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
verdünnen
verdünnen
dünn Adj. ‘nicht dick, mager, schmal, schwach’, ahd. thunni ‘zart, schmal, schwach, dünn’ (8. Jh.), mhd. dünne ‘dünn, zart, seicht’, asächs. thunni ‘dünn, still, untief’, mnd. dünne, mnl. dunne, nl. dun, aengl. þynne ‘dünn, mager, flüssig, schwach, arm’, engl. thin, anord. þunnr, schwed. tunn (germ. *þunwi-, wohl aus *þenu-), außergerm. aind. tanúḥ ‘dünn, klein, schwächlich’, lat. tenuis ‘dünn, fein, zart’, griech. tanaós (ταναός) ‘gestreckt, ausgedehnt, weit, lang’, aslaw. tьnъkъ ‘fein, zart’, russ. tónkij (тонкий) ‘dünn, fein, schlank’. Alle Adjektivbildungen gehören zur Wurzel ie. *ten- ‘dehnen, ziehen, spannen’ (s. dehnen) und bedeuten eigentlich ‘lang gedehnt’. – verdünnen Vb. ‘dünn, flüssig machen’ (18. Jh.).