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verdrießlich

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
11 in 11 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

verdrießlich

verdrießlich

verdrießen Vb. ‘Ärger bereiten, mißmutig machen’, ahd. firthrioʒan (11. Jh.; vgl. irthrioʒan, 9. Jh., zithrioʒan, um 900), mhd. verdrieʒen, mnd. vordrēten, mnl. nl. verdrieten, Präfixbildung zu dem untergegangenen Simplex mhd. drieʒen ‘drängen, treiben, drohen’; vgl. asächs. āthriotan ‘verdrießen’, aengl. (ā)þrēotan ‘ermüden, überdrüssig werden, verdrießen’, anord. þrjōta ‘aufhören, ermangeln, mißlingen’, schwed. tryta ‘mangeln, fehlen, ausgehen’, got. usþriutan ‘beschwerlich fallen’ (germ. *þreutan ‘bedrücken, ermüden’). An außergerm. Verwandten sind heranzuziehen lat. trūdere ‘stoßen, drängen’, lit. triū̃sas ‘mühevolle Arbeit’, triū̃sti ‘arbeiten’, aslaw. trudъ ‘Mühe, Anstrengung, das Erarbeitete, Besitz’, truditi sę ‘sich mühen, bemühen, arbeiten’, russ. trud (труд) ‘Mühe, Arbeit’, trudít’sja (трудиться) ‘sich mühen’, so daß ie. *treud- ‘quetschen, stoßen, drücken’ erschlossen werden kann, eine Dentalerweiterung der Wurzel ie. *ter(ə)-, *treu- ‘reiben, drehend reiben, (reibend) durchbohren’ (s. drehen). – verdrossen Part.adj. ‘mißmutig, mürrisch, lustlos’, mhd. verdroʒʒen, auch ‘träge’, mit dem Antonym unverdrossen Part.adj. ‘unermüdlich, emsig und ohne Anzeichen von Ärger oder Verdruß’, mhd. unverdroʒʒen. verdrießlich Adj. ‘schlechtgelaunt, mißmutig, ärgerlich, mürrisch, unangenehm’ (15. Jh.); vgl. mnd. vordrēt(e)līk; Verdrießlichkeit f., mhd. verdrieʒlīcheit. Verdruß m. ‘Ärger, Mißmut, Unzufriedenheit’, mhd. verdrōʒ (neben verdrieʒ), ahd. firthrōʒ (9. Jh.) sowie ahd. urthrioʒ (9. Jh.), mhd. urdruʒ ‘Überdruß, Unlust, Ekel’. Überdruß m. ‘durch Übersättigung hervorgerufene Abneigung, Widerwille’ (16. Jh.); vgl. daneben frühnhd. überdrieß, überdrutz (16. Jh.), mhd. überdrōʒ. überdrüssig Adj. ‘Überdruß empfindend, satt, müde, leid’ (16. Jh.).
1772 Zeichen · 67 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Verdrießlich

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Verdrießlich , -er, -ste, adj. et adv. von dem vorigen Zeitworte und der Ableitungssylbe lich. Es ist in doppeltem Verst…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    verdrießlich

    Goethe-Wörterbuch

    verdrießlich [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    verdriesslich

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    verdriesslich [fərtrìəslik Su. Co. Bf. ; –li Geisp. K. Z. ; fərtrîsli Str. ] Adj. 1. akt. Verdruss erregend. V. Wëtter G…

  4. Sprichwörter
    Verdriesslich

    Wander (Sprichwörter)

    Verdriesslich Verdriesslich (mürrisch) wie eine alte Treppe. Die bei jeder Berührung knarrt. Böhm. : Jest nevrlý jako st…

  5. Spezial
    verdrießlich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ver|drieß|lich adj. 1 (verärgert) moché (-cá, -cada) 2 (mürrisch) mure (muri, mura) 3 (unzufrieden) malcontënt (-nc, -a)…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit verdriesslich

3 Bildungen · 1 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von verdriesslich 3 Analysen

ver- + driesseln + -lich

verdriesslich leitet sich vom Lemma driesseln ab mit Präfix ver-, mit Suffix -lich, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Alternativen: ver-+driesslich verdriess+-lich

Zerlegung von verdriesslich 3 Komponenten

(ver+dries)+slich

verdriesslich setzt sich aus 3 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

verdriesslich‑ als Erstglied (1 von 1)

Verdrießlichkeit

Pfeifer_etym

verdriesslich·keit

verdrießen Vb. ‘Ärger bereiten, mißmutig machen’, ahd. firthrioʒan (11. Jh.; vgl. irthrioʒan, 9. Jh., zithrioʒan, um 900), mhd. verdrieʒen, …

verdriesslich als Zweitglied (1 von 1)

Unverdrießlich

Campe

unverdriess·lich

Unverdrießlich , adj . u. adv . nicht verdrießlich, sowol keinen Verdruß machend, als auch, keinen Verdruß zeigend. Davon d. — keit .

Ableitungen von verdriesslich (1 von 1)

Unverdrießlich

Campe

Unverdrießlich , adj . u. adv . nicht verdrießlich, sowol keinen Verdruß machend, als auch, keinen Verdruß zeigend. Davon d. — keit .

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „verdriesslich". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/verdriesslich/pfeifer_etym?formid=PF_verdrie_lich
MLA
Cotta, Marcel. „verdriesslich". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/verdriesslich/pfeifer_etym?formid=PF_verdrie_lich. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „verdriesslich". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/verdriesslich/pfeifer_etym?formid=PF_verdrie_lich.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„verdriesslich"},
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