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Verdienst

mhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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17 in 16 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Verdienst

Bd. 5, Sp. 279b
Verdienst, — es, Mz. — e. 1. Der Verdienst, dasjenige was man verdient hat; ohne Mehrzahl. So nennt man den Lohn für seine Dienste und Arbeiten Verdienst. Vielen, guten, wenigen, schlechten  Verdienst haben. Von seinem Verdienste leben. Dies Geld ist mein ganzer Verdienst. Ih hätte ihm diesen Verdienst gern zugewendet. I weiterer und uneigentlicher Bedeutung, dasjenige was uns für unsere sittlichen Handlungen zu Theil wird, es sei nun Gutes oder Übles. »Darum schüttete ich meinen Zorn über sie — und gab ihnen also ihren Verdienst auf ihren Kopf.« Ezech. 22, 23. 2. Das Verdienst. (1) das nothwendige und gerechte Verhältniß, in welchem die Folgen unserer Handlungen mit uns selbst stehen, und welches entweder angenehm belohnend, oder unangenehm und bestrafend ist; ohne Mehrzahl und ohne Artikel. »Nach Verdienst vergelten«, so wie der es verdient hat. Jer. 25, 14. »Nach Verdienst strafen.« 2 Macc. 4, 38. Er ist dafür nicht nach Verdienst belohnt worden. Einen nach Verdienst befördern. Zuweilen auch für Verdienstlichkeit. »Its aber aus Gnaden, so ists nicht aus Verdienst der Werke. — Its aber aus Verdienst der Werke, so ist die Gnade nichts, sonst wäre Verdienst nicht Verdienst.« Röm. 11, 6. (2) Eine Handlung, wie auch, eine Eigenschaft, wodurch man sich Ansprüche auf Dank, Belohnung  Anderer erwirbt. Er hat das Verdienst, daß er den Anfang gemacht und die Bahn gebrochen hat. Man wollte das Verdienst, was er um diese Sache hat, nicht anerkennen. Ohne unser Verdienst erweiset uns Gott täglich so viel Gutes. »Wir werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade.« Röm. 3, 24. Ein Mann von vielen Verdiensten. Große und viele Verdienste um jemand, um die Stadt, um den Staat haben. Sich viele Verdienste um jemand erwerben. »Sie erlauben jedem seinen Titel, seinen Rang, seine Kleider und Equipage (Wagen und Pferde), nur nicht seine Verdienste geltend (gelten) zu machen.« Göthe. Zuweilen auch sammelwörtlich. Eines Andern Verdienst anerkennen. »Man fand abscheulich, daß der Mann von Verdienst immer zurückstehen müsse,«  Göthe. Das Verdienst Kristi, die großen Verdienste, welche er sich durch seine Lehre und sein Leiden um uns erworben hat. (3) Sammelwörtlich und uneigentlich, verdiente Personen. Das Verdienst hervorziehen, auszeichnen. Wehe dem Lande, wo das Verdienst nach Brote gehet, oder betteln gehet.
2341 Zeichen · 48 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    verdienststm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    ver-dienst stm. meritum Dfg. 358 b . verdienst ( erwerbung ) des ablâsz Chr. 11. 724,4 ;

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Verdienst

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der und das Verdienst , des -es, plur. die -e, von dem vorigen Zeitworte. 1. Dasjenige, was man verdienet oder verdienet…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Verdienst

    Goethe-Wörterbuch

    Verdienst [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Verdienst

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Verdienst , im theologischen Sinn, s. Meritum .

  5. modern
    Dialekt
    Verdienst

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    Verdienst Band 3, Spalte 3,1700

  6. Spezial
    Verdienst1

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    Ver|dienst 1 n. (-[e]s,-e) 1 (verdienstliche Tat) mirit (-ic) m. 2 (Anspruch auf Anerkennung) mirit (-ic) m. ▬ sich Verd…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit verdienst

30 Bildungen · 23 Erstglied · 4 Zweitglied · 3 Ableitungen

Ableitung von verdienst

ver- + dienst

verdienst leitet sich vom Lemma dienst ab mit Präfix ver-.

Zerlegung von verdienst 2 Komponenten

ver+dienst

verdienst setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

verdienst‑ als Erstglied (23 von 23)

Verdienstauszeichnungen

Meyers

Verdienstauszeichnungen für Zivilverdienst (hierzu Tafel »Verdienstkreuze« und »Verdienstmedaillen«, mit Textbeilage). Neben den Orden und v…

verdienstchen

DWB

verdienst·chen

verdienstchen , n. , demin. zum vorigen: wenn sie mir nicht noch .. manchmal ein verdienstchen zuschanzten. Tieck 5, 5, 19 .

Verdienst (das)

Wander

verdienst·das

Verdienst (das) 1. Das Verdienst altert nicht. Wenn es wahr ist, dass das Verdienst nicht altert, so wird es doch vergessen. 2. Das Verdiens…

Verdienst (der)

Wander

verdienst·der

Verdienst (der) 1. A Ferthinst gongt me a Swin tu Bêd an stênt me a Hannen wedder ap. ( Amrum. ) – Haupt, VIII, 368, 285. Der Verdienst geht…

verdienstet

Idiotikon

verdienstet Band 13, Spalte 802 verdienstet 13,802

Verdienstgehalt

Campe

verdienst·gehalt

○ Der Verdienstgehalt , — es, Mz. — e , ein Jahrgehalt, zu welchem Verdienste um das allgemeine Beste  berechtigen (Pension ). Der Fürst se…

verdienstli(ch)

Idiotikon

verdienstli(ch) Band 13, Spalte 783 verdienstli(ch) 13,783

verdienstlich

DWB

verdienst·lich

verdienstlich , adj. bene meritus, stets in gutem sinne, fehlt den ältern wörterbüchern, erst bei Frisch 1, 196 c und Adelung versuch 4, 140…

verdienstlichkeit

DWB

verdienstlich·keit

verdienstlichkeit , f. ' die eigenschaft da eine handlung verdienstlich ist ' Adelung versuch 4, 2, 1401 , nach der älteren bedeutung von ve…

verdienstlos

DWB

verdienst·los

verdienstlos , adj. des verdienstes, erwerbes oder anspruchs auf anerkennung entbehrend; adverb: zürne der schönheit nicht, dasz sie schön i…

Verdienstorden der preußischen Krone

Meyers

Verdienstorden der preußischen Krone . Aus Anlaß des 200jährigen Jubiläums des Königreichs Preußen hat Kaiser Wilhelm II. durch Urkunde vom …

verdienstreich

DWB

verdienst·reich

verdienstreich , adj. groszen erwerb abwerfend: ein verdienstreiches jahr, jahr in dem man viel geld verdient hat, besonders aber übertragen…

verdienstvoll

DWB

verdienst·voll

verdienstvoll , adj. anspruch auf anerkennung besitzend: gegen hundert namen, die alle erst in diesem kriege, als namen verdienstvoller held…

verdienst als Zweitglied (4 von 4)

hauptverdienst

DWB

haupt·verdienst

hauptverdienst , n. : nicht dieses, ... dasz er schön geschrieben, ist sein hauptverdienst; nein, sondern dasz er tugendhaft gelebt. Gellert…

Nëbe(n)verdienst

Idiotikon

Nëbe(n)verdienst Band 13, Spalte 783 Nëbe(n)verdienst 13,783

Schreibverdienst

DRW

schreib·verdienst

Schreibverdienst, m. wie Schreiblohn (I) der stadtschreiber [hat] ... uͤber unterschiedliche bey der stadtschreiberey vorfallende verrichtun…

unverdienst

DWB

unver·dienst

unverdienst , n. , mangel an verdienst, nichtverdienst, unverdienstlichkeit, verdienstlosigkeit; zu verdienst 2 c. mnl. nl. onverdienste: al…

Ableitungen von verdienst (3 von 3)

Mißverdienst

GWB

Mißverdienst neutr in der Fügung ‘Verdienst und M.’ okkasionell iSv tadelnswerte Züge, Mängel der künstlerischen Gestaltung (eines Gemäldes)…

unverdienst

DWB

unverdienst , n. , mangel an verdienst, nichtverdienst, unverdienstlichkeit, verdienstlosigkeit; zu verdienst 2 c. mnl. nl. onverdienste: al…

unverdienstlich

DWB

unverdienstlich , adj. , gth. v. verdienstlich. nl. onverdienstelijk. zu verdienstlich 1 in kirchlich-theologischem sinne: ain mensch leyde …