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verbleiben

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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13 in 11 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

verbleiben

verbleiben

bleiben Vb. ‘einen Ort nicht verlassen, einen bestimmten Zustand beibehalten, übrig sein’, ahd. bilīban ‘(weg-, unter)bleiben’ (8. Jh.), mhd. belīben, blīben, mnd. mnl. blīven, nl. blijven, aengl. belīfan sind Präfixbildungen zu einem untergegangenen Simplex germ. *līƀan, zu dem auch die Kausativa ahd. leiben ‘hinterlassen, übriglassen’, aengl. lǣfan, anord. leifa gehören. Die germ. Formen verbinden sich mit aind. limpáti ‘schmiert, klebt (an)’, griech. lípos (λίπος) ‘Fett’, lit. lìpti ‘kleben (bleiben), klebrig sein’, aslaw. prilьpěti ‘anhaften’ und führen auf ie. *leip- ‘mit Fett beschmieren, kleben’, eine Erweiterung der Wurzel ie. *lei- ‘schleimig, schmieren’ (s. Leim), so daß für bleiben von ‘klebenbleiben, haften’ auszugehen ist (dazu s. auch leben). Möglich ist für germ. Formen mit der Bedeutung ‘übrigbleiben, -lassen’ aber auch ursprüngliche Zugehörigkeit zur Wurzel ie. *leiku̯- (s. elf und leihen). – verbleiben Vb. ‘an einem Aufenthaltsort oder in einem Zustand bleiben’, ferner ‘übereinkommen’, mhd. verblīben, verlīben ‘bleiben, ausbleiben’; dazu Verbleib m. ‘das Verweilen, Aufenthaltsort’ (aus der Kanzleisprache des 18. Jhs.). unterbleiben Vb. ‘nicht geschehen, nicht stattfinden’, seit frühnhd. Zeit belegt, doch vgl. spätmhd. underblībunge. übrigbleiben Vb. ‘als Rest zurückbleiben’ (15. Jh.), älter (heute umgangssprachlich, vornehmlich nordd.) überbleiben, mhd. überbelīben, mnd. ōverblīven, nl. overblijven; vgl. ahd. urbarlīban ‘übrigbleiben’ (9. Jh.); dazu Überbleibsel n. ‘kleiner Rest’ (17. Jh.); vgl. nl. overblijfsel. bleibenlassen Vb. ‘unterlassen, nicht mehr tun’, mhd. in der Fügung belīben lāʒen. Hinterbliebene(r) m. f. ‘Angehörige(r) eines Verstorbenen, Leidtragende(r)’ (18. Jh.), substantiviertes Part. Prät. zu dem heute untergegangenen Verb hinterbleiben ‘zurückbleiben’ gegenüber einem Scheidenden, Weggehenden. Bleibe f. ‘Aufenthaltsort, Unterkunft, Herberge’ (19. Jh.), besonders durch die Jugendbewegung verbreitet; älter, heute aber aufgegeben, sind gleichbed. Bleibeort m. und Bleibestätte f. (17. Jh.).
2058 Zeichen · 75 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Verbleiben

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Verbleiben , verb. irreg. neutr. (S. Adelung Bleiben ,) mit dem Hülfsworte seyn. 1. Für das einfache Zeitwort, in dessen…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    verbleiben

    Goethe-Wörterbuch

    verbleiben [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    Verbleiben

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    Verbleiben Band 2, Spalte 2,1223

  4. Sprichwörter
    Verbleiben

    Wander (Sprichwörter)

    Verbleiben Verbleibe, was du bist, so lebst du wohl zu aller Frist. Lat. : Quod sis, esse velis nihilque malis. – Summum…

  5. Spezial
    verbleiben

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ver|blei|ben vb.intr. 1 (bleiben) resté (-ta), romagne (-agn, romagnü) 2 (übrig bleiben) avanzé (-za).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit verbleiben

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Ableitung von verbleiben

ver- + bleiben

verbleiben leitet sich vom Lemma bleiben ab mit Präfix ver-.

Zerlegung von verbleiben 2 Komponenten

verb+leiben

verbleiben setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

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