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upstan

mnd. bis Dial. · 2 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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2 in 2 Wb.
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Eintrag · Westfälisches Wb.

upstan V.

Bd. 5, Sp. 408
up-stan V. [verbr.] 1.1. sich (von seinem Sitzplatz) erheben. Kind, staoh up un laot olle Lüde sitten! (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@OsterwickOw). — Ra.: Opston, Stuie vergon wer aufsteht, kann sich nicht beklagen, dass er seinen Platz verliert (Kr. SoestSos Kr. Soest@HöingenHö). Kr. WiedenbrückWie upsteiht, diän de Platz vergeiht (Kr. BürenBür Kr. Büren@GrundsteinheimGr). — 1.2. sich aus liegender Stellung aufrichten, auf die Füße stellen. — Sprichw.: Woa nicks fällt, kann ouk nicks opstohn (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). — 1.3. (nach dem Schlaf, nach einem Krankenlager) das Bett verlassen. Tīdich opsten (Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@DrensteinfurtDr). Fröü opstn (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@ElseyEl). Du maus ēä opstōan! (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). He mott draiml nachts upstn (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh). Opstonn, dr Heiland is geborn in der Weihnachtsnacht nun muss der Wachthabende um drei Uhr von Haus zu Haus gehen und rufend die Leute wecken (Kr. OlpeOlp Bn). — Ra.: He is nich gut upstauhn hat schlechte Laune (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe || mehrf.). Dann mauß ’e ēä opstōan wenn du etwas bei mir ausrichten willst (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Sprichw.: Well froh upsteht, de ett sik arm; well lange schlöpp, höllt ’t Bedde lange warm (WmWb || mehrf.). Wä fräü opstǟit un doch niks dait, kömmt auk nicht wīt (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Bekker wīt goahen well, mat fröih opstoahn wer etwas schaffen will, muss früh anfangen (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@Gegend LüdenscheidLs). — 1.4. auferstehen. Vann’e Dauen (Toten) opstōan (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). De Kranke suiht iut, as wann heu van en Däoen opstohn wär (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@KirchveischedeKv). — 2. plötzlich entstehen, da sein (WmWb). Dat steht so vöör di up z.B. plötzliche Krankheit, ein Unglück (WmWb). Dann steht ’t Schuur up dann zieht das Gewitter auf (WmWb). — 3. IdW.: Do stäit niks beï op dabei kommt nichts heraus, das bringt keinen Gewinn, wenig Nutzen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh || mehrf.): Bi dä Friggerigge stait niks op bei der Freierei kommt nichts heraus (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor WWB-Source:252:SchleefSchleef).
2781 Zeichen · 96 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    upstânstv.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    upstân , (selten:) op-, stv. ( Präs. : Ind. 2. Sg. -steyst, steyst up, 3. Sg. -steyt, -stât, -stêhet, -stêt, steyt up ; …

  2. modern
    Dialekt
    upstanV.

    Westfälisches Wb.

    up-stan V. [verbr.] 1.1. sich (von seinem Sitzplatz) erheben. Kind, staoh up un laot olle Lüde sitten! ( Kr. Coesfeld Ko…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit upstan

19 Bildungen · 19 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

upstan‑ als Erstglied (19 von 19)

upstandan

KöblerAnfrk

upstan·dan

upstandan , st. V. (6) nhd. aufstehen ne. arise, stand (V.) up ÜG.: lat. exsurgere MNPs, surgere MNPs Hw.: vgl. ahd. ūfstantan* Q.: MNPs (9.…

upstânde (hö̂vet)touw(e)/tākel

MNWB

upstânde (hö̂vet)touw(e)/tākel stehendes, der Maststütze dienendes Tauwerk , „ 1 schute cum malo et vpstande towe et raa ” (Strals. Lib. mem…

upstandel...

KöblerMnd

upstandel... , Präf. nhd. „Aufsteh...“ Hw.: s. upstandelküssen E.: s. upstanden, up (4), standel

upstândelküssen

MNWB

° upstândelküssen , n. : Rückenkissen, „ 6 upstandelküssen , davon de besten bladen nicht aver 4 {Mark}. 6 aldags upstandelküssen, dat blat …

upstandelkussen

KöblerMnd

upstandelkussen , N. Vw.: s. upstandelküssen*

upstandelküssen

KöblerMnd

upstandelküssen , N. nhd. Stehkissen, Rückenkissen E.: s. upstandel, küssen (1) L.: Lü 454b (upstandelkusen)

upstândenisse

MNWB

upstand·e·nisse

upstândenisse , ° -stânnisse (Sächs. Wchr. 198), -stântnisse, f. : Christi Auferstehung, „ vnghelouighe lude, de nicht en geloueden godes vp…

upstandesk

WWB

upstand·esk

up-standesk Adj. aufgebracht, aufgeregt, nervös. Wat is he upstands! ( WmWb ).

upstandicheit

KöblerMnd

upstandicheit , F. Vw.: s. upstandichhēt*

upstandichhēt

KöblerMnd

upstandichhēt , F. nhd. Auferstandensein, Auferstandenheit, Auferstehung E.: s. upstandich, hēt (1) L.: Lü 454b (upstandicheit)

upstândiger

MNWB

upstan·diger

° upstândiger , m. : jemd. der aufersteht, „ Christe, en war vpstandigher der doden ” (Ev. Nicod. 49).

upstandære

KöblerMnd

upstandære , M. nhd. Aufsteher, Aufstehender, Auferstehender E.: s. upstanden, ære, up (4), standære L.: Lü 454b (upstander)

Upstanstīd

WWB

upstan·s·tid

Up-stans-tīd f. [WMünsterl Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck Rek Dor] Zeit zum Aufstehen.