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upstan

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Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

upstân stv.

Bd. 3-2, Sp. 882
upstân, (selten:) op-, stv. (Präs.: Ind. 2. Sg. -steyst, steyst up, 3. Sg. -steyt, -stât, -stêhet, -stêt, steyt up; Imp. Sg. -stâ, stâ up, stant up, Pl. -stât, stât up; Prät.: Ind. 3. Sg. -stunt, stunt up, stont up, Pl. -stunden up, stonden up; Konj. 3. Sg. -stunde, -stünde, -stonde, -stôde, -stôt, Pl. -stünden; Part. Prät. -[ge]stân, -gestanden, uppestân): I. intrans. — 1. sich aufrichten, „Vpstan surgere” (Voc. Strals. ed. Damme 469), „Surgere ... vpstan” (De Man 230), „upstan surgere” (SL: Hamb. dt.-lat. Gl.). — 1.1. (mit belebtem Subj.:) aufstehen, sich erheben, (aus dem Bett:) „wan du van deme slape vpsteist, so schaltu dy in deme huse eyn kleyne vorgaen vnde recken dyne litmaten vth tolike” (Goth. Arzneib. 154), „Wen de lucht dicke vnde dakafftich is / so schal me nicht vro vp stan” (Nd. Wort 37, 103), (vom Krankenlager:) „segghet eme dat ik raedt an eme soke wer ik ok van desser kranckheit moge vpstan vnd leuen” (Lüb. Hist. 121), (vom Tisch:) „do stunden de beiden hertogen ... up von dem dische und dankeden minem hern” (Oldecop 82), (vom Boden:) „stureste du nicht dine suster, ik wil se slan, dat se nummer sall upstan” (Livl. Ub. II 1, 655), (vom Sitz bei bedeutsamen Handlungen oder Äußerungen:) „ouer der tafelen schal dat / hogeste swigent wesen. ok schole gy alto male. tom gracias / vpstan” (Nonnensp. 237), „Ne kumt he to der dridden ladunge nicht vore, die klegere sal up stan, unde sik to kampe bieden” (Ssp. []1 I, 63 § 5), (zum Ausdruck des Respekts:) „wen unse sprake so gemeen wer als juwe, ik wolde dar nicht vör upstahn” (Lauremberg ed. Lappenberg 70); — aufstehen und damit eine Sitzung beenden, „So wor eyn man syne claghe vorbringhet, vnde er de ander tho vullenkamen antworde kumpt dat recht darvnder vpsteyt: so syn se beyde lyke vrygh” (Hamb. StR ed. Reincke 87), „wat ouer blift, ofte de rad vpstan wolde, dat scal de scriuere jn sunderlike cedelen scriuen” (Ub. Brschwg. 1, 29); — vom Tode auferstehen, „Vpstan van dode resurgere a mortuis” (Voc. Strals. ed. Damme 469), „Alle tît hore ik des gerichtes basunen ... Dede alsus lût: stât up, gi doden” (Lüb. Tot. 88), „Se wanden oc, dat de koning Karl upgestanden were unde mit in vore unde se geleidede” (Sächs. Wchr. 180); — sich widersetzen, „Vpstan anstan insolere insolescere” (Voc. Strals. ed. Damme 469), „Da auer Gallion landtvaget was in Achaia / stunden freuelicken vp alle de Joͤden” (Wittenb. NT 1528 Apostelgesch. 18, 12), c. Präp. tēgen „unse erlike rad ... schulle hebben wedderstrevich gewesen und des stoles to Rome gebode versmadet und dar tomale unschemeliken teghen uppgestaͤn” (Hanserec. II 4, 368); — (bildl.:) c. Präp. van sich abkehren, lossagen von, „Darvmme schole wij ... upstan van den sunden der dusternisse” (Plen. ed. Katara 4), „Woe hijr is kentlick, woe wy sullen upstaen van allen quaet” (Veghe ? Wyng. 24). — 1.2. sich nach oben kehren, „Ik mende dat wy bunden garuen in deme akkere. vnde dat mine garue vp stund vnde stund. vnde iuwe garuen vmme her stande vnde ambededen mine garuen” (Lüb. Bibel Gen. 37, 7; Halberst.: „rychtede syk”); — emporwachsen, „So wen it [dat senepes korne] ghe seghet is so steit it up vnde werdet groter wan alle krut” (Buxteh. Ev. Marc. 4, 32). — 2. aufkommen, entstehen, „dorch narheyt alle quad upsteyt” (Narrenschyp 232), „so scholde de unfrede so lichtliken yn my nicht up staen” (Imitatio 27), „Ut dem sutwesten stunt up ein ungewontlich bitter, sur und brusende stormwint” (Oldecop 368), (vom Feuer:) ausbrechen, „eft wur vuͤr vpstode ... dar scholden se dragen de vurhaken vnde dat vuͤr lesschen helpen” (Ub. Brschwg. 1, 26), (vom Aufruhr:) „Begevet sik, dat jenich wederwillicheit unde upror twischen geystliken wartliken personen to Honover, borgeren unde inwoneren upstunde” (Büttner Hannover 110); — erlassen werden, „Were dat over also, dat en nye recht upstunde, dat in dessen boke nicht ghescreven en were” (Nowg. Schra 114); — erhoben werden, „so wat Klage upsteith van Testament, dat sall de Radtman richten” (Rig. StR ed. Oelrichs 42); — gegründet werden, „Jnt iare unses heren ... []upstunt de orde der brodere van deme dudeschen huse” (Lüb. Chr. 1, 438). — 3. in Erscheinung treten, auftauchen, „Groth upacht und sorge schölen de visitatoren hebben und dragen, dat im lande nicht upstahn edder kahmen schwermers, effte sacrament-schenders” (Sehling 5, 473), „valsche propheten, de vpstunden vnder den volke” (Hieron. Briefe [a] 172); — zum Vorschein kommen, „ift hirna mer breve upstuͦnden, de mit dem benomden inghesegel beseghelt weren” (Ub. Hildesh. 3, 120). — 4. aufrecht stehen, „Vpstan sursum stare erectus stare” (Voc. Strals. ed. Damme 469), „Eth schall ... kein vpstande tymmer gebrocken vnde vth dem blecke verkoft edder gefort werdenn” (Otternd. StR 322), „uppstande kraghen” (Livl. Ub. II 2, 301), „ein vpstande minsche” (Kantzow 53); — nach oben gerichtet sein, „in Sunte Barberen nachte do ginck de vloet twe vpstaende vot hoger alse se Anno 76 dede” (Staatsb. Mag. 9, 713); — (Vbdgg.:) upstânde erve bauliches Erbgut, (im Ggs. zu liggende grunde:) „de schal tovoren zin upstande erve unde liggende grunde vorkopen” (Lüb. Urt. 4, 98), „vpstande erve liggene grunde mach men nenerleye wise entferen den rechten erven” (Brem. Rqu. ed. Oelrichs 245); —
5331 Zeichen · 138 Sätze

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    upstânstv.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    upstân , (selten:) op-, stv. ( Präs. : Ind. 2. Sg. -steyst, steyst up, 3. Sg. -steyt, -stât, -stêhet, -stêt, steyt up ; …

  2. modern
    Dialekt
    upstanV.

    Westfälisches Wb.

    up-stan V. [verbr.] 1.1. sich (von seinem Sitzplatz) erheben. Kind, staoh up un laot olle Lüde sitten! ( Kr. Coesfeld Ko…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit upstan

19 Bildungen · 19 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

upstan‑ als Erstglied (19 von 19)

upstandan

KöblerAnfrk

upstan·dan

upstandan , st. V. (6) nhd. aufstehen ne. arise, stand (V.) up ÜG.: lat. exsurgere MNPs, surgere MNPs Hw.: vgl. ahd. ūfstantan* Q.: MNPs (9.…

upstânde (hö̂vet)touw(e)/tākel

MNWB

upstânde (hö̂vet)touw(e)/tākel stehendes, der Maststütze dienendes Tauwerk , „ 1 schute cum malo et vpstande towe et raa ” (Strals. Lib. mem…

upstandel...

KöblerMnd

upstandel... , Präf. nhd. „Aufsteh...“ Hw.: s. upstandelküssen E.: s. upstanden, up (4), standel

upstândelküssen

MNWB

° upstândelküssen , n. : Rückenkissen, „ 6 upstandelküssen , davon de besten bladen nicht aver 4 {Mark}. 6 aldags upstandelküssen, dat blat …

upstandelkussen

KöblerMnd

upstandelkussen , N. Vw.: s. upstandelküssen*

upstandelküssen

KöblerMnd

upstandelküssen , N. nhd. Stehkissen, Rückenkissen E.: s. upstandel, küssen (1) L.: Lü 454b (upstandelkusen)

upstândenisse

MNWB

upstand·e·nisse

upstândenisse , ° -stânnisse (Sächs. Wchr. 198), -stântnisse, f. : Christi Auferstehung, „ vnghelouighe lude, de nicht en geloueden godes vp…

upstandesk

WWB

upstand·esk

up-standesk Adj. aufgebracht, aufgeregt, nervös. Wat is he upstands! ( WmWb ).

upstandicheit

KöblerMnd

upstandicheit , F. Vw.: s. upstandichhēt*

upstandichhēt

KöblerMnd

upstandichhēt , F. nhd. Auferstandensein, Auferstandenheit, Auferstehung E.: s. upstandich, hēt (1) L.: Lü 454b (upstandicheit)

upstândiger

MNWB

upstan·diger

° upstândiger , m. : jemd. der aufersteht, „ Christe, en war vpstandigher der doden ” (Ev. Nicod. 49).

upstandære

KöblerMnd

upstandære , M. nhd. Aufsteher, Aufstehender, Auferstehender E.: s. upstanden, ære, up (4), standære L.: Lü 454b (upstander)

Upstanstīd

WWB

upstan·s·tid

Up-stans-tīd f. [WMünsterl Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck Rek Dor] Zeit zum Aufstehen.