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unwillen

mhd. bis Dial. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
11 in 10 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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14

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

unwillen verb.

Bd. 24, Sp. 2219
unwillen, verb., nauseare; für die bildung kommt weniger 2willen mit un IV C D in betracht als unwille, m., 2. ahd. unwillon Graff 1, 830; mhd. unwillen wb. 3, 673b; Schmeller-Fr. 2, 893; Fischer schwäb. wb. 6, 278. vomere, unwillen, grawen, kotzen Schöpper syn. d vb. die construction ist mannigfaltig. mir unwillet (gramm. 4, 232): uns unwillt jetzund über die leichte speis (4. Mos. 21, 5) bibel (1483) 77a; erste d. bibel 4, 79, 35 var.; unsern seelen unwillet ab diser leichten speisz Keisersberg baum der seligkeit 20d; Züricher bibel (1531) 4. Mos. 21 A; dillenwasser ist guot, welchem vast unwillt oder sich vast bricht, der trinke es allen tag H. Braunschweig kunst zu destillieren (1500) 40a; wann den hunden etwann unwillet, essen sie grasz, davon würt ihnen geholfen H. Bock kräuterb. vorr. 63a. der magen unwillet: wan ein mensch mer isset, dan er sol, so unwillet im der mag Keisersberg narrenschiff 15d; Ryff spiegel der gesundheit (1544) 59a; und disz ist ... die ursach, dasz der mage so gar alteriert und unwillet J. de Acosta America (1605) 68. ich unwille: und als sie das wasser getrunken hatten, wurden sy unwillen und huoben die hand für ire mund Steinhöwel Äsop 39 Ö.; ein speis, ab der ein mensch unwillt Keisersberg seelenparadis vorr. 4a; als ... der keyser zuovor gantz foll gewesen, hat er angefangen heftig zuo unwillen Wickram 3, 285, 38 B.; desgleychen hilft sy (die eselsmilch) denyhenigen, die da stAets unwillend Forer Geszners thierb. (1563) 43b; Fuglin de praestigiis daemonum (1586) 245a. sich unwillen: dasz die frauwen sich stettigs unwillen und brechen müessen Thurneiszer erdgewächse (1578) 108. etwas unwillen, herausbrechen: ein hund, der wider gat zu dem, das er von im hat geunwillet quelle bei Ch. Schmidt els. wb. 384a. erbrechen verursachen: ein mittel, das unwillet bibl. älterer schriftw. d. Schweiz I 5, 138. im bilde: und ist vil mehr zu verwundern, wie er Scherer solchen unlust selbs erleiden kan, wann er dise seine lumpenmusz in einander backet und kochet, dasz ihme darüber nicht unwillet S. Huber wider Scherers bettlermantel (1592) 1. übertragen: got unwillet ein unreinen sünder Keisersberg bei Ch. Schmidt els. wb. 384a; so du lew bist, so unwil ich dich narrensch. 182d; aber die wile du lw wilt syn, so unwillest du der seelen myn (offenb. 3, 16) S. Brant narrenschiff 84, 24 Z.; in welchen (kirchen) so etwas ernstlichs wirt gesagt, so nöffzens, schnarchens, da unwilt allen, ja jederman tregt einen unlust und unwillen darab S. Franck moriae enc. 83, 1 G. unwillend, part. adj. (vgl. mhd. wüllende Lexer 3, 892): ein unwillende sAettigkeit M. Herr schachtafeln d. gesundheit (1533) G g 2a; wan man auch des honigs zuvil nimpt, macht es den magen u. Ryff spiegel d. gesundheit (1544) 58a; confectb. 66a; Ruoff hebammenb. 128; seinem unwillenden magen Kirchhof wendunmut 1, 5 Ö.
2897 Zeichen · 70 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    unwillenswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    unwillen swv. mir unwillet ich empfinde ekel. nauseo unwillin gl. Mone 6,436. alse dem unwillet ab unreiner spîse Mart. …

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    unwillensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    unwillen , sw. V. nhd. unwillig werden, grollen, zürnen, streiten Vw.: s. vör- Hw.: s. unwilligen; vgl. mhd. unwillen E.…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    unwillenverb.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    unwillen , verb. , nauseare; für die bildung kommt weniger 2 willen mit un IV C D in betracht als unwille, m., 2. ahd. u…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Unwillen

    Goethe-Wörterbuch

    Unwillen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  5. modern
    Dialekt
    Unwillen

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Unwillen m. wie hochd. ‘uf das nyemant kein unwillen abe ime empfohen möge’ Str. 16. Jh. Brucker 399. — Bayer. 2, 891.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit unwillen

10 Bildungen · 3 Erstglied · 5 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von unwillen

un- + willen

unwillen leitet sich vom Lemma willen ab mit Präfix un-.

unwillen‑ als Erstglied (3 von 3)

unwillendes

KöblerMnd

unwillen·des

unwillendes , (verneintes Part. Präs.=)Adv. nhd. widerwillig, nicht freiwillig, gegen den eigenen Willen, unkontrolliert, ohne Absicht Hw.: …

unwillenes

KöblerMnd

unwille·nes

unwillenes , Adv. nhd. widerwillig, nicht freiwillig, gegen den eigenen Willen, unkontrolliert, ohne Absicht Hw.: s. unwillendes E.: s. un..…

unwillentlich

DWB

unwillentlich , adj. , nicht willentlich ( s. d. ): dieser unwillentlichen und gleichsam instinctmäszigen ehrerbietung K. Fr. Cramer Nesegga…

unwillen als Zweitglied (5 von 5)

beunwillen

Idiotikon

beunwillen Band 15, Spalte 1287 beunwillen 15,1287

vörunwillen

KöblerMnd

vörunwillen , sw. V. nhd. ärgern, beleidigen, in Streit geraten (V.), sich zanken, Unwillen erregen Hw.: s. vörunwilligen E.: s. vör, unwill…

überunwillen

Idiotikon

überunwillen Band 15, Spalte 1287 überunwillen 15,1287

Ableitungen von unwillen (2 von 2)

beunwillen

Idiotikon

beunwillen Band 15, Spalte 1287 beunwillen 15,1287

verunwillen

Idiotikon

verunwillen Band 15, Spalte 1287 verunwillen 15,1287