Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
unfleisz m.
unfleisz , m. , gegenstück zu fleisz. ahd. mhd. unvlîʒ; mnd. unvlît; mnl. onvlijt ( nl. onvlijtigheid). aus mundarten selten verzeichnet; bei Staub-Tobler 1, 1211 nur im wortspiel: nid mit fliss, aber mit u n fliss. vgl. Fischer 2, 1565 . mhd. von Tauler ( s. u. ) gebraucht, sonst unüblich ( Lexer kannte es nicht ), wird es seit dem 15. jh. häufiger und entwickelt, wie personificierung ( s. 5) und sprichwort ( s. 6) zeigen, reiches leben, von dem sich fast nichts in die heutige sprache gerettet hat; das in seiner bedeutungsentfaltung einseitig verflachte wort gilt heute als willkommener zwisch…