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unbehende

mhd. bis nhd. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MNWB
Anchors
13 in 8 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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15

Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

unbehende adj.

Bd. 3-2, Sp. 134
unbehende um-, adj.: 1. plump, ungestalt, „unbehende grossus” (SL: Hamb. dt.-lt. Gl.), „he hadde ene grote, unbehende tungen, dat he sere stamerde unde nicht wol spreken konde” (Derendorf 250), „do brack her Johan Hemeling buwmester thom dome, dat grote unbehende plumpe graf wech, welchs midden im Dome stundt” (Renner ed. Klink 1, 375), „Eyn grôt unbehende blâsebalch is dem kleynen pü̂ster överpaget” (Köker ed. Cordes 8), „Merke oick, woe de wertlike lude eers herten hof graven, myt groten kluten, myt unbehenden stucken” (Veghe ? Wyng. 361). — 2. unhandlich, „Es weren ock nene sunderlicke register im wercke effte vertoge, (darentjegen) breide claver effte claves, dryer vinger breit, grot und unbehende (to spelende)” (Ribn. Chr. 156). — 3. unpassend, unschicklich, „Incomitus (cf Incomptus Gloss.) vnbehende” (Dief. nov. 37), „ineptus unbehende” (SL: Hamb. dt.-lat. Gl.), „Wu ik dar to laster und schende Und si dar mede ser unbehende, Des wil ik mi nicht verromen” (D. v. Soest 172). — 4. minderwertig, „Hyr ynne saltu dencken, oftu gicht vnrecht gud heuest dat dy geeruet mach wesen eder dattu seluer heuest gewunnen ... myt wokere, myt truferie, myt vnbehenden quaden gelde” (Langenberg 91). — 5. unklug, „Iners vnweyse V.a. 1420.
1268 Zeichen · 34 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    unbehendestf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +8 Parallelbelege

    unbehende stf. ungeschicklichkeit. myst. 1,316,1.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    unbehendeAdj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    unbehende , Adj. nhd. unbehende, unförmlich, unpassend, grob, schwer handhabbar Hw.: vgl. mhd. unbehende (1) Q.: Derendo…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    unbehendeadj. adv.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    unbehende , unbehend , adj. adv. , gegentheil von behende, behend; mhd. unbehende Lexer 2, 1754 ; Jelinek 750; mnd. unbe…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit unbehende

6 Bildungen · 6 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von unbehende 3 Analysen

un- + behende

unbehende leitet sich vom Lemma behende ab mit Präfix un-.

Alternativen: un-+behend+-e unbehend+-e

Zerlegung von unbehende 2 Komponenten

unbe+hende

unbehende setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

unbehende‑ als Erstglied (6 von 6)

unbehendecheit

KöblerMhd

unbehendecheit , st. F. Vw.: s. unbehendicheit*

unbehendelĩk

MNWB

unbehende·lik

° unbehendelĩk , adj. : schwer handhabbar, ungefügig, „ vnbehendelick intractabilis” (Liljebäck Gl. 48).

unbehendelīchen

KöblerMhd

unbehende·līchen

unbehendelīchen , Adv. nhd. ungeschickt, gröblich Q.: Zeitz (14./15. Jh.) E.: s. unbehende (1), *lich? (1) W.: nhd. DW- L.: LexerHW 2, 1755 …

unbehendelīk

KöblerMnd

unbehendelīk , Adj. nhd. „unhandlich“, schwer handhabbar, ungefügig Q.: Liljebäck Gl. 48 E.: s. un... (1), behendelīk L.: MndHwb 3, 2, 134 (…