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umringen

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
8 in 8 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

umringen

umringen

Ring m. ‘kreisförmiges Gebilde’, ahd. (h)ring (8. Jh.), mhd. rinc, ring, auch ‘Panzerring, (ringförmige) Versammlung, Gericht, Platz’, asächs. hring, mnd. rink, mnl. rinc, nl. ring, afries. aengl. hring, engl. ring, anord. hringr, auch ‘Schwert, Schlange, Schiff’, schwed. ring (germ. *hrenga-, woraus finn. rengas ‘Ring’) führt mit aslaw. krǫgъ, russ. krug (круг) ‘Kreis, runde Scheibe’ auf ie. *(s)krengh- (s. auch 2ringen und ablautendes Runge), eine nasalierte Erweiterung der Wurzel ie. *(s)ker- ‘drehen, biegen, kreisend bewegen’ (s. schräg, Schrank). – rings Adv. ‘rundherum, im Kreis, überall’ (1. Hälfte 16. Jh.), obd. gerings (Mitte 15. Jh.), aus präpositionalen Wendungen wie frühnhd. zu ring vmb, zu rings vmbher mit adverbiell erstarrtem genitivischem -s; vgl. ringsherum, frühnhd. rings herumb. 1ringen Vb. ‘einen Ring bilden, mit einem Ring versehen’ (vereinzelt bis ins 18. Jh., heute unüblich). Als schwaches Verb vom Substantiv abgeleitet, ahd. (h)ringen ‘zu einem Kreis formen’ (um 1000; vgl. gi(h)ringen ‘einen Kreis bilden, umgürten’, 10. Jh.), (h)ringōn ‘(im Kreis) aufstellen’ (9. Jh.), mhd. ringen ‘mit einem Ring versehen’; dazu die Präfixverben beringen Vb. ‘mit einem Ring versehen’, mhd. beringen ‘umzingeln’; umringen Vb. ‘dicht umgeben, umstellen, umdrängen’, ahd. umbi(h)ringen (8. Jh.), mhd. umberingen; vgl. ahd. umbi(h)ring (8. Jh.), mhd. umberinc ‘Umkreis, Kreislauf’. Ringel m. n. (auch f.) ‘kleiner Ring, kleineres ring-, kreisförmiges Gebilde, Gebäck’, ahd. (h)ringila f. ‘Ringelblume, kreisförmiges Gebäck’ (10. Jh.), (h)ringilo m. ‘Ringelblume’ (11. Jh.), mhd. ringel(īn), ringele, auch ‘kleines ringförmiges Gebilde, kleiner Ring’, Deminutivbildung zum Substantiv. ringeln Vb. ‘zu kleinen Ringen formen, Kreise, Schnörkel bilden, entstehen lassen’, reflexiv ‘die Form von Ringeln annehmen’, ahd. (h)ringilōn ‘mit Ringeln versehen’ (Hs. 12. Jh.), mhd. ringeln, auch reflexiv ‘sich ringeln, kräuseln’. Ringelblume f. gelb blühende Gartenblume mit ringförmig gekrümmten Früchten, mhd. ringelbluome, vgl. ahd. ringula f., ringilo m. (10. Jh.). Ringelnatter f. graugrüne, mit drei bis sechs Reihen schwarzer Flecken und einem weißen bis gelben Fleck an beiden Seiten des Hinterkopfes gezeichnete Natter (Ende 18. Jh.). Nach den schwarzen Ringeln auf der Haut? Weil sie sich ringelnd fortbewegt, oder weil sie sich zusammenringelt? Ringelspiel n. öst. obd. südwestd. ‘Karussell’ (18. Jh.).
2424 Zeichen · 97 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Umríngen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Umríngen , verb. regul. act. ich umringe, umringt, zu umringen, eigentlich mit einem Ringe umgeben. Am häufigsten auf al…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    umringen

    Goethe-Wörterbuch

    umringen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    umringen

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    umringe n feindlich umgeben Mü. ‘Mä hät is umrungä n un s hüs välä n iin aa ’ Landsman Lied. 82. — Bayer. 2, 121.

  4. Spezial
    umringen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    um|rin|gen vb.tr. 1 cercené (-nëia), zircondé (-dëia) 2 (umzingeln) stlüje ite, sighé ite.

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Cotta, M. (2026). „umringen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 17. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/umringen/pfeifer_etym
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Cotta, Marcel. „umringen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/umringen/pfeifer_etym. Abgerufen 17. May 2026.
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Cotta, Marcel. „umringen". lautwandel.de. Zugegriffen 17. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/umringen/pfeifer_etym.
BibTeX
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