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tünchen

mhd. bis Dial. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
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12 in 9 Wb.
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

tünchen schw.

Bd. 2, Sp. 616
tünchern, tünchen schw. : 'Wände anstreichen', dinjere (dinjərə) [verbr.], dinchere (dinχərə, dinšərə) [verbr. VPf, vgl. Bertram § 217], dinje [NW-Haßl Spey PfId. 33], dünje [SOPf (Nachlaß Heeger) PfId. 37]; die Stubb dinjere [RO-Als]. Die Stuwwe werren alle zwä Johr gedinicht [LA-Mörzh]. Ginslich (Gänschen) un Fingerlich, un d' Stobb werd gedincht, sin so e paar Wörter, wu d' um Bergzawere findscht [Feierowend 22.9. 1956]. a. 1559: vßwendig vnd jnwendig zu dünchen vnd mit farben ... außstreichen [J. G. Lehmann Burgen und Bergschlösser V 221]. a. 1621: zwo Cammern ... gedüncht, geweißt vnd Kalck Esterich darin gemacht [WerschwSchR, Bl. 179]. — F.: Zum Übergang von -χ- (mhd. -ch-) in -j- in der Verkleinerungssilbe -chen (bisχə/bisjə 'bißchen', dišχə/dišjə 'Tischchen', šwęndsχə/-jə 'Schwänzchen' u. a.) vgl. Christmann Kaulb. § 105,5. Das Nebeneinander von -χ- und -j- erscheint auch sonst vielfach, vgl. z. B. lēχə/lējə 'legen', folχə/-jə 'folgen', moʳχə/-jə 'morgen'. Die Form dinχərə bzw. dinjərə ist offenbar kein Iterativ zu dem sehr selten belegten dinχə, sondern Verbalbildung zu Tüncher. — Südhess. I 1828 u. 1829; Rhein. VIII 1461; Bad. I 595.
1173 Zeichen · 42 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    tünchenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    tünchen swv. tünchen Tuch. 94,28. tunchen Chr. 5. 215,11. tünichen ib. 153 anm. 3. md. donchen Frankf. baumstb. 1407 , 2…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Tünchen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Tünchen , verb. regul. act. eigentlich, mit einem flüssigen Körper überstreichen. Es ist indessen nur noch in engerer Be…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    tünchen

    Goethe-Wörterbuch

    tünchen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Tünchen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Tünchen , eine Wand mit Kalkmilch oder Leimfarben anstreichen; auch das Abreiben der Wand mit seinem Putzmörtel vor dem …

  5. modern
    Dialekt
    tünchen

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    tünchen s. tünchern .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tuenchen

3 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von tuenchen

tuen + -chen

tuenchen leitet sich vom Lemma tuen ab mit Suffix -chen.

tuenchen als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von tuenchen (2 von 2)

betünchen

DWB

betünchen , dealbare, übertünchen: kein krieg kann gerecht sein, so den tiefen grund legt ewigen kriegs. betüncht ihn, gleiszt ihn, er wird …

vertünchen

DWB

vertünchen , v. , übertünchen: verworfen wand oder verdinchte Pinicianus promptuarium a 1 c ; — dazu vertünchung Hoyer-Kreuter 1, 782 . über…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „tuenchen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/tuenchen/pfwb?formid=D05103
MLA
Cotta, Marcel. „tuenchen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/tuenchen/pfwb?formid=D05103. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „tuenchen". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/tuenchen/pfwb?formid=D05103.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„tuenchen"},
  year         = {2026},
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  urldate      = {2026-05-12},
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