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trommen

nhd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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5 in 3 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

trommen vb.

Bd. 22, Sp. 828
trommen, trummen, vb. nur im älteren deutschen belegtes schallnachahmendes wort, vgl. das nicht verwandte, aber ähnlich gebildete und gebrauchte anord. þruma (als skandinav. lehnwort engl. thrum, s. dazu Skeat etym. 641a). trommen ist wie das subst. tromme (s. d.) ins engl. und skandinav. entlehnt worden; im deutschen spärlich im spätmhd. und älteren nhd. bezeugt, mundartlich alem. in resten bewahrt, vgl. trummen Schmidt elsäss. 362b; Mankel Münsterthal 2, 269, s. auch Fischer schwäb. 2, 400; dasz trummen zunächst allgemein 'tiefe, dumpfe töne erzeugen' bezeichnete, ist möglich, aber durch folgende belege noch nicht sicher erweislich: ein murren und ein trummen sich hb, ein findlich brummen von armen handwerkslten Würzburger städtekrieg (um 1397) bei Liliencron hist. volksl. 1, 171a; vil kalter brunnen flussen vom hohen felsen ab zu tall, ir trummen wyt im wald erhall (anfang 16. jh.) amor, die liebe (o. o. u. j.) a 4a; älter und reicher belegt vom spielen der trommel oder pauke, meist mit pfeifen zusammen genannt: auch kund ich vidlen, trummen, pauken, pfeiffen Oswald v. Wolkenstein 64, 24 Schatz; dirre wil summern, der wil gîgen, der wil trummen, der wil swîgen Hugo v. Trimberg renner 16202 E.; (weiber,) die mit baucken und cympeln vorher trummen Seb. Franck weltbuch (1534) 193b; mit hoffieren, pfeiffen und trummen G. Westenberg an d. weltl. stände (1541) f 1a; wie man doch trummet, pfeifft und singt Ayrer 698 K.; trommen tabouriner Hulsius-Ravellus (1616) 330a; trommen bei Czepko (handschriftlich) nach P. Drechsler W. Scherffer 264; trommen, trummen M. Kramer dict. 2 (1702) 1148a; archaisierend: sie blasen, trummen P. Ernst kaiserbuch 3, 2, 322. zugehöriges trummer, trummerin stirbt schon im 15. jh. aus, vgl. drummer bei Bücher Frankf. berufswb. 41a, trumpper (nd. 15. jh.) Diefenbach gloss. 583c; tumberin (l. trumberin) nov. gloss. 364b.
1919 Zeichen · 55 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    trommen

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    trommen- s. trommel-.

  2. modern
    Dialekt
    trommenschw.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

     trommen schw. : ' trommeln ', drumme [ Lambert Penns 45]; dazu die Abl. Getrumme. — Zu Tromme . — Rhein. VIII 1389 ; L…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit trommen

19 Bildungen · 19 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von trommen 2 Komponenten

trom+men

trommen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

trommen‑ als Erstglied (19 von 19)

Trommenbeine

RhWB

trommen·beine

Trommen-beine -ē- Gummb-Berghsn Pl.: Tr. han klumpig gewachsene, klobige, nach innen gekehrte Füsse haben; auch für O-Beine.

Trommenbühne

RhWB

trommen·buehne

Trommen-bühne -byn Gummb (veralt.) n.: Söllerkammer, die durch einen Kasten, der mit dem Ofenrohr der Stube in Verbindung steht, erwärmt wir…

Trommendietrich

RhWB

trommen·dietrich

Trommen-dietrich -əldēreriχ Siegld m.: verächtl. einer, der sich zu allen mögl. Dienstleistungen missbrauchen lässt.

Trommenfell

RhWB

trommen·fell

Trommen-fell -əl- Allg. n.: das Tr. des Ohres. RA.: Der härr en deck Tr. hört nicht gut od. will nicht hören Altk-Birnb .

Trommenknüppel

PfWB

trommen·knueppel

 Trommen-knüppel m. : = Trommelschlegel , Drummeknippel [ Lambert Penns 45]. Bestimmungsw. zu Tromme . Rhein. VIII 1389 .

Trommenstock

RhWB

trommen·stock

Trommen-stock -əl- Rhein, Mos, Saar m.: 1. spitze Eisenblechhülse auf dem obern Mastende des Schiffes. — 2. übertr. -štk Pl. Skabiose Dinsl…

Trommentaube

RhWB

trommen·taube

Trommen-taube -əldū:f Köln-Stdt , Mettm f.: Taubenart, die einen trommelähnl. rollenden Ton von sich gibt.

trommenvoll

RhWB

trommen·voll

trommen-voll -·m.əfǫl  Trier , Wittl , Bernk , Koch Adj.: voll gefressen, vom Rind.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „trommen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/trommen/dwb?formid=T12250
MLA
Cotta, Marcel. „trommen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/trommen/dwb?formid=T12250. Abgerufen 11. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „trommen". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/trommen/dwb?formid=T12250.
BibTeX
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