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Tromme

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Tromme

Bd. 8, Sp. 1387
Tromme das Wort, ahd. trumba, mhd. trumbe, trumme, hat auch im Rhein. die Grundform trumme, u. zwar Rhfrk drum, -o-; Mosfrk -o·m., –u-; sonst tro·m. [Köln-Stdt, WSelfk, MülhRuhr -u-; um Kemp-Dülken -ǫ-] [das Berg hat schon neben tro·m. das nhd. tro·m.əl; ebenso neben drom auch droməl Birkf, Ottw; druməl »Kindertr.« Simm-Laub] [urkdl. trom Siegbg 1583; dromme gespilt Trier 1594; lermen vf der Trummen Siegld 1610; mit der trumel Aach 1662; die trom geschlagen MüEif 1676; Thrum MGladb-Neuwerk 1686]; Pl. -ə(n), Demin. selten -imχə(n), –e-, –ø-, –kə f.: 1. wie nhd., das Musikinstrument; de decke Tr. die Pauke; de klen Tr. od. kurzweg de Tr., die mit Schlegeln geschlagen wird; de Tr. schlage; en de Tr. schlage (haue) Rip, Allg.; en Tr. ness (nett als) en Tonn fassförm. Trommel Geld; de Regimentstr. Pauke Simm. RA.: de hät ene Buch wie en Tr. Rip, Allg. fress der ene Bauch (Panz) wie en Tr! Simm, Trier, Bernk; e Arsch wie e (gross, dick) Tr. Birkf-Idar, Schleid-Hellenth. De Fra (der Kerl) es su dick wie en Tr. Goar-Weiler, Allg.; su satt (voll, v. gefress) wie en Tr. Rhfrk, Mosfrk. De Tr. hät e Loch kräge die Freude ist gestört worden Köln-Stdt. Do's de Tr. drengeschlage scherzh. man bekommt zur Kirmes leichtes Bier Kemp. Mer ment, mer hät en Tr. en de Uhren bei anhaltendem Lärm od. lästig werdendem Geschwätz Prüm. De hät en Tr. onder de Schöərt (Schürze) ist schwanger Mörs, — de Tr. ömgehange Kemp; he hät ihr en Tr. angehange Sieg-Rhöndorf. Fremb, frech on fromm schleht övverall de Tr. Dür-Gürzenich. De es de Tr. am verjöcke bringt sein Geld durch MGladb. Er hot of sei Fra geschloh as wie of en Tr. Westerw, Allg. En de Tr. haue das Heft in den Händen haben Rip. Deə wellt Hase met de Tr. fange er will unmögl. Dinge tun Aach, Eup, — ene Wolf mö'r Tr. fange Monsch-Kalterherberg. Met de Tr. gewonne, met de Flöət verspeəlt in harter Arbeit erworben, spielend vertan Aach, — met de Pife verlore Köln-Stdt; met et Flötche gewonne, met der Tr. verteərt Heinsb. — Scherzfr.: A.: Wesste och, wat et schwerts Enstroment es? B.: Enä. A.: Da well ich der et sage: en decke Tr. voll Gedresse (Geschissen) MüEif. — Im Kinderld.: Rubbededupp (rubbediwupp), de kölsche Zupp (de franze Z.), der Tambour hät ejen Bocks gepupp (geschissen)! Nachahmung des Trommelschlages Heinsb. Tromm, tr., tr., sag den Bur, ich komm; nemm em Koh un Kälver af on sag och net, warom; tr., tr., tr., ich ben em och nit fromm! Dür-Stdt; tr., tr., tr., höu (hüte) dich, Bur, ich komm, ich breng dich nüs, ich nemm dich nüs en ben ouch net sihr fromm! Aach-Stdt; tr., tr., Triselke, wie roppelt dech dem Buk? Dat deht die kalde Bottermelk on de wärme Kuck (Kuchen) usw. Kemp-Grefr. Trommeldelomm, de ditsche Tr., honnertonvier es e Weltpläsier! Siegld. Tralalabomm, der Petter schläht de Tromm; et Lisett setz sech henge drop, der P. schl. met der Klöppel, drop tr. bomm! Aach-Warden. Herm, schlag Derm, schl. Pip, schl. Tr.! Heinsb, Dinsl. Hermen, schla Lermen (Lärm an), schla Pipen, schla Pummen, der Kaiser will kummen met all sinen Mannen (met iseren Stangen), w. Hermen ophangen! Gummb (nach einem alten Landsknechtld.). Heinzelche, kumm, schla mir de Tr., fihr mir dat Lehnche in Birkefeld rum, schrumm, schr., schr.! Birkf. Marieche, M., wo es dann dinge Jong? Om Nümart, om N. on schleht de decke Tr.! Rip. Ross, R., rill, Fillen wollt net lafen, wollt et de Bauer verkafen; se reiden on (in) et Feld on hon kai Geld; Tr. geschlahn, Bichs geladden, ein Häs'chen moss geschossen sein! Koch-Laub. Brölloəss, setz dich op de Kölleporz; wann de Kölsche komme, dann schlohn mer op de Tr.! Dür-Stdt. Annelies, Katzekies (-käse), setz dech en de Bunne; wenn et zwölf Uhre sin, dann kumme se met de Tr.ə! Köln-Widdersd. — 2. übertr. a. sachl. Trommelartiges. α. der muldenförm. Verbindungsteil des alten Säulenofens mit dem Ofenrohr; er hatte eine Öffnung nach oben, in die man Kochgeschirre einsetzen konnte, sonst mit einem flachen Eisendeckel mit Stiel verschlossen, Rip, SNfrk. — β. eiserne, hohle Ackerwalze Kemp, Klevld. — γ. Fischreuse SNfrk, Mörs, Dinsl, Duisb. — δ. Walze an der Dreschmaschine mit Zähnen, die das Getreide ausschlägt Allg. (vielf. in nhd. Lautung -əl). — ε. hölzerner Kasten zur Deckung der Mühlsteine Goar, Saarbg, Prüm, Gummb. — ζ. Haspel am Webstuhl, von der die Kette auf den Kettbom gebömt wird Kref, MGladb. — η. grössere Dose aus Blech od. Holz, bes. Brottr., in der das angeschnittene Brot aufbewahrt wird Allg., meist in nhd. Lautung -əl; Radkasten an Schiffen Rheinschiff; eiserner Behälter, in den die noch glühenden Backofenkohlen gescharrt werden Bitb, Wittl, Bernk, Koch, Kobl, Goar, May, Daun, Rip, Düss, Erk, MGladb. — En isern Trömmche (Behälter der alten Öllampe), en fett Pühlche (Öl), en wüllen Lömpche (Docht), owen drop en Pitter-Wellemche (Flamme); wat es dat? Gummb-Berghsn. — θ. -məl Ventilator mit Handbetrieb, in der Bergmspr. Saargeb. — ι. scherzh. en decke Tr. sehr dicker Bauch od. ebensolches Gesäss Rip. — b. persönl. verächtl. α. en (decke) Tr. dickes, watscheliges Frauenzimmer Trier, Bernk, Zell, Koch, Rip, Geld, Mörs; trø·m.əlχə Sieg-Scheiderhöhe; -y- Köln-Stdt (u. tru·m.əl m.). — β. tro·m.əl m. einfältiges Weib Monsch-Witzerath.
5255 Zeichen · 165 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
    Dialekt
    Trommef.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Tromme f. : ' Trommel ', Trumm (drum) [Kus KL-Reichb LU-Alsh LA-Wey Venn PfId. 37 (Bliesmg)], Druum [ Danner Penns 30]; …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tromme

122 Bildungen · 122 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

tromme‑ als Erstglied (30 von 122)

Trommelfell

SHW

Trommel-fell Band 1, Spalte 1753-1754

trommelartig

DWB

trommel·artig

trommelartig , adj. 1) dem geräusch des trommelns ähnlich: es ( das schwarzspechtmännchen ) bringt das trommelartige getöse auf eine wunderb…

Trommelbaß

Campe

trommel·bass

Х Der Trommelbaß , — sses, Mz . u. ein einförmiger, eintöniger Baß, besonders im Klavierspiel, z. B. wenn nur die Achten abwechselnd angesch…

trommelbasz

DWB

trommelbasz , m. , dem trommelton ähnelnde baszmelodie, entweder ganz eintönig oder auch zwischen prim und quinte hin und her springend: aus…

Trommelbauch

Campe

trommel·bauch

Х Der Trommelbauch , — es, Mz. — bäuche . 1) Ein aufgetriebener, wie eine Trommel ausgespannter Bauch. 2) Eine Person mit solchem Bauche. M.…

trommelbaum

DWB

trommel·baum

trommelbaum , m. , ausgehöhlter baumstamm, der den primitiven völkern als trommel dient: dem im dritten Bakaerédorf liegenden trommelbaum ha…

trommelbecken

DWB

trommel·becken

trommelbecken , n. , lärminstrument ( z. b. des imkers ) von beckenähnlicher form: unwissend, was die vergitterte mummer- oder zeittlerkapp …

trommelbegleitung

DWB

trommel·begleitung

trommelbegleitung , f. : einer ( der wilden ) singt unter trommelbegleitung eine strophe und der chor fällt am schlusse ein Ratzel völkerkde…

trommelbein

DWB

trommel·bein

trommelbein , n. , zu trommel 2 a; der knochen im gehörgang des ohres: hundeschädel, an welchen die trommelbeine ... ein feines gehör anzuze…

Trómmelbléch

Adelung

trommel·blech

Das Trómmelbléch , des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e, eine eigene Art messingenen Bleches, woraus die jetzt üblichen Soldate…

trommelbock

DWB

trommel·bock

trommelbock , m. 1) zu trommel 2 d, gestell, in das man kabeltrommeln legt: die trommeln ( mit telefondraht ) werden ... auf einen ... tromm…

trommelboden

DWB

trommel·boden

trommelboden , m. 1) trommelboden fondo di tamburro Kramer dict. 2 (1702) 148 b ; diaphragma, das zwergfell, ist ein fleischmäuszlein ... wi…

trommelchor

DWB

trommel·chor

trommelchor , m. , übereinandergeschichtete trommeln, vgl. Th. Fontane gedichte 7 282.

trommelei

DWB

tromme·lei

trommelei , f. , die tätigkeit, der vorgang des trommelns, übertragen vom trommelfeuer gesagt: früher war die trommelei von einer fast blöde…

trommelfasz

DWB

trommelfasz , n. , dasselbe wie trommelsarg, das gehäuse der trommel; bildlich: er hat einen bauch wie ein trommelfasz Kramer dict. 2 (1702)…

Trommelfeder

Campe

trommel·feder

Die Trommelfeder , Mz. — n , die Feder in der Trommel einer Uhr; zum Unterschiede von der Feder, welche die Unruh treibt.

trommelfell

DWB

trommel·fell

trommelfell , trummelfell , n. ( in älterer sprache daneben auch trummenfell zu tromme, trumme 1: etliche trummenfell, welche die münch zum …

trommelfellig

DWB

trommel·fellig

trommelfellig , adj. , wie ein trommelfell aussehend: Maria von Weber war ein melodiensammler, sonst dürr wie sein trommelfelliges gesicht C…

trommelfeuer

DWB

trommel·feuer

trommelfeuer , n. , anhaltendes schnelles artilleriefeuer zur vorbereitung eines angriffs, wegen der ähnlichkeit mit dem geräusch des tromme…

trommelfisch

DWB

trommel·fisch

trommelfisch , m. : trommelfische pogonias Oken allg. naturgesch. (1839) 6, 248 ; Brehm tierleben (1890) 8, 72 . —

trommelförmig

DWB

trommel·foermig

trommelförmig , adj. , die form einer trommel habend; zu trommel 2 c: trommelförmige handmühle Muspratt chemie (1889) 2, 358 ; zu trommel 2 …

trommelgarn

DWB

trommel·garn

trommelgarn , n. , zu trommel 2 b, trommelförmiges fischnetz: trommelgarn mit zwei eingängen Lueger technik (1894) 1, 11 . —

trommelgeräusch

DWB

trommel·geraeusch

trommelgeräusch , n. : durch diesen wohltätigen betrug blieb er standhaft, bis zu dem augenblicke, wo Santerre ihn durch trommelgeräusch am …

trommelgerassel

DWB

trommel·gerassel

trommelgerassel , n. : wart also dar fort ... zwischen die spiesze gestoszen mit grausamen trommelgerassel Schottel horrendum bellum gramm. …