Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
TRÂFEN
1. ohne zusatz. nu trif nu traf! der stoc sich wert Frl. 198,8.
2. mit präpositionen. hoften dar an treffen ihr ziel zu erreichen Pass. K. 449,63. die gehôrent unde treffent ze einem hîwiske eine familie ausmachen Windb. ps. s. 539. sus hât er dich behalten zeiner porte, diu nimer mê, noch sît noch ê, ze nieman traf noch hôrte beitr. 112. daʒ traf ze guoter lêre Diemer 80,23. daʒ dâ niht zuo traf nichts dem gleich kam Herb. 4762. vgl. Ath. E, 80. ouch hî zû wol eben trift schickt sich wol Jerosch. 9. a.
3. mit accus.
a. ohne zusatz. her Birtîn hâte ime gemeʒʒen daʒ ern rucke solde troffen hân Reinh. 807. uns möhte laster und schande hie treffen und berüeren troj. 51. c. der schade muoʒ in treffen das. 18. c. reht als der wilde donerslac hât troffen mich der sorgen schûr Engelh. 5401. — trif driu, sô gilte ich dir diu zwei Frl. 196,7.
b. mit adverbien. diu tjost in traf aldâ Parz. 597,29. vgl. 444,21.
c. mit präpositionen. er het in an daʒ houbet troffen H. Trist. 5215.
4. mit genitiv. nieman trûwete als um ein hâr, daʒ der pfîl iemannes trêfe Pass. K. 456,20.
5. mit adverbialpräpositionen. vür trift praestantior est gl. Mone 5,85. Welf hete mêrer kraft, wie lützel in daʒ half! daʒ rîche dar vür traf der kaiser behielt die oberhand kchr. 105. c. gerner treffe für diu art von gewonheit und von lêr Ls. 2,47. vgl. vertriffe.