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toven

mhd. bis nhd. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

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Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch

toven

toven, v.

nur mnd., mnl.
I stillstehen, Halt machen, sich aufhalten, abwarten; getovt sein lagern, vorhanden sein
  • niet dair voirbi te varen buten oirlof ons tolnairs, si en souden striken ende toeven, ende hoir scepe ende goide virtollen
    1400 MnlWB. VIII 501
  • is uns ene berightinghe vore gebracht, wo to dem sunde etlike tunnen ghetovet zint, de nicht en zin, alse ze wesen scholden
    1420 HanseRez. VII 148 Faksimile
  • in pütten, voerden und andern wegen, dar men nicht wiken kan, behört deme, de up dem drögen edder up der heide hölt, dat he schal töven, wente dat de ander dorch kumpt
    vor 1531 RügenLR. Kap. 101 § 7 Textarchiv: RügenLR. Kap. 101
II jn. gefangen nehmen, verhaften; (Güter) beschlagnahmen; die Handlung bleibt straffrei, wenn damit auf ein Unrecht reagiert wird; formelhaft: Leib und Gut toven jn. in Geiselhaft nehmen
  • umme H. van E., juwen boden, den wii ghevanghen hebben ... umme der not willen so hebbe wii den juwen wedder ghetoifft
    1421 HildeshUB. III 433 Faksimile
  • dat onse ondersaten die hantdedigen antasten, vangen, halden ind tueuen moigen
    1432 Nijhoff,Ged. IV 85
  • mit den vam sunde to spreken ... van her B.B. und siner guder wegen, de em tom sunde sint getovet und genomen
    1436 HanseRez.² I 470 Faksimile
  • deden zii des [koorn betalen] niet, dat dan die van D. die van H. off die ondersaten sheren van E. hoir liif ende goed thoeven moegen
    1438 HanseRez.² II 187 Faksimile
  • dat de here koning der van K. liff unde gud led toven umme dat etlike van K. ... den heren koninge ... hadden entswaren
    1447 HanseRez.² III 217 Faksimile
  • dat M.G. ... wor an queme ... wolde ene toven mit lubeschem rechte
    1453 StralsVerfestB. 83 Faksimile
  • so gii schriven von den schepe unde guderen, de myne knechte getovet hadden, ik de schepe unde gudere wolde qwyd laten
    1464 OstfriesUB. I 700 Faksimile
  • beweltiget oder getovet
    1486 HalberstUB. II 389 Faksimile
  • derwegen ons, onss bürgeren ende oeren guderen, waer se des mögen bekomen, up to haldende ende to tovende
    1493 OstfriesUB. II 472 Faksimile
  • wairt saicke, dat enich schout ymant off enich goet antasten of tuefde, die den raidt van onser stad dochte, dat hy mit beschyde nijt houden en mochte, dat soude hy laten varen
    1523 Amersfoort 156 Faksimile
  • wye van den poirteren ende inwoeneren sulche persoen of sijn goeden belette ende holpen toeven, sal tselve moghen doen sonder ban ende boet
    1528 WestfriesStR. II 92 Faksimile
  • stelt einer garvenkorne im velde van einem andern stücke, men magh den deef töven und anholden ane unrecht
    vor 1531 RügenLR. Kap. 120 Textarchiv: RügenLR. Kap. 120
III (jn.) anhalten, zum Stillstand, zur Aufgabe zwingen; nicht sicher von II zu trennen; auch: (Wasser) stauen (Beleg 1470)
  • we ... dat korn mer uthe deme stichte voire, dat me dene dar umme toyve
    1428 HildeshUB. IV 44 Faksimile
  • uppe dat malk in sinen saken ... mit vorsetliker vorlettinge nicht getovet noch vorhindert enwerde
    1440 HildeshUB. IV 317 Faksimile
  • nemant mach dat gemene water toeven
    1470 Richth. 263 Faksimile
  • moste D. der sake vellich bliven unde H.B. mochte ene dar umme upholden unde toven mit rechte
    1482 LübRatsurt. I 174
  • de raedt delede den breff by macht, vnde alze en D. dar bouen getouet hadde, dat mochte he sunder broke nicht gedaen hebben
    1484 OberhLüb. 231 Faksimile
  • [wy lauen den fuͤrsten desser saken haluen] nicht tho hatende, tho veydende, tho beschedyghende, tho hinderende, tho toͤuende, antovallende, to vorweldygende
    1494 DithmUB. 90 Faksimile
IV zögern, zaudern; sonder toven unverzüglich
  • is dat [huys] arffguet, dat komet na den dode sonder toeven in die wth geven arffnisse
    1470 Richth. 258 Faksimile
  • et were beter, wi toueden, bet dat de dach anbreke
    um 1542 HambChr. 118 Faksimile

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    tovenst. N.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    toven , st. N. Vw.: s. toben (2)

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    tovensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    toven , sw. V. Vw.: s. tȫven*

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    toven

    Deutsches Rechtswörterbuch

    toven, v. nur mnd., mnl. I stillstehen, Halt machen, sich aufhalten, abwarten; getovt sein lagern, vorhanden sein niet d…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit toven

32 Bildungen · 3 Erstglied · 28 Zweitglied · 1 Ableitungen

toven‑ als Erstglied (3 von 3)

toven, tuven

LW

toven·tuven

toven, tuven, sw. v. 1. intr. warten, zaudern; m. Gen. gewärtig sein; impers. sich hinziehen. 2. trans. aufhalten, so dass etwas oder jem. n…

toven als Zweitglied (28 von 28)

batstōven

MNWB

bat·stoven

batstōven ( ° -stāven im Ostseegebiet), m. , batstōve , f. , bādest- , bā̆st- Badestube, das öffentliche Badehaus wie der private raum Bader…

brōtoven

KöblerMhd

brōt·oven

brōtoven , st. M. nhd. „Brotofen“, Brotbackofen ÜG.: lat. clibanus Gl Q.: Gl (15. Jh.?) E.: s. brōt, oven W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 361 (b…

eitoven

Lexer

eit·oven

eit-oven stm. BMZ feuerofen Denkm. XLIII. 16,4. Griesh. (1,138 2,86). Myst. (2. 440, 20).

gildestōven

MNWB

gilde·stoven

° gildestōven , -stāven , -stōve , gil(t)- , m. , Gildestube, -versammlungsraum, Genossenschaftshaus , dann auch für die Gildemitglieder , G…

goltsmitoven

KöblerMhd

goltsmit·oven

goltsmitoven , st. M. nhd. „Goldschmiedeofen“, Schmelzofen des Goldschmieds ÜG.: lat. aurificina VocClos Q.: VocClos (2. Hälfte 14. Jh.) I.:…

küntoven

KöblerMhd

küntoven , st. M. nhd. Brennofen Q.: LexerHW (14. Jh.) E.: s. künten, oven W.: nhd. DW- L.: Lexer 119a (küntoven), LexerHW 1, 1784 (küntoven…

mālstōven

MNWB

mals·toven

° mālstōven , m. , Warteraum für die Mahlgäste oder zum Lagern des Korns bei Windstille (Norwg. Skra 136).

pēperstōven

MNWB

peper·stoven

° pēperstōven , m. : Gebäude in dem Gewürze gelagert oder umgeschlagen werden?, ût dēme hûs dat dâr steyt jēgen dēme p. (Ub. Goslar 3, 614).

pērdestōven

MNWB

perde·stoven

° pērdestōven , m. : festes Gebäude in dem Pferde untergestellt werden, Pferdestall (Rig. Kämmereireg. 1, 100 u. ö.).

râtstōven

MNWB

rat·stoven

râtstōven , m. ( Akk. Sg. -stōven ) ; ° -stōve (Hasselblatt 286, Anm. 1), ° -stōbe (Ub. Halberst . 2, 132), f. ( Dat. Sg. -n ): heizbarer Ve…

sêkstōven

MNWB

sek·stoven

° sêkstōven (seyk-) , sêken- (seyken-) , m. , Krankenstube (Nowgorod).

setstōven

MNWB

set·stoven

° setstōven , m. , Raum im ersten Stockwerk des Hofes in welchem im Sommer gegessen wurde (Bergen).

unbestōven

MNWB

unbe·stoven

(unbestōven) , ° umbestōven , adj. : nicht eingestaubt , „ man schall ein marienbeld maken laten u. in einer kiste bewaren, dat et umbestoue…

uptoven

KöblerMnd

uptoven , sw. V. Vw.: s. uptȫven*

vortoven

LW

vort·oven

vortoven, 1. intrans. zaudern, warten. 2. trans. retardare; ab-, erwarten, auch refl. m. Gen.?

Ableitungen von toven (1 von 1)

enttoven

LW

ent-toven, aufhalten, warten lassen.