Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
tirade f.
tirade , f. aus franz. tirade ( von tirer, ziehen ), musikalisch ein diatonischer lauf, sprunglauf; rhetorisch ein declamatorischer wortergusz, besonders ein inhaltloser, phrasenhafter: madame, .. pflegt man das, was sie uns eben itzt mit dem melodiösesten akzent von der welt vorgelesen haben, nicht eine tirade zu nennen? Wieland 6, 170 ; meine schöne tirade über die ungleichheit der stände. Thümmel reise 2 (1791) , 256; um mir meine lange tirade zu gute zu halten, darfst du nur hören, wie es mir heute ergangen ist. 5 (1794), 10; es wurde beschlossen, dasz eine ganz leere tirade, wenn der dich…