Tē²we m.
f. [allg.] 1.1. Zeh, Zehe; bewegliches Glied am Fuß des Menschen. Gräode Tain’n großer Zeh (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BischofshagenBi). Lüttke Tain’n kleiner Zeh (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BischofshagenBi). De Tǟim’m sint eäm vefrōan’n (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). De Tiwen dōit mi wi (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@HornHo). Miene Tehnen kiekt düör de Strümpe (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@WarendorfWd). Ek ha so kolle Täim’m (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@ElseyEl). Sik op de Tǟim’m stellen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Up Tain’n gohn auf Zehen, leise gehen (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@ReelkirchenRk). De Rüe schröget (schreit), wenn ’n eune up’n Tein trampet (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@SteinheimSh). In de Täib’m beïten in die Zehen beißen (Fastnachtsbrauch) (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs || mehrf.). — Ra.: Diämm doaut de Toaib’m nitt men woaih er ist gestorben (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@HemmerdeHm). Dīne graute Tǟiwe es niggelik (neugierig) du hast ein Loch im Strumpf (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Hei löät siner Frau de Täiwen nit koalt wären hält sie immer in Bewegung (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@Gegend LüdenscheidLs || mehrf.). De häff de Tehne in de Luft estocken ist gestorben (WmWb). Kolle Taiben kreïgen lange warten müssen (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@HilbeckHi || mehrf.). Sik te Täiwen stäoten sich betrinken (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl). He heff usen Hǟrguät alltīts bī’n Tēnt hat eine aufdringliche Frömmigkeit (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh). He wödd met de Tehne vööruut weggebracht ist gestorben (WmWb). Se löpp äöwwer’n groten Tee setzt die Füße beim Gehen nach innen (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). He kann nu noch lang noog öwwer’n grooten Tehn hen kieken ist gestorben (WmWb). Vam Kopp bis op de Tǟim’m von oben bis unten, durch und durch (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Opp de Teuwen triäen jmdm. zu nahe treten, jmdn. kränken, ermahnen (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@WarsteinWa || mehrf.); se het ne op de Tǟim’m trēän er fühlt sich gekränkt (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl || mehrf.); he häff sik sölws up de Tehne trääne hat sich selbst geschadet (WmWb). We’ me dïen nit op de Toiwen trïet, dann dait ’e in twoi Dāgen mä ǟ’ in oinem (ironisch) das ist ein Faulpelz (Kr. SoestSos WWB-Source:256:SchmBSchmB). Hei geiht op elwen Teiwen stolziert, tut vornehm; geht übertrieben vorsichtig (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@RixenRi || mehrf.). Ik sall em up’n Tehn föhlen die wahre Einstellung prüfen (WmWb). Hä hät dä Koalen op dä Täiwen liägen befindet sich in einer Notlage (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr || mehrf.). Se hïet op jäidem Täiwen en Musikanten ist tanzlustig (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LangendreerLd). Et ligget mie jo nich op dä Täiwen das können wir getrost noch verwahren, das stört mich nicht (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). — Sprichw.: Bai siek länger strecket ase de Dieke, diäm werd de Täiwen kolt wer besser lebt, als es seine Einnahmen gestatten, wird bald arm sein (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg || mehrf.). Van eunen seuhe eck leuwer de Teinen un van den annern de Hacken (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs || mehrf.). En Fulwammes häw Liwpine in den grauten Taihn (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi). — 1.2. Klaue (Frbg.). Blinne Tēen Afterklaue (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@CorveyKo); lütchen Toinen dass. (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@LeopoldstalLt). — 1.3.1. vorderer Teil am Pferdehuf (WmWb). — 1.3.2. warzenähnlicher Auswuchs an den Beinen des Pferdes (Frbg.) (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@NiedersfeldNf). — 2. einzelner kleiner Teil einer Knolle,
z.B. an Zwiebeln, Knoblauch. Äine Täiwe Knuflöuk (Kr. IserlohnIsl Is). ⟨›Tē²we‹
f. [WMünsterl Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor MSauerl KSauerl], ›Tē²we‹
m. (Kr. SoestSos Kr. Soest@SoestSo), ›Tē²wen‹ (auch Tēben, Tēm’m)
m. [Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. CoesfeldKos Kr. MünsterMün Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel Sos], ›Tē²ªne‹
f. [Kr. MindenMin Kr. HerfordHfd Kr. LemgoLem Kr. DetmoldDet Kr. HöxterHöx Bür], ›Tē²ªn‹
f. [Det], ›Tē²n‹
m. [Kr. WarendorfWdf Bek] bzw. ›Tē²ªn‹
m. [Kr. MindenMin Kr. TecklenburgTek Kr. HalleHal Kr. WiedenbrückWie Kr. HöxterHöx Kr. BürenBür Wal], Tēn
m. [WMünsterl], ›Tē¹n‹
m. (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WessumWe), ›Tē²e‹
m. (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@DrenkeDr), Tē
m. [WMünsterl], Tēnt
m. [Kr. SteinfurtStf Tek]. — WmWb hat Tēn
m. und Tēwe
f.⟩ ¶
WWB-Source:238:RhWbRhWb 9,731: Zehe; WWB-Source:207:NdsWbNdsWb 12,51: Tē², Tēe, Tēn, Ton; HnVwb 4,782: Zehe
f., Zeh
m. Zus.:→ Būren~,
Dweªrs~, Frūen-lǖde~,
Gengwer~,
Hō¹ner~,
Kinder~,
Kō¹~, Piᵉrde~,
Tip~, Titte~.