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tewe

mnd. bis sprichw. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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5 in 5 Wb.
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Eintrag · Westfälisches Wb.

Tē²we m.f.

Bd. 5, Sp. 856
Tē²we m.f. [allg.] 1.1. Zeh, Zehe; bewegliches Glied am Fuß des Menschen. Gräode Tain’n großer Zeh (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BischofshagenBi). Lüttke Tain’n kleiner Zeh (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BischofshagenBi). De Tǟim’m sint eäm vefrōan’n (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). De Tiwen dōit mi wi (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@HornHo). Miene Tehnen kiekt düör de Strümpe (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@WarendorfWd). Ek ha so kolle Täim’m (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@ElseyEl). Sik op de Tǟim’m stellen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Up Tain’n gohn auf Zehen, leise gehen (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@ReelkirchenRk). De Rüe schröget (schreit), wenn ’n eune up’n Tein trampet (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@SteinheimSh). In de Täib’m beïten in die Zehen beißen (Fastnachtsbrauch) (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs || mehrf.). — Ra.: Diämm doaut de Toaib’m nitt men woaih er ist gestorben (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@HemmerdeHm). Dīne graute Tǟiwe es niggelik (neugierig) du hast ein Loch im Strumpf (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Hei löät siner Frau de Täiwen nit koalt wären hält sie immer in Bewegung (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@Gegend LüdenscheidLs || mehrf.). De häff de Tehne in de Luft estocken ist gestorben (WmWb). Kolle Taiben kreïgen lange warten müssen (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@HilbeckHi || mehrf.). Sik te Täiwen stäoten sich betrinken (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl). He heff usen Hǟrguät alltīts bī’n Tēnt hat eine aufdringliche Frömmigkeit (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh). He wödd met de Tehne vööruut weggebracht ist gestorben [](WmWb). Se löpp äöwwer’n groten Tee setzt die Füße beim Gehen nach innen (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@StadtlohnSt). He kann nu noch lang noog öwwer’n grooten Tehn hen kieken ist gestorben (WmWb). Vam Kopp bis op de Tǟim’m von oben bis unten, durch und durch (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Opp de Teuwen triäen jmdm. zu nahe treten, jmdn. kränken, ermahnen (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@WarsteinWa || mehrf.); se het ne op de Tǟim’m trēän er fühlt sich gekränkt (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl || mehrf.); he häff sik sölws up de Tehne trääne hat sich selbst geschadet (WmWb). We’ me dïen nit op de Toiwen trïet, dann dait ’e in twoi Dāgen mä ǟ’ in oinem (ironisch) das ist ein Faulpelz (Kr. SoestSos WWB-Source:256:SchmBSchmB). Hei geiht op elwen Teiwen stolziert, tut vornehm; geht übertrieben vorsichtig (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@RixenRi || mehrf.). Ik sall em up’n Tehn föhlen die wahre Einstellung prüfen (WmWb). Hä hät dä Koalen op dä Täiwen liägen befindet sich in einer Notlage (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr || mehrf.). Se hïet op jäidem Täiwen en Musikanten ist tanzlustig (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LangendreerLd). Et ligget mie jo nich op dä Täiwen das können wir getrost noch verwahren, das stört mich nicht (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LaerLr). — Sprichw.: Bai siek länger strecket ase de Dieke, diäm werd de Täiwen kolt wer besser lebt, als es seine Einnahmen gestatten, wird bald arm sein (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg || mehrf.). Van eunen seuhe eck leuwer de Teinen un van den annern de Hacken (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs || mehrf.). En Fulwammes häw Liwpine in den grauten Taihn (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LienenLi). — 1.2. Klaue (Frbg.). Blinne Tēen Afterklaue (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@CorveyKo); lütchen Toinen dass. (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@LeopoldstalLt). — 1.3.1. vorderer Teil am Pferdehuf (WmWb). — 1.3.2. warzenähnlicher Auswuchs an den Beinen des Pferdes (Frbg.) (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@NiedersfeldNf). — 2. einzelner kleiner Teil einer Knolle, z.B. an Zwiebeln, Knoblauch. Äine Täiwe Knuflöuk (Kr. IserlohnIsl Is). ⟨›Tē²we‹ f. [WMünsterl Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor MSauerl KSauerl], ›Tē²we‹ m. (Kr. SoestSos Kr. Soest@SoestSo), ›Tē²wen‹ (auch Tēben, Tēm’m) m. [Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Kr. CoesfeldKos Kr. MünsterMün Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel Sos], ›Tē²ªne‹ f. [Kr. MindenMin Kr. HerfordHfd Kr. LemgoLem Kr. DetmoldDet Kr. HöxterHöx Bür], ›Tē²ªn‹ f. [Det], ›Tē²n‹ m. [Kr. WarendorfWdf Bek] bzw. ›Tē²ªn‹ m. [Kr. MindenMin Kr. TecklenburgTek Kr. HalleHal Kr. WiedenbrückWie Kr. HöxterHöx Kr. BürenBür Wal], Tēn m. [WMünsterl], ›Tē¹n‹ m. (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WessumWe), ›Tē²e‹ m. (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@DrenkeDr), Tē m. [WMünsterl], Tēnt m. [Kr. SteinfurtStf Tek]. — WmWb hat Tēn m. und Tēwe f.⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 9,731: Zehe; WWB-Source:207:NdsWbNdsWb 12,51: Tē², Tēe, Tēn, Ton; HnVwb 4,782: Zehe f., Zeh m. Zus.:→ Būren~, Dweªrs~, Frūen-lǖde~, Gengwer~, Hō¹ner~, Kinder~, Kō¹~, Piᵉrde~, Tip~, Titte~.
5918 Zeichen · 224 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    têwe

    Mittelniederdeutsches Wb.

    têwe s. 1 tê.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    TeweDie

    Campe (1807–1813)

    † Die Tewe , Mz. — n , im N. D. ein Hund. Besonders die Hündinn. Uneigentlich eine Schimpfbenennung für eine weibliche P…

  3. modern
    Dialekt
    Tew(e)

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Tew(e) -ē- = Zehe (s. d.).

  4. Sprichwörter
    Tewe

    Wander (Sprichwörter)

    Tewe 1. De de Tewe im Huse hett, de hett de Hünn' up'r Döre. – Eichwald, 1920. 2. Is mager de Tewe, sünt grot de Flöhe. …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tewe

30 Bildungen · 12 Erstglied · 18 Zweitglied · 0 Ableitungen

tewe‑ als Erstglied (12 von 12)

Tewecke

Campe

≠ Die Tewecke , Mz. — n , die Quecke (Triticum repens L .).

Tē²wenbīten

WWB

tewen·biten

Tē²wen-bīten n. [Hellweg Kr. Iserlohn Isl KSauerl] Rosenmontagsbrauch: die Jungen beißen den Mädchen in die Zehen und umgekehrt.

Tē²wennāgel

WWB

tewen·nagel

Tē²wen-nāgel m. [WMünsterl Stf] 1. Zehennagel. — Ra.: He konn sik de Tehnnäägel schnien, aone de Söcke uut te trecken hat Löcher in den Sock…

Tē²wenspitse

WWB

tewen·spitse

Tē²wen-spitse f. [verstr.] 1. Zehenspitze. Op de Tǟim’mspitsen gōan ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor die krfr. Städt…

Tē²wentriᵉd

WWB

Tē²wen-triᵉd m. a) Zehentritt. — Ra.: De Minske föllt (fühlt) keunen Teinentritt ist dickfellig, dumm. — b) Andeutung, Hinweis ( Kr. Detmold…

tewerpa

KöblerAfries

tewerpa , st. V. (3b) Vw.: s. towerpa

tewerpan

KöblerAs

tewerpan , st. V. (3b) nhd. „zerwerfen“, zerstreuen, zerstören ne. disperse (V.), destroy (V.) ÜG.: lat. (curvus) Gl, destruere GlEe, proice…

Teweser

Idiotikon

tewe·ser

Teweser Band 13, Spalte 2240 Teweser 13,2240

tewe als Zweitglied (18 von 18)

Būrtē²we

WWB

burt·ewe

Būr-tē²we Subst. „ Buernteene “ Pl. große Bohnen ( Kr. Warendorf Wdf Kr. Warendorf@Milte Mi ).

Dweªrstē²we

WWB

Dweªrs-tē²we f. Twiärtaiwe gespaltene Klaue der Kühe ( Kr. Meschede Mes Bö).

gagerwitewe

KöblerMhd

gager·witewe

gagerwitewe , st. F., sw. F. nhd. Dirne, ein Schimpfwort für Frau Q.: Teichn (1350-1365) W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 170 (gagerwitewe)

Gengwertē²we

WWB

gengwer·tewe

Gengwer-tē²we f. Ingwerteiwe ein Stück Ingwer ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor KÖPPEN).

grō²te Beddetē²we

WWB

grō²te Bedde-tē²we [verstr.] graude Tain ( Kr. Halle Hal Kr. Halle@Brockhagen Bh ) großer Zeh.

Heªrtewē²

WWB

Heªrte-wē² n. [verstr.] Herzeleid, Kummer.

Johantē²we

WWB

Johan-tē²we lange, längliche Zwiebeln. Dei Jehannestäiben schüiten int Louf ( Kr. Iserlohn Isl Is).

Kindertē²we

WWB

kinder·tewe

Kinder-tē²we [ Kr. Soest Sos Arn, sonst verstr. südl.] 1. Zehe eines Kindes. — 2. Kuchen zur Kindtaufe (Frbg.). — Spez.: übriggebliebenes Ba…

meisterwitewe

KöblerMhd

meister·witewe

meisterwitewe , st. F., sw. F. nhd. Meisterswitwe Q.: DRW (1368) E.: s. meister, witewe W.: nhd. DW- L.: DRW

schatewe

BMZ

scha·tewe

schatewe , schetewe schate. sîn schatewe gunde langen uber der weʒʒerlîne gang Herb. 2184. daʒ ir schatewe an sie kam Heinr. 3953. der schat…

schetewe

Lexer

sche·tewe

schatewe , schetewe swm. BMZ s. v. a. schate Herb. Heinr. Myst. ( auch schatwe st. ) Mein. Evang. 292 b . schatwen stm. Dief. n. gl. 384 b ,…

Tiptē²we

WWB

tip·tewe

Tip-tē²we Zehenspitze. Op Tippentäiwen ( Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid Alt Al). ¶ Vgl.→ WWB Titten-tē²wen .

witewe

Lexer

wit·ewe

witewe , witiwe , witwe , witib stswf. BMZ witwe, vidua (witwe, widwe, witbe, wittibe, wittib, widuwe, wedewe) Dfg. 618 c . witewe Spec. 108…