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Süße

nhd. bis spez. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
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5 in 5 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Süße

Süße

süß Adj. ‘wie Zucker oder Honig schmeckend’ (von Speisen), im Geruch diesem Geschmack vergleichbar, übertragen ‘lieblich, wohlklingend, entzückend, wohltuend’, später auch abschätzig (2. Hälfte 18. Jh.) ‘geziert, weichlich, fade’, ahd. suozi (8. Jh.), mhd. süeze, suoze, (md.) sūze, sōze ‘süß, mild, angenehm, lieblich, freundlich’, asächs. swōti, mnd. sȫte, mnl. soete, nl. zoet, afries. aengl. swēte, engl. sweet, anord. sœtr, schwed. söt (germ. *swōtja-, aus *swōtu-) führen mit aind. svādúḥ ‘wohlschmeckend, süß’, griech. hēdýs (ἡδύς, aus *ϝαδύς) ‘erfreulich, süß, lieblich’, hḗdesthai (ἥδεσθαι) ‘sich freuen’, lat. suāvis ‘lieblich, angenehm, anziehend’ auf eine Wurzel ie. *su̯ād- ‘süß, an etw. Geschmack, Freude finden’. Der Anlaut germ. sw- verliert w vor dumpfen Vokal. – Süße f. ‘das Süßsein, süßer Geschmack, Geruch, süße Art, (übertriebene) Freundlichkeit, Liebenswürdigkeit’, ahd. suozī (8. Jh.), mhd. süeze, suoze ‘Süßigkeit, Lieblichkeit, Freundlichkeit, Wohlgeruch’. süßen Vb. ‘(Speisen, Getränke) süß machen, zuckern’, ahd. suozen ‘süß machen’ (9. Jh.), mhd. süezen, suozen, auch ‘angenehm machen, erquicken, erfreuen’. versüßen Vb. ‘angenehm machen, erleichtern’, mhd. versüezen ‘ganz süß machen’. Süßigkeit f. ‘das Süßsein, Süße’, mhd. süezecheit, süezekeit, zu dem weitergebildeten Adjektiv mhd. süezec ‘süß, lieblich’; heute vor allem Süßigkeiten (Plur.) ‘Naschereien, Süßes in Form von Schokolade, Pralinen, Bonbons o. ä.’ (18. Jh.). süßlich Adj. ‘ein wenig süß schmeckend, riechend, freundlich, angenehm’, auch (seit 2. Hälfte 18. Jh.) abschätzig im Sinne von ‘unangenehm, geziert, fade, kitschig, weichlich’, ahd. suozlīh (9. Jh.; vgl. suozlīhho Adv., 8. Jh.), mhd. süezlich, (md.) sūzlich ‘süß, milde, angenehm, lieblich, freundlich’. Süßholz n. süßschmeckende, zur Lakritzengewinnung verwendete Wurzel des Süßholzstrauches, mhd. süezholz, für griech.-lat. glycyrrhiza ‘Süßwurzel, -holz’ (s. Lakritze); dafür auch Süßwurz(el) (16. Jh.); in übertragenem Sinne seit dem 16. Jh. verwendet; vgl. dazu Süßholz raspeln ‘einer Frau in auffallender Weise schmeicheln, ihr den Hof machen, mit ihr schöntun’, Süßholzraspler m. ‘Schmeichler, Schöntuer’ (beide Mitte 19. Jh.). Süßstoff m. synthetisch hergestellte organische Verbindung, die ohne Nährwert süßt (2. Hälfte 19. Jh.).
2293 Zeichen · 84 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Süße

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    * Die Süße , plur. inusit. ein veraltetes Hauptwort für Süßigkeit, bey dem Ottfried Sunzi.

  2. modern
    Dialekt
    Süßef.

    Pfälzisches Wb.

    Süße f. : wie schd., Sieß [ FR-Tiefth LA-Wollmh BZ-Albw ].

  3. Spezial
    Süße

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Sü|ße f. (-) 1 (süßer Geschmack) saú ducia f. , duc m. 2 (süßer Geruch) tof duc m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit suesse

18 Bildungen · 17 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

suesse‑ als Erstglied (17 von 17)

Süßelei

Campe

suesse·lei

Die Süßelei , Mz. — en . 1) Ein widerlich süßes Betragen, Reden und Handeln; ohne Mehrzahl. »Das zeigt die schleichende Süßelei des versäuer…

süsselen

WWB

suess·elen

süsselen V. 1. flüstern ( Wie Kl ). — 2. ungenau sprechen: Hennerich, höe op met doinem Sösseln! ( Isl Me). ⟨ Vokalismus: ü ( Wie Kl ), ö ( …

Süßeley

Adelung

suesse·ley

Die Süßeley , plur. die -en, von süß, angenehm, ein ekelhaft oder widerwärtig süßes Betragen, dergleichen Ausdrücke, Schmeicheleyen u. s. f.…

Süßeln

Adelung

suess·eln

Süßeln , verb. regul. neutr. mit dem Hülfsworte haben, ekelhaft süß riechen und schmecken, wie manche Körper bey und in der Fäulniß zu thun …

süssen

FWB

1. ›jm. schmecken (im ütr. Sinne); jm. wohltun, angenehm, hilfreich, erlösend (dies Letztere im religiösen Sinne) sein‹; 2. ›sich, etw. süß …

süssen II

RhWB

süssen II søsə –= beschwichtigen s. züssen.

Süßerde

Campe

suess·erde

Die Süßerde , o. Mz . eine einfache Erde, welche man im Berill und Smaragd entdeckt hat, daher sie auch Berillerde heißt (Glycit, Glycin erd…

Süßer See

Meyers

suess·er·see

Süßer See , See im preuß. Regbez. Merseburg, Mansfelder Seekreis, südöstlich von Eisleben, ist 5,3 km lang, bis 0,8 km breit, wird durch die…

Süßert

PfWB

suess·ert

Süßert m. : ' Zucker ', Süßert, pfälz. Händlerspr. [ Schäfer Lotegorisch 44]. Hess.-Nass. III 911 Sußert; Wolf 5715.

suesse als Zweitglied (1 von 1)

Honigsüsse

Wander

honig·suesse

Honigsüsse Honigsüsse verdriesst, wenn man sie zu viel geniesst. – Schulze, 90.