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Stunk

as. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
7 in 7 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Stunk

Stunk

stinken Vb. ‘üblen Geruch von sich geben, unangenehm riechen’, ahd. stinkan ‘Geruch von sich geben, duften, riechen’, auch ‘nach Fäulnis, übel riechen’ (um 800), mhd. stinken ‘(üblen) Geruch von sich geben, durch den Geruchssinn wahrnehmen’, mnd. mnl. nl. stinken ‘üblen Geruch verbreiten’, aengl. stincan ‘springen, hüpfen, stieben, Geruch verbreiten und wahrnehmen’, engl. to stink ‘üblen Geruch verbreiten’, anord. støkkva ‘springen, bersten, (be)spritzen, fliehen’, norw. støkke ‘erschrecken’, got. stigqan ‘zusammenstoßen’ (germ. *stenkwan). Herkunft ungewiß. Mit Ablautentgleisung zu den unter Stock und Stück (s. d.) angeführten Formen zur Wurzelerweiterung ie. *(s)teug- ‘stoßen, schlagen’ (Pokorny 1, 1032)? Lautlich stehen nahe lat. stinguere ‘auslöschen’, exstinguere ‘auslöschen, austrocknen, vernichten’, intransitiv ‘ausgehen (vom Feuer)’, lit. stìgti ‘entbehren’, vielleicht auch aind. táṅgati ‘strauchelt, zittert’ und tyájati ‘gibt auf, läßt im Stich’ (vgl. Seebold 472). Die Bedeutungsentwicklung dürfte dann ausgehen von ‘stoßen’, woraus über ‘spritzen, stieben’ im Westgerm. ‘ausdünsten, Geruch verbreiten’. erstinken Vb. ‘anfangen zu stinken, verfaulen’, mhd. erstinken, ahd. irstinkan ‘stark duften’ (um 1000). Dazu die Wendung erstunken und erlogen Part. Prät. ‘erdichtet, nicht der Wahrheit entsprechend, gelogen’ (16. Jh.). Stunk m. ‘Zänkerei, Streit’, späte Ablautbildung (Ende 19. Jh., südwestd., md., berlin.) zu stinken und Stank (s. Gestank), nach Vorbildern wie trinken, Trank, Trunk. Unabhängig davon asächs. stunk ‘Gestank, Geruch’. Vgl. Stunk machen ‘Streit, Ärger anfangen’. Stinktier n. Marderart, die Angreifer mit einem übelriechenden Drüsensekret bespritzt (18. Jh.).
1706 Zeichen · 49 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    stunkst. M. (a?) (i?)

    Köbler As. Wörterbuch

    stunk , st. M. (a?) (i?) nhd. Gestank, Geruch ne. stink (N.) ÜG.: lat. olfactus GlS Hw.: s. stank; vgl. ahd. *stunk? (st…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    stunkm.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    stunk , m. , im ablaut zu stinken und stank, m. 1 1) im eigentlichen sinne von ' gestank ', im altsächs.: olfactu suo st…

  3. modern
    Dialekt
    Stunkm.

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Stunk m. Gestank, nur übertr. lebendig 1. Stänkerei, Zank, Streit: Stunk maken Ro; Sta AStrel ; dat sei (die Vermittler)…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stunk

9 Bildungen · 7 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

stunk‑ als Erstglied (7 von 7)

Stunkeln

Campe

stunk·eln

† Stunkeln , v. intrs . mit sein , im Hannöverschen holperig gehen; stunpern .

stunken

RhWB

stunken -o- vereinz. LRip in Monsch-Kesternich schw.: gestonkt vollgepfropft.

stunkenig

MeckWB

stunkenig stunkendig erstunken: dat sünd stunkenige Lœgen Ma Giel ; ... stunkendige ... Wa. Weiterbildungen vom Part. stunken, vgl. stinken …

stunkenwärme

DWB

stunk·en·waerme

stunkenwärme , f. , zu stungen, stunken ' stampfen ', schweizerisch: stunkenwärme ist ein feisztes mus, wird gemachet aus nideln, mähl und e…

stunklich

MeckWB

stunk·lich

stunklich wie das Vor. : stunkliche Leegen (Pl. zu Leig', -ee- ) Wa.

stunkōn

KöblerAhd

stunkōn , sw. V. (2) Vw.: s. stungōn*

Ableitungen von stunk (2 von 2)

erstunken

DWB

erstunken , part. praet. von erstinken. die dort gegebnen belege werden hier fortgeführt. 1 1) erfault, verfault, putrefactus: mhd. dër in d…

Verstunken

Wander

Verstunken Das ist verstunken und verlogen. ( Rottenburg. )