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stumpen

mnd. bis Dial. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
15 in 12 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
37
Verweise raus
56

Eintrag · Rheinisches Wb.

stumpen

Bd. 8, Sp. 934
stumpen -umb-, –o-, –ompə diese Abl. ist Rhfrk, an der Saar in Saarbr, Saarl, Mosfrk im Hochw, an der Mos in Trier bis Kobl, in der Eif, im Westerw, Siegld; Rip in Aden, Waldbr, Sieg-Honnef (hier Bed. 2c) schw.: 1. etwas st. a. ungestüm stossen, z. B. lose gefüllte Säcke, Strohgarben aufstossen, stauchen, damit der Inhalt sich sackt, sich fest eindrückt; die Wäsche st., vom ersten Waschen; ebbes eninst. unordentl. in einen Behälter pressen, — enaus-, fortst. Allg. — b. Runkeln st., mit dem Stossmesser zerkleinern Allg. — c. gekochte Kartoffeln st., zu Brei stampfen; gestumpde Grombere Allg. — d. Butter st., stossen (nicht drehen) Koch, Kobl, May, Daun, Aden. — e. Käse st., Quarkkäse herrichten; gestumpte Käs May-Kollig. — f. Sauerkraut st., feststampfen Bitb. — g. absol. stucken, pumpen, im Klickerspiel (s. die Beschreibung bei stucken) Neuw-NBieber Rengsd Stdt, Altk-Flammersf. — h. gestumpte voll u. vollgestumpt bis oben angefüllt, bes. von einem Sack, aber auch vom Obstbaume Allg.; ech sen g. v. übersatt gegessen Koch-Lutzerath; g. ist der Unterleib, aufgetrieben, gebläht Saarbr-Völkl. — 2. einen st. a. ungestüm, roh stossen, von einer Ecke in eine andere; äne enaus-, fottst. Allg. — b. quälen, antreiben; auch er lässt sich immer st. un stosse lässt sich alles gefallen, — erömst.; mer muss en immer mit de Nas drufst. ihn antreiben u. ihn zugleich auf den Fehler aufmerksam machen Allg. Seesbacher Lumpe, der Deiwel soll och (euch) st.! Neckspr. auf die von Kreuzn-Seesb. — c. einen grob abweisen, zurechtweisen Hunsr, Prüm-Mürlenb, Neuw-Datzeroth, Sieg-Honnef (nur diese Bed.). — Abl.: die Stumperei, dat Gestump(s).
1661 Zeichen · 59 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    stumpensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    stumpen , sw. V. nhd. „stumpfen“, stumpf werden, stumpf sein (V.) Hw.: vgl. mhd. stumpfen E.: s. stump (1) W.: s. nhd. s…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    StumpenDer

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    † Der Stumpen , — s, Mz . gl. s. der Stumpf .

  3. modern
    Dialekt
    Stumpen

    Elsässisches Wb. · +7 Parallelbelege

    Stumpe n [ʿStùmpə S. O. Mütt. Barr Bf. Molsh. Illk. NHof Str. Z. Zinsw. N. Rothb. Ingw. Lorenzen Wh. ; ʿStûpə Sulzern ; …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stumpen

26 Bildungen · 21 Erstglied · 3 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von stumpen 2 Komponenten

stum+pen

stumpen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

stumpen‑ als Erstglied (21 von 21)

Stumpen I

SHW

Stumpen I Band 5, Spalte 1603-1604

Stumpen II

SHW

Stumpen II Band 5, Spalte 1605-1606

Stumpenloch

SHW

Stumpen-loch Band 5, Spalte 1607-1608

Stumpenrod

SHW

Stumpen-rod Band 5, Spalte 1607-1608

Stumpenaxt

PfWB

stumpen·axt

Stumpen-axt f. : 'eine schwere, lange Axt', dient vor allem dem Spalten von Baumstümpfen, Stumbeaxt (šdumbəagsd) [ BZ-Dernb ]. Rhein. VIII 9…

Stumpende

RhWB

stump·ende

Stump-ende (s. S.) Rip, Rees n.: Stammende des gefällten Baumes; E. des Halmes, Strohbauschs.

Stumpeneichen

RhWB

stumpen·eichen

Stumpen-eichen -ompənęχən Prüm ; -eχən, –ejən  Malm , Pl. -χər n.: 1. kleines, lustiges Musik- od. Gesangsstück als Zugabe bei der Kirme…

Stumpennäsel

ElsWB

Stumpe n näsel n. Stumpfnäschen Str. ‘Muess myni Ohre dnoh un ’s Stumpenäsel butze’ Hirtz Ged. 171. — Schweiz. 4, 802.

Stumpennickel

PfWB

stumpen·nickel

Stumpen-nickel , Stumper- m. : 1. 'wer gerne stößt', Stumpeʳnickel (šdumbəʳnickel) [ BZ-Dernb ]. — 2. 'der kleine Finger', nur im KR. zum Fi…

Stumpensack

ElsWB

stumpen·sack

Stumpe n sack m. Sack, der keinen Hektoliter Getreide hält Dü. ; vgl. Stumpe n .

Stumpensüffer

PfWB

stumpen·sueffer

Stumpen-süffer m. : 'wer die Reste aus Gläsern trinkt', Stumbesiffer [NPfGV 8/1934]; Syn. s. Trinker , Säufer . —

Stumpentann(en)

Idiotikon

Stumpentann(en) Band 13, Spalte 76 Stumpentann(en) 13,76

Stumpenwasser

PfWB

stumpen·wasser

Stumpen-wasser n. : 'Wasser, das sich in einem Baumstumpf gesammelt hat', Stumbewasser [ Lambert Penns 145]. Volksmed.: Wäsch Warze mit St. …

stumpen als Zweitglied (3 von 3)

Krǖzstumpen

Idiotikon

Krǖzstumpen Band 11, Spalte 461 Krǖzstumpen 11,461

Mülstumpen

Idiotikon

Mülstumpen Band 11, Spalte 461 Mülstumpen 11,461

Ableitungen von stumpen (2 von 2)

zerstumpen

RhWB

zer-stumpen: etwas ver-, zerstossen Neuw .

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „stumpen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/stumpen/rhwb?formid=S27938
MLA
Cotta, Marcel. „stumpen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/stumpen/rhwb?formid=S27938. Abgerufen 18. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „stumpen". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/stumpen/rhwb?formid=S27938.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„stumpen"},
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  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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  urldate      = {2026-05-18},
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