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Stülpe

nhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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Eintrag · Westfälisches Wb.

Stülpe m.f.

Bd. 5, Sp. 612
Stülpe m.f. [verbr.] 1.1. gewölbter, glockenförmiger (oder auch flacher (Lippe WWB-Source:219:OesterhOesterh)) Deckel auf Töpfen, Pfannen, Terrinen o.Ä. Stölpe op de Panne (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm). — Ra.: Et sall unner deu Stülpe soll gekocht werden; sagt jmd., der eins von seinen Hühnern greift (Lippe WWB-Source:219:OesterhOesterh). — Sprichw.: Kinne Pott so schīf, et passt ’r wall ne Stölpe up der Mann mag noch so hässlich sein, er findet doch noch eine Frau (Kr. AhausAhs Kr. Ahaus@WessumWe || (ähnl.) mehrf.), jeder findet, was zu ihm passt (Kr. HerfordHfd Bh); os de Pott, sau de Stülpen dass. (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). — 1.2. umgedrehter Pfannendeckel, mit Fuß versehen, als Schüssel, in der der (Mehl-)Pfannkuchen aufgetragen wird (Frbg.). — 2. Feuerstülpe; hutförmige (Blech-)Haube für das Herdfeuer bei Nacht. Sai nām de Stölpe af (Kr. SoestSos WWB-Source:256:SchmBSchmB). De häw sin Moder up de Stölp pissen laoten, dao is em de Klank in de Mäse trocken wenn eine vollständig unmusikalische Person unbekümmert recht laut und falsch singt (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@KatenhornKa). — 3. Strohbienenkorb (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr). — 4.1. Dachpfanne, die auf den First kommt; Firstziegel (Kr. BürenBür Kr. Büren@IggenhausenIh). — 4.2. Strohüberdachung am Giebel (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@HülsbergHb). — 5.1. umgekrempelter, umgeschlagener Teil am Ärmel, Handschuh oder Stiefel. — 5.2. Manschette, Handmanschette (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@WarsteinWa). — 5.3. Strumpfstulpe, Beinling (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Ro). ⟨Bedd. 1—4: Stülpe f. [Kr. AhausAhs Ravensbg Kr. DetmoldDet die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Kr. BürenBür Kr. IserlohnIsl Kr. ArnsbergArn Kr. MeschedeMes Kr. BrilonBri Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Alt], Stülpen [Kr. LübbeckeLüb Kr. MindenMin f. Kr. TecklenburgTek Kr. HerfordHfd Kr. HalleHal f. Kr. DetmoldDet m.], Stülb’m m.f. [Kr. HerfordHfd Bie], Stüllepe (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@RhonardRo), Stölp f. (m.) [Kr. SteinfurtStf Kr. CoesfeldKos Kr. MünsterMün Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Bek], Stölpe f. [WMünsterl Kr. TecklenburgTek Kr. MünsterMün Kr. WarendorfWdf Kr. DetmoldDet Kr. BeckumBek Kr. WiedenbrückWie die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Hellweg Isl], Stölpen m.f. [Kr. TecklenburgTek Kr. WiedenbrückWie Bür]; Störp (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@WettringenWt). — Bed. 5 ‘Stulpe’ f.: Stulpe [Kr. HalleHal Kr. DetmoldDet Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Arn], Stolpe (Kr. AhausAhs St)⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 8,922: Stülpe; HnVwb 3,877: Stülpe. Zus.:→ Dümpe~, Pannen~, Panne-kō¹ken~, Pot~, Wullen~.
1744 Zeichen · 59 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stülpe

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Stülpe , in einigen Gegenden Stulpe, plur. die -n, von dem Zeitworte stülpen. 1. Ein Deckel, doch am häufigsten nur …

  2. modern
    Dialekt
    Stülp(e)

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Stülp(e) [ʿStìlwə Tagolsh. ; ʿStelp Logelnh. Dü. Barr Bisch. K. Z. Wh. ; ʿStìlp Lützelstn. Dehli. ; Pl. ʿStìlwə Tagolsh.…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stuelpe

18 Bildungen · 16 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

stuelpe‑ als Erstglied (16 von 16)

Stülpeken

WWB

stuel·peken

Stülpeken n. mit glühenden Kohlen gefüllter Feuerbehälter zum Fußwärmen (Frbg.) ( Lem Re).

Stülpenende

RhWB

stuelpen·ende

Stülpen-ende -ę·ŋ.k Köln-Brühl n.: in der Wend.: Oge wie e St. so hervortretend.

Stülpenhonig

RhWB

stuelpen·honig

Stülpen-honig -un- Rhfrk m.: Honig aus der Stülpe des Bienenkorbes. RA.: Seiss (süss) wie St. Birkf-Idar .

Stülpenhut

RhWB

stuelpen·hut

Stülpen-hut Kemp m.: in der Wend.: Doə verdinste dech gene St. möt! zu dem, der zweien zur Heirat verhilft.

stülpern

RhWB

stuelp·ern

stülpern -ø- verstreut Bitb-Mettend , Erk-Örath Rees-Brünen schw.: stülpen 2.

stuelpe als Zweitglied (2 von 2)

ōvenstülpe

MNWB

oven·stuelpe

° ōvenstülpe (aven-) , f. ( Pl. -n ): Feuerglocke aus Metall die über das Herdfeuer gestülpt wird (Reval KR pass.).

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „stuelpe". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/stuelpe/wwb
MLA
Cotta, Marcel. „stuelpe". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/stuelpe/wwb. Abgerufen 18. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „stuelpe". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/stuelpe/wwb.
BibTeX
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