Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
stromer m.
stromer , m. , landstreicher, vagabund, strolch. in analogie zur form der meisten berufsnamen (fischer, bäcker u. s. w. ) wohl ableitung von 2 strom ( s. dies ), das es heute völlig verdrängt hat ( also nicht zu 1 strom, 1 strömen). ursprünglich rotwelsch: Grolman wb. d. spitzbubenspr. 69 b ; Train cochemer loschen 123 b ; Avé-Lallemant 2, 332 ; 4, 612; Rollier in zfdw. 2, 57 ; Ostwald rinnsteinspr. 150 . deutet das älteste zeugnis um 1350 stromer dicuntur kelsnyder Kluge rotwelsch 1, 2 auf eine allmähliche bedeutungsabschwächung des wortes ( so J. Meier hallische studentenspr. 5 ), oder zufal…