Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Stola f.
Stola f.
Stola f. ‘über Hals und Schultern hängender, schärpenartiger Streifen als Teil des Meßgewandes katholischer Priester’, heute auch ‘(von Frauen) um die Schultern getragener langer, breiter Schal’, ahd. stōla (um 800), mhd. stōl(e), nhd. Stol(e) ‘Priesterbinde’, entlehnt aus lat. stola ‘langes Kleid für Frauen (an Ärmeln, Halsausschnitt und Saum mit Borten verziert)’, griech. stolḗ (στολή) ‘Ausrüstung, Kleid, Gewand’, in der Kirchensprache ‘Priesterornat’, zu griech. stéllein (στέλλειν) ‘in Ordnung bringen, fertigstellen, mit Waffen, Kleidern ausrüsten’. Lat. stola (s. oben) wird Bezeichnung für das talarartige Priestergewand mit von den Schultern bis zu den Füßen reichenden verzierten Borten, von dem, nach zunehmender Ausgestaltung des priesterlichen Untergewands, der Albe, nur noch die kostbaren Bortenstreifen als Teil der liturgischen Kleidung erhalten bleiben (8. Jh.). Im älteren Nhd. herrscht die Form Stole, erst im 19. Jh. beginnt durch neuerliche Anlehnung an das Lat. Stola zu dominieren.