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stöben

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MeckWB
Anchors
2 in 2 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

stöben Part., intrans., trans.

Bd. 6, Sp. 883
Wossidia MeckWBNstöben -w-, Präs. stöw, stöwst, stöwt, stöben, -w-, Prät. und Part. Prät. stöwt stäuben, stauben; sḍobm Jac. 1, 118; vgl. stuben 1. intrans. a. als oder wie Staub umherwirbeln: bi 't Teppichkloppen stöwt dat Ro; mit dat (Handbil) kann 'n Feldstein klöben, dat 't man so stöwt L. Reinh. Gött. 7; dat weiht (stürmt), dat de Schit stöwt Ro Rostock@DändorfDänd; im Reiterlied: Wo jöggt de Buer den Hoff entlang, Wo stöwt dat Sand Wo. V. 3, 447; de Saatacker stöwt ist ganz trocken, s. smacken (Bd. 6, 390); dat sall Kohweid' sin, un dat stöwt ist schlechter Sandboden Wa; dat stöwt man 'n bäten regnet ganz fein WaWaren@SchwarzSchwarz; dei slog in de Finstern, dat dat Glas œwer 't Bedd' stöwen ded' SchöSchönberg@CarlowCarl; Prügeldrohung: barg' din Ogen, dat stöwt! gleich fallen dichte Schläge RoRostock@Nienhagen bei DoberanNHagD. Die Wendung dat 't so stöwt steht adverbiell für sehr, stark, gewaltig: dat rägent, dat 't so stöwt Wa; nu späält (ihr Musikanten) mal, dat 't so stöwt! WaWaren@Groß FlotowGFlot; ick malte, dat dat man so stöwen ded' Reut. 4, 425; de (Offizier) ... haugt ... up Monsüre Butong sinen Puckel los, dat dat man orig so stöwen ded Bri. 2, 230. b. wie Staub hinausfliegen, -wirbeln: dat weig't (stürmt), dat de Hoor ut 'n Snurrboort stöwen RoRostock@RibnitzRibn. c. Staub und ähnl. von sich geben: dat Kuurn stöwt wenn der Wind im blühenden Korn Wellen schlägt HaHagenow@VorderhagenVord; Lu; Pa; SchwNPamp; Sta; Wa; Wi. d. Staub und ähnl. aufwirbeln: dei (Läufer) stöwt in 'n Sand Wa. e. schnell, eig. Staub aufwirbelnd, dahinjagen: dei Bengel stöwt all wedder dörch dei Gegend, dei kann nich manierlich gahn Ro Rostock@RibnitzRibn. 2. trans. a. bestäuben, bestreuen: Kartoffeln, Fleisch mit gehackter Petersilie, Pfeffer usw. stöwen Mi Nachl.; bildl.: Juch Däets (= Dœz) is mit ein'n Mehlsack stöwt (ihr seid Dummköpfe) Gild. Frank 36. b. entstauben, vom Staub und ähnl. reinigen: das gedroschene Korn stöben, -w- wie burren, afstriken Wo. Sa., öft.; wie œwersmiten, -worpen, wörpen Schw; wie rummeln RoRostock@JahnkendorfJahnk; den Flachs stöben wie räpeln Schö. c. zerstäuben, zerstreuen; im Lügenmärchen: uns' Herrgott kaakt Baukweitengrütt, un Mudder Maria stöwt sei HaHagenow@BelschBelsch. d. übertr.; in eilige Flucht jagen: dee hebben wi œwer 'n Barg stöwt mit Prügeln fortgejagt WaWaren@Groß FlotowGFlot; aufspüren und verjagen im Sprw.: So as eener glöwt, So ward he stöwt (der Leichtgläubige wird übervorteilt) Wo. Sag. 2, XXVIII; herumjagen, drillen (verbunden mit dem bildl. Gebrauch von 2 c): De Marsch geit Knall un Fall, Un datt sick nüms van uns värheer bedröwen schall, So stöhft man uns, aß Kaff, van unsern Schünen Deelen Babst Naschr. 2. e. einen stöwen trinken, saufen: dei (Bezechter) hett einen stöwt allgem.; ... hett gaut einen stöwt GüGüstrow@GülzowGülz; recht schön einen stöwen kœnen: Camm. Reg. 154; vgl. D. Wb. 10, 2, 1098. f. absol. stöwen stehlen, stibitzen: oh, du hest jo stöwt Wa; öft. — Zss.: af-, dal-, dörch-, hen-, herüm-, in-, lank-, nah-, œwer-, rœwer-, rut-, ut-, ver-, vonein-, wegstöben, -stöwen. — Mnd. stven. — Br. Wb. 4, 1042; Dä. 464a; Da. 213a; Kü. 3, 296; Me. 4, 873.
2977 Zeichen · 86 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. modern
    Dialekt
    stöbenPart., intrans., trans.

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    stöben -w-, Präs. stöw, stöwst, stöwt, stöben, -w-, Prät. und Part. Prät. stöwt stäuben, stauben; sḍobm Jac. 1, 118; vgl…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stoeben

6 Bildungen · 1 Erstglied · 4 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von stoeben 2 Komponenten

sto+eben

stoeben setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

stoeben‑ als Erstglied (1 von 1)

stöbenkraut

DWB

stoeben·kraut

stöbenkraut , n. , 1 1) die besonders auf dem Kap der guten hoffnung heimische, bei uns mit vorliebe um die wende des 18. jahrhs. in gärten …

stoeben als Zweitglied (4 von 4)

herümstöben

MeckWBN

herum·stoeben

Wossidia herümstöben a. Spr. refl. umhertoben, sich prügeln: 'Diß (dieser) hadde mit de Rung sich brav herüm gestöfet' (1711) Kohf. Hg. 9, 3…

lankstöben

MeckWBN

lank·stoeben

Wossidia lankstöben schnell entlanggehen, so daß eig. der Staub aufgewirbelt wird: sei stöwt dor up dei Strat lank Wi Wismar@Poel Poel .

rœwerstöben

MeckWBN

Wossidia rœwerstöben hinüberlaufen, im Schäfergruß: kik, wo hei (Schäferhund) œwer 'n Barg rœwerstöwt as ne düüster Wulk Ha Hagenow@Lübtheen…

Ableitungen von stoeben (1 von 1)

verstöben

MeckWB

verstöben , verstöwen zu Staub werden und verschwinden: verstöwen verschwinden Mi Nachtr. ; 'Schmerzen ... verstäuben und verschwinden' (im …