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stochen

mhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
7 in 6 Wb.
Sprachstufen
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5

Eintrag · Rheinisches Wb.

stochen

Bd. 8, Sp. 718
stochen das Wort ist n. einschl. Mos, einschl. Westerw allg. (südl. noch Simm-Stdt, Bernk-Rhaunen; sonst südl. stocheln, stippeln), u. zwar -ǫx- Eif [uMos -o-; WMosfrk in Trier bis Zell, Wittl, Bitb -x- u. um Altk-Nauroth Wissen; -ā- Bernk-Rachtig Rapperath Wehlen; -ā- SMay u. SONeuw; uSieg u. LRip auch -ǫu-, --]; n. Benr.-L. (auch Neuss, Düss-Stdt) im Berg -k-, –ǫ- [Wermelsk -ǫx-]; SNfrk -ək-, –ōə-, –ūə-; Klevld -- [zu Bed. 1 d, e gibt es hier u. da Berg, SNfrk umgelautende Formen; s. d.] schw.: 1. trans. a. (ein) Feuer st., anzünden; bes. die Kinder st. sech op em Fell (Felde) en Fürche; de Ovve (de Stuff »Stube«) moss gestoch werde; der Ovve (de Stuff »Stube«) stocht sech got ein gut brennender Ofen, schnell sich erwärmende Stube; mer st. Holz (Kolle, Gras, Riser, Schanze) (em Herd, Ovve), auch mer st. Stenollig (Petroleum) en der Lamp; düərn Holz stoch sech flott fort (weg); et (em) Für (Ovve) st. schüren Rip, Allg. RA.: He wor am st., als wann de Echen barschten Altk-Betzd, — dat et ke Menss ut koə (konnte) halden Mörs, Allg., — as wenn he en Oussen (Ochs) broden wöl Wermelsk, Allg., — dat et klatsch Sieg-Ägid, — dat de Heide wackelt Wermelsk. Klen Öffche sen flöck (rasch) gestouch kleine Leute sind leicht jähzornig Sieg-ODollend. Soll et kouche, moss mer st. Schleid-Hellenth. Die kock (kocht) on stock on deht öhren Ärbet ist eine tüchtige Hausfrau MGladb-Viersen. Mer han nicks ze kachen un n. ze st. bei uns herrscht Mangel, Armut Neuw-Harschb, Allg. Düchtig st., d. fauche (fochen); alles deht mer, für ze kouche (kochen) Schleid-Hellenth. Backe, b. Brütchen, stouch, dat et heiss wird, dat et Br. breit w.; kitze, k., Br.! Schleid-Berk. — Et ze st. Feuerungsmaterial LRip. — b. Branntwein (Fusel) st. brennen Allg. — c. wiederholt stossen oder rühren mit einem Eisen oder einer Stange im Ofen, in den Bäumen, in den Zähnen stochern Allg.; de Uhrleichelche (Ohrlöchelchen) st. bohren für Ohrringe Bitb-Dudeld. RA.: We sich de Zäng (Zähne) stoch, de hät dröm nit immer Fleisch gesse man soll aus dem Tun des Menschen nicht auf vorhergehende Handlungen schliessen Köln-Stdt. Hambach (Birkf) leit im Loch, het Silwer un Gold gestoch!d. Mist st., hinter dem Pflug her in die Furche legen Kemp, Mörs; -ȳə- Heinsb. — e. [hierfür -χ- Gummb-Nümbrecht, rip. Sol; -k- Lennep-Radevormwald; -ȳək- Heinsb, Erk, MGladb, Kemp; -- Heinsb-Arsbeck Lümb, Klev-Calcar] α. e Fürke st. Streit anstiften NFrk, Rip; en Brändsche st. Mörs, Kref; Strit st. Nfrk, Rip, Simm-Stdt; Rüəse st. Monsch-Witzerath; de stöckt dat Denge noch Erk-Rath; Quod (Koəd »Böses«) st. Heinsb-Erpen, MGladb-Helenabrunn, Kemp, Kref, Mörs, Geld, Klev, Rees-Wesel. — β. reizen, sticheln; der stocht iwerall, ger; de Biene st.; am Honn (Hunde) st.; de hetzt on stocht su lang an seiner Fra, bes se well (wild) get; an änem eromst. Mosfrk, Allg. — 2. intrans. mit »sein« laufen, davoneilen Sieg-Söven, Köln-Frechen, Bergh-Heppend. — Abl.: die Stocherei, dat Gestoch(s) (beide auch mit Umlaut).
3045 Zeichen · 82 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    stochenswv.

    Nachträge (Lexer)

    stochen swv. s. zuo stochen 3,1188.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    stochenverb.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    stochen , verb. , selten für unten stochern, wohl in weiterer anlehnung an stechen, verb., besonders in der bedeutung ' …

  3. modern
    Dialekt
    Stochen

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Stochen 'Stütze' s. Stachen .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stochen

11 Bildungen · 0 Erstglied · 8 Zweitglied · 3 Ableitungen

Ableitung von stochen

sto + -chen

stochen leitet sich vom Lemma sto ab mit Suffix -chen.

Zerlegung von stochen 2 Komponenten

stoc+hen

stochen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

stochen als Zweitglied (8 von 8)

angestochen

DWB

angest·ochen

angestochen , part. praet. von anstechen, incitare equum, franz. poindre, wird mit kam verbunden, um einen schnellen anritt, dann überhaupt …

b(e)stochen

Idiotikon

b(e)stochen Band 10, Spalte 1273 b(e)stochen 10,1273

gestochen

KöblerMhd

gest·ochen

gestochen , (Part. Prät.=)Adj. nhd. gestochen Vw.: s. un- Q.: Berth, GenM (um 1120?), Iw, KvWTroj, Trist E.: s. ge, stechen W.: nhd. gestoch…

hochgestochen

RDWB1

hoch·gestochen

hochgestochen (kein Bezug zu "колоть") высокопарный (напр., стиль, манера держаться, речь), с претензией (кто-л., что-л.), претенциозный (на…

u(n)b(e)stochen

Idiotikon

u(n)b(e)stochen Band 10, Spalte 1274 u(n)b(e)stochen 10,1274

u(n)hinderstochen

Idiotikon

u(n)hinderstochen Band 10, Spalte 1270 u(n)hinderstochen 10,1270

ungestochen

KöblerMhd

ung·e·stochen

ungestochen , (Part. Prät.=)Adj. nhd. „ungestochen“, unzerstochen E.: s. un, gestochen W.: nhd. ungestochen, Adj., ungestochen, DW- L.: Henn…

Ableitungen von stochen (3 von 3)

erstochen

Idiotikon

erstochen Band 10, Spalte 1262 erstochen 10,1262

gestochen

KöblerMhd

gestochen , (Part. Prät.=)Adj. nhd. gestochen Vw.: s. un- Q.: Berth, GenM (um 1120?), Iw, KvWTroj, Trist E.: s. ge, stechen W.: nhd. gestoch…

verstochen

RhWB

ver-stochen: Brennstoff v., verbrauchen Rip, Nfrk.