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Stäl

mnd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
Anchors
7 in 4 Wb.
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13

Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Stäl m., intrans.

Bd. 6, Sp. 746
Wossidia Stäl m. Stiel Mi 86a; Pl. Stäls Zier. Plaugf. 95; Ro@Ribn 1. an Geräten allgem.; vgl. Döschflägel (Bd. 2, 432), Gaffel (Bd. 3, 8) und die Zss. Bessen-, Forken-, Harken-, Läpel-, Pannen-, Pipen-, Schopen-, Schüffel-, Schüppen-, Spadenstäl; Tapp-, Wockenstäl; im Leberreim Swäpstakenstäl. Zur Herstellung von Harken- und Forkenstielen: von den Stäl würd' de Bork afbrennt, nich afpuult, denn würd' he 'n bäten brünlich utsehn, dat seg' hübsch ut RoRostock@NiederhagenNiederh. 2. an Pflanzen und Früchten: petiolus, pediculus 'de steel an den Bledern, blomen und frchten' Chytr. 489; pediculus, stylus, petiolus 'de Stl am Avet' 476. Üblich ist Stengel, vgl. das. Die Zs. Päperstäl ist Reimwort. 3. bildl.; Fleisch mit 'n Stäl: dat is 'n Stück Fleisch (Gaus'fleisch, Ribbenfleisch un sowat), wo dat Fleisch up ein Enn' afkaakt (vom Kochen weggekocht) is, so dat man dat anfaten kann (näml. am kahlen Knochen) RoRostock@DoberanDob; übertr.: Stäl männliches Glied Graal; desgl. die Zs. Pusestäl; Name der Spielkarte Pik-As: Stäl-in-'n-Noors Lu Ludwigslust@GrabowGrab. 4. sprachliche Wendungen a. Doppelformeln: hadd' nich Stäl oder Staken (der Maulwurf im Rätsel) Wo. V. 1, 53 e; Steel un Stupp (alles) Gild. Frank 150; mit Stubb un Stäl ganz und gar GüGüstrow@KobrowKobr; he (Vielfraß) frett Stump un Stäl weg (alles) HaHagenow@RedefinRed; nich Stump un Stäl nahlaten (nichts): Camm. Ast. 104; dor (vom untergegangenen Schiff) is nich Stump oder Stäl von to Bräd' kamen (vgl. Brett, Bd. 1, 1137) Wo. Seem. 2, 52; dor is nich Stock oder Stäl von nah RoRostock@KröpelinKröp; GüGüstrow@GülzowGülz. b. Sprw.: up 'n Bessen hüürt 'n Stäl ein minderwertiger Mensch findet einen passenden Knecht oder Freund oder eine solche Frau SchwSchwerin@PampowPamp; Syn. sonn' Pott sonn' Stülp. c. Rdaa.; ist ein Arbeitsgerät wie Besen oder Harke nicht gerade und sicher auf dem Stiel befestigt, so ist das ein offenbarer Mangel, daher: dee (untüchtiger Mensch) is nich richtig up 'n Stäl kloppt Wi; ... up 'n Stäl stäken desgl. Ma@Voßfeld; dee (der Mißgelaunte) is nich ornlich up 'n Stäl slagen Wi; bes. von etwas verrückten Menschen: dei is nich grad' up 'n Stäl WiWismar@PoelPoel; ... is 'n bäten scheif ... RoRostock@BentwischBentw; ... 'n bäten krumm ... Ro; ... is los' ... Ro. Die Rda. etwas up 'n Stäl jagen bedeutet zunächst Forke, Schaufel, Besen usw. auf einem Stiel festmachen: jag' mi mal den Bessen up 'n Stäl! RoRostock@RibnitzRibn; allgem.; dann auch das gemähte Korn, das Schwad, mit dem Harkenstiel schnell zu einer Garbe zusammenschieben Gü, Ma, Ro, Wa, Wi, Sta; jemanden up 'n Stäl jagen: de Hinnermeiher jag't den Vörmeiher up 'n Stäl er will ihn überholen Gü, Ha, Pa, Ro, Schö, Wa; intrans. up 'n Stäl jagen: einer der Afstakers, die auf der Scheunendiele auf ein neues volles Fuder warten müssen, reitet dem Knecht, der dieses zu spät heranfährt, auf einem Forkenstiel entgegen, er jag't up 'n Stäl, dann muß der Knecht einen Schnaps ausgeben Gü, Ma, Pa, Ro, Schö, Schw, Wa, Wi; entsprechend reitet der Bistaker auf dem Felde dem säumigen Knecht entgegen, wenn der leere Wagen nicht rechtzeitig wieder zum Beladen dorthin kommt Gü, Ro, Wi. — Mnd. stel. — Br. Wb. 4, 1022; Dä. 456a; Da. 208b; Kü. 3, 258; Me. 4, 868.
3081 Zeichen · 82 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    staelM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    stael , M. Vw.: s. stāl (1)

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Staël

    Goethe-Wörterbuch

    Staël [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    Stälm., intrans.

    Mecklenburgisches Wb.

    Stäl m. Stiel Mi 86 a ; Pl. Stäls Zier. Plaugf. 95; Ro Ribn 1. an Geräten allgem.; vgl. Döschflägel (Bd. 2, 432), Gaffel…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stael

22 Bildungen · 20 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

stael‑ als Erstglied (20 von 20)

stǟlen

WWB

stǟlen V. [verstr.] 1.1. härten, sehr stark, kräftig, widerstandsfähig machen. — 1.2. (Stahl an Axt, Beil oder Barte) erneuern; die abgenutz…

stleren

WWB

stael·eren

staeleren Adj. [verstr.] stählern, aus Stahl. An- stald f. [verstr.] 1. nach Regeln und Gesetzen errichtete Anstalt ( Lst Ge ). — 1.1. Irren…

Staël-Holstein

Meyers

stael·holstein

Staël-Holstein (spr. ßtāl-), Germaine, Baronin von , berühmte franz. Schriftstellerin, geb. 22. April 1766 in Paris, gest. daselbst 14. Juli…

staelhȫder

KöblerMnd

staelhȫder , M. Vw.: s. stalhȫdære*

ställchen

DWB

stall·chen

ställchen , n. , deminutiv zu stall (3), vgl. ställelein: ställelein, seu, ställchen, das. Stieler 2118 ; ( ohne umlaut: ) ställelein, stall…

Ställeken

WWB

stael·leken

Ställeken n. [verstr.] 1. kleiner→ Stal . — 2. Anbau ans Wohnhaus ( Alt Ve). Zus.:→ Fǖr~ , Holt~ , Pot~ .

ställelein

DWB

stalle·lein

ställelein , n. , vgl. ställchen ( bei Stieler und Kramer ); els. 'stalələ, 'stælələ; ställele ist besonders ' ein kleines nebengebäude mit …

Ställes

RhWB

stael·les

Ställes -ę-, Pl. -əsə Monsch-Rollesbr m.: verächtl. empfindliches, verwöhntes Kind.

Stälpütz

MeckWB

stael·puetz

Stälpütz f. Seemannseimer ( vgl. Pütz f., Bd. 5, 672 ) mit langem Stiel Ro Warn .

stael als Zweitglied (2 von 2)

Pietschenstäl

MeckWBN

pietschen·stael

Wossidia Pietschenstäl m. wie Pietschenstock Lu Ludwigslust@Ziegendorf Zieg ; 'n Pietschenstäl slengen Schw Schwerin@Rubow Rub .

vǖrstael

KöblerMnd

vǖrstael , M. Vw.: s. vǖrstāl