Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
selbsten pron.
selbsten , pron. , eine weiterbildung zu selbst, die zuerst im 16. jh. auftaucht, im 17.—18. jh. sehr verbreitet ist, noch bei den classischen autoren der jahrhundertswende ( Göthe , Schiller, Tieck ) begegnet, besonders in volksthümlicher redeweise, jetzt dagegen ganz aufgegeben ist: selbst, selbsten, selber, selb, idem, ipse, sui ipsius. Schottel 544 . selbsten ist viell. zunächst für die cas. obl. gebildet nach dem muster von selben; so steht es beim gen.: hat der gröste herr seiner selbsten vergessen? Simpl. 2, 129, 19 Kurz. Logau 3, 156, 4 , s. unter selbstbetrug; noch eh der herrscher go…