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Schwarzbrot

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Schwarzbrot

Schwarzbrot

schwarz Adj. Farbadjektiv, ahd. swarz (8. Jh.), mhd. swarz ‘dunkelfarbig, schwarz’, asächs. swart, mnd. mnl. swart, nl. zwart, afries. swart, swert, aengl. sweart, engl. (älter) swart (‘dunkel, schwärzlich’), anord. svartr, schwed. svart, got. swarts (germ. *swarta-) und verwandtes (schwundstufig) anord. sorta ‘schwarze Farbe’, sorti ‘Dunkel, dichter Nebel’, sorta, sortna ‘schwarz, dunkel werden’ sind vergleichbar mit lat. sordēre ‘schmutzig sein, gering erscheinen’, sordēs ‘Schmutz, Unflat, Unglück, Erniedrigung’, vielleicht auch mit awest. kaxvarəδa- Bezeichnung eines mythischen Wesens, eigentlich ‘was für ein (abscheulicher) schwarzer Kerl’, so daß ie. *su̯ordos ‘schmutzfarben, schwarz’ angesetzt werden kann. – Schwärze f. ‘schwarze Färbung, Dunkelheit’, ahd. swerzī ‘Schwärze, Dunkel’ (um 1000), swerza ‘Mittel zum Schwärzen’ (Hs. 13. Jh.), mhd. swerze ‘Schwärze, schwarze Farbe, Dunkelheit (der Nacht), Finsternis’. schwärzen Vb. ‘schwarz machen’, ahd. (9. Jh.), mhd. swerzen. Auch (aus dem Rotw.) schwärzen ‘schmuggeln’ (18. Jh.), eigentlich wohl ‘etw. bei Nacht tun’ (rotw. Schwärze, älter schwerz(e), 14. Jh.); Schwärzer ‘Schmuggler’ (18. Jh.). Daran anschließend in heutiger Sprache schwarz Adj. ‘ungesetzlich’, vgl. schwarzer Markt, Schwarzmarkt, -handel (seit dem ersten Weltkrieg?), zunächst ‘illegaler Valutahandel’ (daher vielleicht auch erst seit der Inflationszeit um 1923?), dann ‘unerlaubter Handel mit rationierten Lebensmitteln und Waren’. Offenbar aus dem Dt. mit derselben Bedeutungsentwicklung (amerik.-)engl. black market (um 1930?), ital. mercato nero (um 1940), frz. marché noir (um 1949), russ. čërnyi rýnok (чёрный рынок); vgl. auch Schwarzarbeit, schwarzhören, -fahren, -schlachten. anschwärzen Vb. ‘verleumden’ (17. Jh.). schwärzlich Adj. ‘dunkel, fast schwarz’ (17. Jh.), älter schwarzlicht (15. Jh.), mhd. swarzlot; vgl. auch schwarzecht (16. Jh.). Schwarzbrot n. ‘Roggenbrot’ (14. Jh.). Schwarzwild n. ‘Wildschweine’ (im Unterschied zu Rotwild), mhd. swarzwilt.
2004 Zeichen · 76 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    SchwarzbrotDas

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Das Schwarzbrot , — es, Mz . u. schwarzes Brot, d. h. Brot von schwarzem Mehle, grobes Brot, besonders solches Roggenbro…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schwarzbrot

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schwarzbrot , s. Brot , S. 462.

  3. modern
    Dialekt
    Schwarzbrot

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    Schwarzbrot Band 3, Spalte 3,491

  4. Sprichwörter
    Schwarzbrot

    Wander (Sprichwörter)

    Schwarzbrot 1. Schwarzbrot, Backen roth. 2. Schwarzbrot lustig gegessen wird Semmel. 3. Schwarzbrot nährt (sättigt, stil…

  5. Spezial
    Schwarzbrot

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schwarz|brot n. (-[e]s,-e) (Roggenbrot) pan de siara m. , pan fosch m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schwarzbrot

6 Bildungen · 6 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von schwarzbrot 2 Komponenten

schwarz+brot

schwarzbrot setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schwarzbrot‑ als Erstglied (6 von 6)

Schwarzbrotteig

RhWB

schwarz·brotteig

Schwarz-brot-teig verstehen sich von selber, dazu: -broatsbrocken Pl. Brotsuppe Barm , Elbf ; -brutskaffe K., am Tage der Taufe eines Kindes…