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schwapp

nhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
7 in 7 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

schwapp

schwapp

schwapp Interjektion, lautnachahmend für ein kurzes, klatschendes Geräusch, besonders für plötzliches Überlaufen von Flüssigkeiten, seit dem 16. Jh. bezeugt, aber wohl älter. Ablautend 1schwipp, verstärkt schwip(p)s. Vielfach auch schwab(b), schwaps sowie mit Sekundärablaut in der Folge schwipp-schwapp (-schwupp). Substantiviert Schwapp m. ‘Klatsch, Schlag, Wasserguß, Menge überlaufender Flüssigkeit’ (17. Jh.). schwappen Vb. ‘platschend, klatschend an- oder aufschlagen, überfließen’ von Flüssigkeiten, auch ‘schwanken, schlottern’ von unfesten, schwammigen, weichen Massen (16. Jh.). Dazu die (wenig früher bezeugte) Weiterbildung schwappeln Vb. ‘plätschernd an oder über den Rand schlagen’, (von weichen Massen) ‘wackeln, zittern, sich hin und her bewegen’ (Ende 15. Jh.); daneben aus dem Nd. stammendes gleichbed. schwabbeln Vb., auch ‘viel und schnell daherreden’, im 17. Jh. in die Literatursprache aufgenommen. schwabb(e)lig Adj. ‘sich wackelnd bewegend, weich und dick’ (19. Jh.), früher bezeugt schwappelicht (17. Jh.). Iterativ schwappern, schwabbern, md. schweppern Vb. ‘überschwanken, Flüssigkeiten über den Rand gießen, überlaufen lassen, verschütten’ (18. Jh.).

1178 Zeichen · 33 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schwapp

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Schwapp ,

  2. modern
    Dialekt
    Schwapp

    Schweizerisches Idiotikon · +2 Parallelbelege

    Schwapp Band 9, Spalte 2047 Schwapp 9,2047

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schwapp

48 Bildungen · 46 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von schwapp 2 Komponenten

sch+wapp

schwapp setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schwapp‑ als Erstglied (30 von 46)

Schwappach

Meyers

schwapp·ach

Schwappach , Adam Friedrich , Forstmann, geb. 2. Nov. 1851 in Bamberg, wurde 1876 Assistent am chemischen Laboratorium und Dozent für Nation…

Schwappach, Adam Friedr

DWBQVZ

--- handbuch der forst- und jagdgeschichte Deutschlands. Berlin 1886—88. I in II. ---

Schwappch

SHW

Schwappch Band 5, Spalte 877-878

schwappchen

DWB

schwapp·chen

schwappchen , verb. überschwanken, übergieszen von flüssigkeiten Vilmar 376 .

schwappchig

PfWB

schwappchig Adj. : = schwappelig ; schwappchich (šwabχiχ) [ RO-Duchr ].

schwappel

DWB

sch·wappel

schwappel , f. m. : kalte schwappel, ' weib, das in ihres mannes abwesenheit locker lebt, und ihrem gaumen ein fest gibt ' Reinwald 2, 116 ;…

schwappelbauch

DWB

schwappel·bauch

schwappelbauch , m. , vergl. schwabbelbauch sp. 2140, feister, vor fett schwankender bauch Schottel 1412 . Stieler 1962 . Kramer deutsch-it.…

schwappelei

DWB

schwappe·lei

schwappelei , f. geschwätz, s. schwabbelei sp. 2140; nach schwappeln, saufen: auf der schwappeley liegen, popinari, pergraecari, asotum esse…

schwappeler

DWB

schwappe·ler

schwappeler , m. , s. schwabbeler sp. 2140; ein guter schwappeler, ein säufer Kramer deutsch-it. dict. (1702) 2, 698 c . schwappeler, überei…

schwappelfett

DWB

schwappel·fett

schwappelfett , adj. , schwabbelfett, schlotternd feist; vgl. Frommanns zeitschr. 5, 187 : schwappelfettes fleisch Kramer deutsch-ital. dict…

Schwappelgusche

PfWB

schwappel·gusche

Schwappel-gusche f. : = Schwappeler , Schwabbelgosch [ LA-Siebdg ]; vgl. Schwappelmaul ; Syn. s. Quatschmaul . —

schwappelhals

DWB

schwappel·hals

schwappelhals , m. vor fett schlotternder hals: schwappelhals der fetten ochsen. Kramer deutsch-ital. dict. (1702) 2, 698 c . vgl. Hertel th…

Schwappelholz

PfWB

schwappel·holz

Schwappel-holz n. : 'mit dem Walzenklotz parallel laufende Balken des Gestells der alten hölzernen Walze' (um 1930), nur Pl.: Schwabbelhelze…

schwappelicht

DWB

schwappe·licht

schwappelicht , schwapplicht , adj. schlotternd, schlotternd fett ( s. schwappeln und schwabbelicht sp. 2140): schwappelicht, crassescens, s…

schwappeliren

DWB

schwappe·liren

schwappeliren , verb. mit fremder endung für schwappeln, saufen bei Kramer deutsch-ital. dict. (1702) 2, 698 b .

Schwappelkopf

PfWB

schwappel·kopf

Schwappel-kopf m. : = Schwappeler , Schwappelkopp [ KU-Schmittw/O SP-Harths ]; Syn. s. Quatschmaul . —

Schwappelmaul

PfWB

schwappel·maul

Schwappel-maul n. : = Schwappeler , Schwappelmaul [ KU-Schmittw/O ZW-Marthh PS-Burgalb FR-Bockh GH-Westh ], Schwawwel- [ LU-Hochd ]; vgl. Sc…

schwappeln

DWB

schwapp·eln

schwappeln , verb. ( s. schwabbeln sp. 2141), weiterbildung zu schwappen, eigentlich, plätschernd anschlagen, plätschernd überschwenken von …

schwappelpeter

DWB

schwappel·peter

schwappelpeter , m. schwätzer Hertel thür. sprachsch. 224 , s. schwappeln und schwabbelpeter sp. 2141.

schwappelschwäble

DWB

schwappelschwäble , n. : schwappelschwäble, die eim ein nusz vom baum schwetzen. Fischart Garg. 17 b ; die Schwaben gelten als geschwätzig, …

schwappelung

DWB

schwappe·lung

schwappelung , f. , zu schwappeln gebildet ( s. dieses ): obesitas, opimitas, pinguedo, schwappelung der fetten ochsen, alias die wamme. Sti…

schwappelvoll

DWB

schwappel·voll

schwappelvoll , adj. und adv. , zum überlaufen voll ( s. schwappeln zu anfang ): schwappel- ò geschwappeltvoll. Kramer deutsch-ital. dict. (…

Ableitungen von schwapp (2 von 2)

schwappe

DWB

schwappe , f. , in schles. mundart 1) klatschende ohrfeige, 2) mütze, die beim aufsetzen schwappt; gālschwappe ( gelbmütze ), pilz mit gelbe…

verschwappen

PfWB

ver-schwappen schw. : = verschwappeln 1, veʳschwappe [ BZ-Dierb ]. DWb. XII/1, 1187/ 88 .