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schuffel

mnd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
9 in 8 Wb.
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8

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schuffel f.

Bd. 15, Sp. 1833
schuffel, schüffel, f. 11) nebenformen zu schaufel, besonders nd. und md., schuffel Schiller-Lübben 4, 145a. Bernd 276. Schultze 44a, schüffel Schütze 4, 76. Dähnert 416a. Schambach 186b. Bernd 276, schüffel, schiffel, rein plattdeutsch schöffel Frischbier 2, 271a, nicht immer das gleiche werkzeug bezeichnend wie schaufel, so in der Altmark als name eines besonderen geräts, mit dem man unkraut schiebend fortschafft, absticht Danneil 188b, auch südlicheren gegenden nicht fremd. Tobler 401a führt schufla (mit kurzem u) an und das baslerische schufle Seiler 265a entspricht vielleicht gleichfalls. aus Weihers bietet Schm.2 2, 386 schüffel. els. schûfel Klein 2, 145, aarg. schûfle ist die genaue entsprechung des hochd. schaufel im alemann., die noch den vocalstand des mhd. schûvel, schûvele wahrt. das gleiche gilt vom mnd. schufel Schiller-Lübben 4, 145, vorausgesetzt, dasz der vocal lang ist und unter der gleichen voraussetzung hat nnd. schüfel brem. wb. 4, 703 als zwischenform zwischen schaufel und schüffel zu gelten. die schreibung älterer quellen mit f oder ff ist nicht immer für die quantität des vocals beweisend: szo lasszet yr auch wirgkerlon, saltzkorbe, besen, schuffeln, farwe, swengkebier, pfanhagken, sogboume, stegkyszen, pfannenslet und oseln uszzuscihen und wegzufuren zu hoch verslahen, das alles uch zu und dem solguthe abegehit. Spittendorff 103 Opel; dem münich wolt man lonen und wolt im lonen wol, man trug im her ein guldne krone, vil gelds ein schüfel vol. Uhland volksl.2 616 (nr. 299), 21, 4. vergl. auch die unter schaufel 1 angeführte stelle Keisersberg bilg. 101b. appenzellisch vil of der schufla hah, viel auf den schultern tragen, mit einem groszen geschäfte beladen sein, unter der last vieler geschäfte liegen Tobler 401a. wegen der ähnlichkeit mit einer schaufel heiszt schweiz. die stahlfeder auch schufle, fädereschüfeli Seiler 265a. denselben grund hat vielleicht der schweiz. gebrauch von schufle für 'schneidezahn' Seiler 265a, 'die ersten vorderzähne des rindes' Hunziker 232, vergl. dazu schaufelzahn oben theil 8, 2342 und schieben II, 1, b sp. 2669. das ebenda angeführte schufle, vorderschenkel, schulterblatt des schweins, im gegensatz zu hamme, dem hinterschenkel, kann gleichfalls hierher gehören. vgl. dazu jedoch das zweite schuft. 22) schuffel, eisbahn zum gleiten, in der gegend von Fulda Vilmar 371, wol nicht durch übertragung von 1 aus zu erklären, sondern wahrscheinlich eine art neubildung zu schuffeln in entsprechender anwendung. s. dies 2.
2552 Zeichen · 44 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    schuffel

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther)

    schuffel- bret, Schaufelbret (Mühlengerät); -holt, Holz zu Schaufeln.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    SchuffelDie

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    † Die Schuffel ,

  3. modern
    Dialekt
    Schuffelf.

    Lothringisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Schuffel [šùfəl Vbg. u. s.] f. Weberschiffchen. — els. 2, 398 Schiffel, Schiffle.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schuffel

14 Bildungen · 13 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von schuffel 2 Komponenten

schuf+fel

schuffel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schuffel‑ als Erstglied (13 von 13)

schuffelendreger

KöblerMnd

schuffelendreger , M. Vw.: s. schüffelendregære*

Schuffel II

RhWB

Schuffel II gegenüber schûfel (-ou-, –ū-, –u-) »Schaufel mit halbmondförmigem, breitem Blatt« gibt es, entsprechend mnd., mndl. schuffel, nd…

Schuffelpflug

RhWB

schuffel·pflug

Schuffel-pflug (s. S.) -yf- Wippf , MülhRh , Sol , Düss , Mettm , Ess-Heidhsn , Mörs-Rheinbg Wallach ; šyfəl- Mettm-Cronenbg ; -yfəlts- Mülh…

Schuffelschüppe

RhWB

schuffel·schueppe

Schuffel-schüppe -šøp (s. S.) [ -yf- uWupp, Malm ] Rip in Ahrw-OWinter , Malm , Schleid , Eusk , Rheinb , Bo , Köln , Bergh , Dür , Jül , Aa…

Ableitungen von schuffel (1 von 1)

schuffele

KöblerMnd

schuffele , F. Vw.: s. schüffel

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schuffel". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 16. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schuffel/dwb?formid=S18237
MLA
Cotta, Marcel. „schuffel". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schuffel/dwb?formid=S18237. Abgerufen 16. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schuffel". lautwandel.de. Zugegriffen 16. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schuffel/dwb?formid=S18237.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„schuffel"},
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  urldate      = {2026-05-16},
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