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Schucht

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Schucht

Bd. 7, Sp. 1842
Schucht das ndl. schoft, mnd. schuft, brabant. schocht entsprechende Wort hat im Rhein. durchweg -ft > -cht gewandelt; in dieser Form ist es verbr. lrhn. n. einschl. Mos in Trier u. Wittl, nach O. getrennt davon in Koch (Eif); dann steigt das Wort geschlossen hinab in Bitb, Prüm, Daun-Deudesf Salm Strohn; dann an der Ahrsperre in Aden-Hümmel Nohn Virnebg, Schleid, Malm; dann nach grösserer Leere in Rheinb, Bo, Köln, Bergh, Jül, Grevbr; wiederum nach grösserer Leere in Heinsb, Erk, Kemp u. weiterhin geschlossen in Geld, Mörs, Klev; rrhn. zunächst vereinzelt in Neuw-Leutesd, Altk-Dickend Helmenzen Michelb Seelb Wissen, Waldbr-Hahn, geschlossen Sieg, MülhRh, Gummb, Wippf; an Rändern dieser Geb. Formen mit -ft, Koch-Moselkern, May-Hatzenport, Altk-Herdrf (Hellert), Siegld u. uWupp, Sol, Dür-Golzh, Monsch u. geschlossen in Rees. — Formen mit -cht: šūiχĭ, šūšt, šūxt WMosfrk [šūt Bitb-Neuerbg]; šux(t) in Koch, Neuw-Leutesd, Altk, Gummb, Wippf; šūəχ Rheinb, Köln-Ld; šū(ə)t Malm, Schleid, Jül, Erk-Bellinghv; šōx Sieg, MülhRh, Bo; šōəxt Gummb-Nümbrecht, Waldbr-Hahn; šūət, –ou- Grevbr; šuxt, šōx Heinsb, Kemp; šχt Heinsb-Karken, Kemp-Waldniel; šøχ(t), šøxt Erk-Elmpt, Geld, Mörs, Klev. — Formen mit -ft, šuft Koch-Moselkern, May-Hatzenport, Altk-Hellert, Siegld; šuf Sol; -ō- Monsch, Dür-Golzh, uWupp; šoft (wie ndl.) Rees Sg. t. m. (f. Trier-Fell Mehring, Koch-Kaisersesch, Schleid-Scheven, Gummb): 1. Widerrist, Nacken bei Pferd (Heinsb auch Mānesch.) u. Rind; ovven om Sch.; et Perd es holl (hohl) om Sch., rif (reibe) em ens övver de Sch. Rip, Allg., im Mosfrk aber gegenüber übertr. Bed. nur vereinzelt Prüm-Winring, Bitb-Betting Dahlem Outschd, Trier-Fell, Koch-Kaifenh Kaisersesch Leienkaul Weiler, Altk-Dickend Seelb Wissen, für die -ft Formen Allg. (wo das Wort nicht bezeugt ist, gilt Hals, Nacken) [in Gummb auch der W. des Schweines; op der Sch. kamme siehn, ob et Ferkelchen gut fürangeht; wann de Sch. bret es, werd et Ferken dick; en gespalte (gespaltene) Sch. han]. RA.: Ein gut genährter Mensch hot e gode Sch. Bitb-Betting, Daun-Strohn. Dem kläppen (mit der Glocke anschlagen) se op de Sch. Waldbr-Hahn. — 2. mehr oder weniger übertr. a. sachl. α. das obere Halsstück des geschlachteten Schweines, besonders geschätzt Bitb-Neuerbg, Aden-Nohn, MülhRh-Ensen. — β. die Mähne des Pferdes Trier, Wittl, Bitb, Prüm, Daun-Deudesf (in diesem Geb. die Hauptbed.); daraus übertr. — γ. Schopf, aufwärtsstrebende Haare; de Jong hot sech e Sch. gemach die Haare aufwärts gekämmt; den Hond sezt de Sch. en de Hüh (Höhe) die Haare des Rückens sträuben sich ihm ebd.; bes. in der Wend.: Ene beim (om) Sch. holen (packen) beim Wickel holen ebd. u. Daun-Salm, Koch-Moselkern, Neuw-Leutesd, Altk-Helmenzen Herdrf Michelb, Siegld. — δ. verächtl. hohe, schiefe Schultern, Buckel; hej hät enne Sch.; hej meckt enne Sch.; hej geht met enne Sch. kommt gebückt daher Mörs, Klev, Rees. RA.: Den hät enne Sch. as en Fif-Pennigs-Brötje Klev. — ε. šūšt Bergschlucht Trier-OEmmel. — ζ. šoft Nebentenne Rees-Isselbg. — b. persönl. verächtl. šōx dummer Mensch Bo-Walberbg.
3167 Zeichen · 79 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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    Dialekt
    Schucht

    Rheinisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Schucht das ndl. schoft, mnd. schuft, brabant. schocht entsprechende Wort hat im Rhein. durchweg -ft > -cht gewandelt; i…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schucht

16 Bildungen · 14 Erstglied · 2 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von schucht 2 Komponenten

sch+ucht

schucht setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schucht‑ als Erstglied (14 von 14)

schuchtel

DWB

schuch·tel

schuchtel , f. bair. übereilte person Schm. 2 2, 366. vgl. das folgende.

schuchtelig

MeckWB

schuchtelig schuchtlich unordentlich in der Kleidung Mi 77 b ; (1835) Wo. Sa. Kü. 3, 95.

schuchteln

DWB

schucht·eln

schuchteln , verb. , wol wie schuchseln mit schucken verwandt, bair. übereilt verfahren Schm. 2 2, 366, kärnt. unvorsichtig mit etwas umgehe…

Schuchtels

MeckWB

schucht·els

Schuchtels Schüchtels n. Vogelscheuche, häßlich gekleidetes Frauenzimmer: se geiht as Schuchtels Wa Schwarz ; -ü- Lu Eld ; Mi 77 b ; dee het…

Schuchtenblut

RhWB

schucht·en·blut

Schuchten-blut šūəχtəblō:t Rheinb-Meckenh MüEif , Bo-Dransd ; šōf- Monsch-Kesternich n.: Rauschbrand beim Rindvieh; Rotlauf bei Schweinen.

schuchter

DWB

schuch·ter

schüchter , schuchter , m. 1 1) nach Stieler 1766 dasselbe wie schüchterheit ( s. dies unter schüchternheit). vgl. scheuchter oben th. 8, 26…

schuchtern

DWB

schuch·tern

schüchtern , schuchtern , verb. 1 1) scheu, schüchtern machen oder werden, neben schüchtern in älterer sprache und landschaftlich noch heute…

schuchtig

RhWB

schuch·tig

schuchtig -øχt- Klev ; -oft- Rees ; šufiχ Dinsl Adj.: mit schiefen Schultern, gebückt; sch. gohn, — doherkommen in gebückter Haltung.

schucht als Zweitglied (2 von 2)

Todschucht

Wander

tod·schucht

Todschucht Wer todtschuchter ist, der wird nimmer reich. – Petri, III, 15.