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Schrunde

mhd. bis Dial. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
16 in 16 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Schrunde

Bd. 7, Sp. 1826
Schrunde das Wort, eine Abl. zu schrinden (s. d.), ist zunächst im östl. Rhfrk in Kreuzn, Simm, Goar, dann sich fortsetzend an der uMos von Zell-Enkirch Briedel an (w. davon noch Bernk-Commen Longkamp) n. Mos. in May (mit Schrinde durchsetzt), Aden, Daun, Westerw; am WRande zunächst vereinzelt in Saarbg-Stdt, Bitb-Fliessem OGeckler, geschlossen in Prüm, Malm; n. einschl. Malm, Schleid, Ahrw LRip allg. bis zur Benr.-L.; rrhn. n. Neuw, Altk noch in Sieg, Waldbr-OElling Morsb, Gummb-Drinsahl, u. zwar im rhfrk. Teil -un, –o-, Pl. -nə, im mosfrk. Teil -o·n., –u-, Pl. n.ə(n) [Zell-Enkirch -u·n., Pl. -i·.n.; []Koch-Lutzerath, Bernk-Commen Longkamp, Bitb-Fliessem -ū:n, Pl. -nə(n)]; die -o·n.-Form geht bis zur rip. Mouillierungs-L. [Schleid-Hellenth -o·n., Pl. -o·n.də; –ō:n, Pl. -nə Schleid-Dollend; -o·n., Pl. n.ə noch in Rheinb-Effelsbg Meckenh, Aach-Alsd, Eup-Herbesth Hergenr, Sieg-Geislar, Waldbr-OElling Morsb; Pl. -ø·n.ə Rheinb-Fritzd GrAltend Mutschd Schönau; Eusk-Commern Stdt Zülp, Bo-Lengsd -ø·n.də]; n. davon -o·ŋ., Pl. -o·ŋ.ə [in Schleid-Berschd Oberhsn Reschd, Monsch-Conzen Kalterherbg Röttgen, Sieg-Sieglsr -o·ŋ.kt, Pl. -o·ŋ.də; in Sieg, Rheinb, Köln, Bergh, Dür, Aach Pl. auch -ø·ŋ.; Köln-Stdt -u·ŋ., Pl. -y-; in Eusk-Dürscheven, Bo-Volmershv Pl. -ø·ŋ.ə; in Schleid Berg Heimb Kallmuth Pesch, Eusk-Ahrem Bessenich Herrig Lechenich OGartzem, Rheinb-Heimerzh Müggenhsn NCastenholz Schweinh, Bo-Rheind, Sieg-NCassel Sieglar, Köln-Meschenich, Bergh-Buir, Dür-Derichsw Disternich Embken Füssenich Hürtgen Kelz Nideggen Rath Winden Pl. -ø·ŋ.də; Aach-Bardenbg Schleckh Walh -o·n.t, Pl. -də; dann noch -ø·n., Pl. n.ə Aden-Kaltenborn Spessart, Ahrw, Rheinb-Altend, Neuw-Altenhf Fernth Strauschd Windhg, Sieg-Ägid Honnef; -ø·n.t, Pl. -də MüEif; -ø·ŋ., Pl. -·ŋ.ə Bergh-Bergerhsn]; Eup-Stdt -ǫ·u.nt, Pl. -də [run, Pl. -nə Goar-Trechtingshsn; -u·l., Pl. -·l.ə Kobl-Moselweiss; -ø·l., Pl. -·l.ə Aden-Siebenb, Ahrw-Brohl]; sonst Barst, Batsch, Kim, Kin, Kinzel, Kipper, Plite, Rätzer, Ritzer, Riss, Schmatz, Sprung f.: 1.a. Riss in der Haut, bes. den Händen infolge der Kälte; wann mer met nasse Hängk (Händen) en der Wengk (Wind) geht, dann krit mer gäng (schnell) Schröngde Dür-Winden, Allg.; ich ha Schronde e jen Hängd Aach-Walh, Allg. [Runzel im Gesicht Kreuzn-Hergenf, Bernk-Commen, Bitb-OGeckler, Dür-Schlich; Stirnfalte Aach-Richterich; knorriger Auswuchs am Baum Kobl-Rübenach]. — b. schmale Rinne, etwa die angedeutete Fuge auf einem Betonboden, in einem Mauerverputz; Scharte in einem Stein oder Holz, Rille im Mühlstein Bitb-Fliessem, Prüm, Malm (Bed. 1 a in diesem Geb. seltener gebraucht). — 2. übertr. šry·ŋ.kə, Pl. -kəs verächtl. kleine weibl. Person, auffallend kleines Kind MGladb (abseits).
2806 Zeichen · 91 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    schrundeswf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    schrunde swf. riss, spalte. ahd. scrunta, scrunda Graff 6,586. rima sumerl. 15,6 sach hin vür durch eine schrunden an de…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    schrundeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    schrunde , F. nhd. „Schrunde“, Riss, Spalte ÜG.: lat. ragadix Hw.: vgl. mhd. schrunde E.: s. ahd. skrunta* 19, scrunta, …

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schrunde

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Schrunde , plur. die -n, Diminut. das Schründchen, Oberd. Schründlein, ein im Hochdeutschen seltenes Wort, welches i…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schrunde

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schrunde , soviel wie Hautabschürfung (s. d.); auch seiner Riß in der Haut, s. Aufspringen der Haut .

  5. modern
    Dialekt
    Schrund(e)

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Schrund(e) [ʿSrùə Olti. Roppenzw. Hi. ; ʿSrùntə Mü. ; ʿSrùnt O. Barr Illk. Str. Betschd. ; ʿSrùin M. ; ʿSrù K. Z. Kind…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schrunde

11 Bildungen · 7 Erstglied · 4 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von schrunde 2 Komponenten

sch+runde

schrunde setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schrunde‑ als Erstglied (7 von 7)

schrundelīn

KöblerMhd

schrunde·līn

schrundelīn , st. N. nhd. „Schrundlein“, kleine Spalte, kleine Schrunde, kleiner Riss ÜG.: lat. rimula Gl Q.: Gl (um 1175) I.: Lüt. lat. rim…

Schrundenmaul

PfWB

schrunden·maul

Schrunden-maul n. : 'Mund, Lippen mit aufgesprungener Haut', -maul [ PS-Burgalb FR-Bockh GH-Westh ]; vgl. PfWB Schrundengusche .

Schrundenmul

ElsWB

schrunden·mul

Schrunde n mul Katzent. , Schrunge n mul K. Z. n. aufgesprungene Lippen, Schrunden an den Lippen. †

Schrunderbsen

RhWB

Schrund-erbsen (s. S.) -ø·n.- Aden-Quiddelb Pl.: E.sorte.

schrunde als Zweitglied (4 von 4)

bergschrunde

DWB

berg·schrunde

bergschrunde , f. fissura montis, bergspalte: von andern gletschern sahen wir nur die plätze, indem uns die eismassen durch die bergschrunde…

märzschrunde

DWB

maerz·schrunde

märzschrunde , f. hautschrunde von der rauhen luft des märz: die merzenschrunden, schrunden oder spält, als an füszen, henden, maul oder sun…