Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Schnörkel m.
Schnörkel m.
Schnörkel m. ‘Verzierung in gewundenen Linien’; Herkunft ungewiß. Belegt ist Schnirkel, Schnörckel, Schnörken (16. Jh.), dann auch Schnerkel, Schnorkel, Schnorchel, Schnörchel ‘Schnecken-, Schlangenlinie, gewundene (oft als unnötig empfundene) Verzierung’ (17. und 18. Jh.); im 18. Jh. beginnt Schnörkel sich in der Literatursprache durchzusetzen. Vielleicht besteht ein Zusammenhang mit westmd. (mundartlich) Schnägel, Schnegel ‘Schnecke’ (s. Schnecke), vgl. dazu westmd. Schnögel ‘Schneckenlinie’ (17. Jh.). Eine vermutete Vermischung von Schnögel mit nd. Snirre, hd. Schnirre ‘Schlinge’ und mit Zirkel (s. d.) bleibt allerdings zweifelhaft. – schnörkeln Vb. ‘mit gewundenen Linien (übertrieben) verzieren’ (17. Jh.). verschnörkeln Vb. ‘(geschmacklos, übertrieben) verzieren’ (um 1800).