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schnipsen

nhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
5 in 4 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
Verweise rein
22
Verweise raus
26

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

schnipsen

schnipsen

schnip(p), schnip(p)s Interjektion Schallwort für ein kurzes, knipsendes Geräusch mit den Fingern, beim Schneiden mit der Schere (16. Jh.), substantiviert Schnip(p), Schnip(p)s m. ‘schnelle, knispsende Bewegung, schnappender Schnitt mit der Schere, abgeschnittenes Stück, Kleinigkeit, Unbedeutendes’ (16. Jh.), auch ‘kurzer Augenblick’ (in eim Schnips ‘im Nu’, 16. Jh.). Mit lautmalendem Vokalwechsel (Sekundärablaut) schnippschnapp Interjektion Schallnachahmung des wiederholten Schneidens oder Klapperns (15. Jh.), substantiviert mhd. snippensnap m. ‘Schwätzer’, auch scherzhaft für ‘Schneider’ (17. Jh.), und Schnippschnapp(schnurr) n. ein Kartenspiel (18. Jh.). schnippen Vb. (mit sich aneinander reibenden Fingern) ‘eine schnelle, einen hellen, knipsenden Ton hervorrufende Bewegung machen’ (16. Jh.), ‘mit der Schere zuschnappen’ (18. Jh.), md. nd. snippen (auch ‘schwatzen, plaudern, zischeln’, 16. Jh.), nl. snippen, engl. to snip ‘schneiden’, nhd. (obd.) schnipfen ‘in kleine Stücke schneiden, mit einer schnellen Bewegung etw. wegschnappen’. Daneben gleichbedeutend, doch intensivierend schnippern Vb. (17. Jh.), schnip(p)sen Vb. und schnippeln Vb. (beide 18. Jh.). Schnippchen n. ‘schnellende, knipsende Bewegung und das dabei entstehende Geräusch’ (Schnipgin, Anfang 17. Jh.), meist in der Wendung ein Schnippchen schlagen ‘sich lustig machen, einen Streich spielen’ (17. Jh.), Deminutivum zu Schnip(p) m. (s. oben). Schnippel m. n. ‘kleines abgeschnittenes oder abgerissenes Stück’ (um 1800), nd. Snippel; intensivierend. Schnipsel m. n. (19. Jh.).
1561 Zeichen · 58 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    schnipsenverb.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    schnipsen , schnipzen , verb. schluchzen, eine intensivbildung zu schnupfen ( oder eigentlich zu dem abgelauteten schnip…

  2. modern
    Dialekt
    schnipsenschw.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    schnipsen schw. : 1. a. 'leise, schwach weinen, auch unterdrückt, oft verbunden mit stoßweisem Atmen und Schluchzen, das…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schnipsen

1 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von schnipsen 2 Komponenten

sch+n+ipsen

schnipsen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Ableitungen von schnipsen (1 von 1)

verschnipsen

PfWB

ver-schnipsen schw. : sich v. 'stoßweise weinen'. Das Kind hot sich veʳschnipst, 's wollt gar nimmi ufheere [ KU-Kaulb KL-Hirschhn ]. — Zu s…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schnipsen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 8. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schnipsen/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „schnipsen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schnipsen/pfeifer_etym. Abgerufen 8. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schnipsen". lautwandel.de. Zugegriffen 8. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schnipsen/pfeifer_etym.
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